Das Obere Maintor ist ein mittelalterliches Doppeltor, das Sulzfeld a.Main schützte. Es setzt einen markanten Auftakt für einen Ort, dessen Baugeschichte sich an mehreren sehr unterschiedlichen Gebäuden ablesen lässt. Dazu kommen Wander- und Radwege durch Weinberge und Wiesen: Sulzfeld verbindet damit historische Themen und Wege in der Landschaft, ohne dass beides denselben Schwerpunkt haben muss.
Historische Bauten und ihre Baugeschichte
Das Rathaus wurde 1609 unter Fürstbischof Julius Echter erbaut. Zu seinen Merkmalen zählen ein Doppelspeicher und ein großer Weinkeller. Das Renaissancehaus stammt aus dem Jahr 1568 und wurde Anfang des 17. Jahrhunderts zu seiner heutigen Form mit Schwalbenschwanzzinnen umgestaltet. Die Friedhofkapelle datiert auf 1752. Das Zehntgebäude, eine ehemalige fürstbischöfliche Kellerei, wurde 1529 erbaut und 1805 säkularisiert.
Die Daten ordnen die Bauwerke in unterschiedliche Zeitabschnitte ein: Beim Zehntgebäude gehören die frühere Funktion und die spätere Säkularisierung zur Geschichte des Hauses; beim Renaissancehaus ist neben dem Ursprungsjahr auch die spätere Umgestaltung wichtig. Am Rathaus fallen dagegen der Doppelspeicher und der große Weinkeller als konkrete Gebäudemerkmale ins Gewicht. So ergeben sich verschiedene Ansätze, sich mit Sulzfelds Baugeschichte zu beschäftigen, statt alle Bauten derselben Epoche zuzuordnen.
Gassen, Weinlagen und Wege
Die TraumRunde Kitzingen–Sulzfeld führt durch die historische Kopfsteingassenwelt von Sulzfeld a.Main. Die Weinlagen Maustal und Cyriakusberg umrahmen diesen Bereich. Damit treffen auf der Route der Ortsraum mit seinen Gassen und eine von Weinlagen geprägte Landschaft aufeinander. Wer sich für die Weinberge interessiert, findet außerdem unterschiedliche Wege mit jeweils eigenem Thema und Verlauf.
Der Maustalweg führt über einen alten Hohlweg mitten durch die nicht flurbereinigten Weinlagen des Maustals. Der Rebsortenlehrpfad am Maustalweg informiert mit Beschreibungen über zahlreiche Rebsorten und erzählt humorvolle Geschichten über den Wein. Diese beiden Angebote setzen unterschiedliche Akzente: Der eine Weg führt durch den alten Hohlweg und die Weinlagen, der andere richtet den Blick auf Rebsorten und Weingeschichten.
Beim Weinspaziergang Cyriakusberg führt die Strecke durch einen Eichenwald, vorbei am Alten Steinbruch bis zur sogenannten Sternwarte. Zusammen mit den mehreren Wander- und Radwegen rund um Sulzfeld, die durch Weinberge und Wiesen führen, eröffnet das verschiedene Möglichkeiten, den Aufenthalt im Freien zu gestalten. Die örtlichen Routenangaben nennen auch die Traumrunde Kitzingen–Sulzfeld/Sulzfeld–Kitzingen sowie eine Strecke vom Falterturm zum Cyriakusberg oder in umgekehrter Richtung. Prüfen Sie die jeweiligen Routendetails vor der Tour.
Weinproben und Wasserweg
Die Weinhalla ist ein überdachtes Podium mitten in den Weinbergen und ein Ort zahlreicher Weinproben und geselligen Beisammenseins. Wenn Sie eine Weinprobe einplanen, erkundigen Sie sich vorab nach den aktuellen Möglichkeiten. So bleibt die Weinhalla ein eigener Programmpunkt und wird nicht mit den Wegen durch die Weinlagen verwechselt.
Auch der Main eröffnet einen anderen Blick auf den Ort: Der mit der „Gelben Welle“ gekennzeichnete Wasserwegabschnitt führt von Wipfeld bis Sulzfeld a. Main und weiter. Er ergänzt die Wander- und Radwege als eigene Orientierung für Wasserwandernde. Für die Reiseplanung ist es hilfreich, zuerst den Schwerpunkt zu wählen: historische Bauwerke, Weinwege, eine Weinprobe oder der Wasserweg.
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