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Mehr als 20 Schauräume in der Hauptburg von Burg Lauenstein, ein Aussichtsturm oberhalb von Lauenstein und Schiefer-geprägte Wege zeigen unterschiedliche Seiten von Ludwigsstadt. Für Ihren Aufenthalt stehen mehrere Schwerpunkte bereit: Renaissancearchitektur, Erdgeschichte, regionale Sagen und Wanderungen mit konkreten Strecken- oder Zeitangaben.

Burg Lauenstein und Thüringer Warte

Das Museum in der Hauptburg von Burg Lauenstein umfasst mehr als 20 Schauräume, die im Rahmen einer Führung besichtigt werden können. Die Öffnungszeiten sind saisonal. Der Thünabau, der Hauptteil der Burganlage, wurde 1551 bis 1554 unter Christoff von Thüna errichtet und ist ein bemerkenswertes Beispiel mitteldeutscher Renaissance.

Die Thüringer Warte erhebt sich auf dem Gipfel des 678 Meter hohen Ratzenbergs oberhalb von Lauenstein. Der Aussichtsturm ist 26,5 Meter hoch und liegt knapp 200 Meter von der thüringisch-bayerischen Landesgrenze entfernt. Für die Warte gelten saisonale Öffnungszeiten; prüfen Sie vor dem Besuch aktuelle Besucherinformationen.

Wanderwege und Erzählpfade

Der Rennsteig durchquert das Gebiet von Ludwigsstadt. Beim Geopfad Eisenberg steht die Erdgeschichte im Mittelpunkt: Die etwa 9 Kilometer lange Wanderung führt durch mehrere Erdzeitalter, die von verschiedenen Schieferarten geprägt sind. Der Schieferpfad umfasst einen kleinen Rundweg um Ludwigsstadt; dafür werden zwei bis vier Stunden veranschlagt. Für die Planung stehen so zwei verschiedene Maßstäbe nebeneinander: eine ungefähre Distanz beim Geopfad und eine veranschlagte Dauer beim Schieferpfad.

Das FrankenwaldSteigla „Finf Hiehner un en Hoahn“ ist ein 8,2 Kilometer langer Rundweg. Von Steinbach an der Haide führt es über das 360°-Panorama an der „Kiefernen Ficht“, die Fischbachsmühle mit der Confiserie Burg Lauenstein, den Steinbachsgrund, den Forellenhof und die Steinbachsmühle zurück zum Ausgangspunkt. Startpunkte sind der Ortseingang Steinbach an der Haide oder der Parkplatz Fischbachsmühle. Prüfen Sie vor der Wanderung örtliche Hinweise zu vorübergehenden Bedingungen.

Statt der bekannten Grimm-Märchen erzählt der Märchenpfad Lauenstein Sagen und Geschichten über die Bäume des Waldes sowie regionale Erzählungen aus Lauenstein. Forstliche Arbeiten können zu teilweisen Sperrungen führen; informieren Sie sich vor dem Besuch über aktuelle Hinweise.

Schiefer, Geotope und Ortsbild

Am Schieferbruch „Vertraue Gott“ (Schallersbruch) bietet eine Aussichtsplattform Einblick in den mehr als 40 Meter tiefen Tagebau. Der Oertelsbruch liegt unmittelbar am Ortseingang von Ludwigsstadt. Dort finden sich unterkarbonische Dach- und Tafelschiefer, die Alexander von Humboldt bereits beschrieb; der Oertelsbruch gilt als eines der schönsten Geotope Bayerns. So begegnen Ihnen in Ludwigsstadt sowohl Einblicke in einen tiefen Schieferbruch als auch ein Geotop mit historisch beschriebenen Gesteinen.

Das Trogenbachviadukt überspannt den Ortskern von Ludwigsstadt. Die Eisenbahnbrücke ist 200 Meter lang und 26 Meter hoch.

Anreise und Ortsleben

Der Franken-Thüringen-Express hält stündlich in Ludwigsstadt; vom Bahnhof sind es etwa zehn Gehminuten bis zum Stadtkern. Da sich die Bedienung ändern kann, prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Fahrplan.

Im Ludwigsstädter Ortsteil Ebersdorf findet alljährlich eine traditionelle Trachtenkirchweih statt.

Weitere Reiseziele entdecken: Tettau, Marktrodach, Küps, Nordhalben, Kronach, Pressig, Weißenbrunn, Wilhelmsthal.

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