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Greifenberg lässt sich über zwei klar unterscheidbare Themen kennenlernen: Kirchenkunst und eine Rundwanderung, die von Oberschondorf durchs Windachtal nach Greifenberg führt. Die Herrgottsruh-Kapelle und die Pfarrkirche Maria Immaculata bieten konkrete Bau- und Ausstattungsdetails.

Kapellen und Kirchenkunst

Die Herrgottsruh-Kapelle wurde 1695 von der Wirtsfamilie Ziegler errichtet. Ihr Altar zeigt die Hauptfigur „Christus in der Ruhe“, flankiert von den Heiligen Sebastian und Wendelin. In der Bekrönung befindet sich eine Halbfigur Gottvaters im Wolkenkranz.

Die Pfarrkirche Maria Immaculata zeigt eine andere Verbindung von Architektur und Kunst. Ein großes Wabenfenster bildet das Seitenschiff, an dessen Ende sich die Marienkapelle befindet; außerdem wurde eine eigene Taufkapelle angebaut. Zur Ausstattung gehören ein Triumphkreuz von Professor Heinrich Kirchner und Arbeiten der Bildhauer Johannes Dumansky, Hans Kreuz und Erich Sinz. Im Vergleich zur Herrgottsruh-Kapelle liegt der beschriebene Schwerpunkt hier nicht allein auf dem Altar, sondern auch auf der Gliederung des Kirchenraums und mehreren benannten Kunstschaffenden.

Eine Rundwanderung mit Start in Oberschondorf

Die Rundwanderung führt von Oberschondorf durch das Windachtal hinauf nach Greifenberg und über die Karwendelstraße zur Pfarrkirche Gottesmutter der unbefleckten Empfängnis; sie beginnt und endet in Oberschondorf. Für Ihre Tagesplanung bedeutet das: Greifenberg ist ein Zielpunkt der Tour, nicht ihr Start- oder Rückkehrort.

Greifenberg in der Geschichte der Hofmark

Greifenberg gehörte zu mehreren Orten der ehemaligen Hofmark am Ammersee. Die Hofmark wurde von Schloss Greifenberg aus verwaltet. Dieser historische Zusammenhang ergänzt die Bau- und Ausstattungsdetails der Kirchen um eine Perspektive auf die frühere Verwaltung der Orte.

Im übergeordneten Reiseziel Landsberg Am Lech

Im übergeordneten Reiseziel Landsberg Am Lech liegen eigene kultur- und landschaftsbezogene Schwerpunkte. Das Bayertor in Landsberg am Lech steht seit 1425 und zählt zu den schönsten gotischen Bauwerken Bayerns. Der Mutterturm ist ein außergewöhnliches Denkmal des Historismus, das Herkomer zu Ehren seiner Mutter errichten ließ. Auf dem Leitenberg vermittelt das Stadtmuseum Landsberg am Lech Stadtgeschichte im Zusammenhang mit Fragen der Gegenwart; zugleich ermöglicht es einen der schönsten Ausblicke auf die Stadt. Stadtführungen durch die Altstadt erzählen unter anderem von Herzögen und Kurfürsten, Salzhandel, Flößern, Färbern und Gerbern, Jesuiten und Ursulinen sowie von Legenden vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Landschaftlich ist der Ammersee ein anderer Schwerpunkt: Er gehört vollständig zum Landkreis Landsberg am Lech und bietet Schifffahrten, Wassersport und schöne Seepromenaden. Der Lechpark Pössinger Au ist das zentrale Naherholungsgebiet der Stadt Landsberg am Lech und umfasst Wald-, Wiesen- und Auenlandschaft mit selten gewordenen Tieren und Pflanzen.

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