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In Apfeldorf lässt sich Baugeschichte an mehreren Gebäuden und unterschiedlichen Epochen nachvollziehen. Die Pfarrkirche Heilig Geist verbindet einen spätgotischen Kern mit einem spätromanischen Turm, einer barocken Umgestaltung und einem 1822 gewölbten Langhaus. Hinzu kommen die Haldenkapelle, das Pfarrhaus in der Flößerstraße und eine moderate Radtour, die durch Apfeldorf führt. Diese Themen bieten unterschiedliche Schwerpunkte für Ihre Reise: Architektur lässt sich nach Bauform und Entstehungszeit vergleichen, während die Route einen eigenen Zugang zur Umgebung eröffnet.

Kirchenbau und Kapellen in Apfeldorf

Die katholische Pfarrkirche Heilig Geist ist ein Saalbau mit eingezogenem Polygonalchor und Westturm. Ein Saalbau besitzt einen länglichen Hauptraum; der Chor schließt hier polygonal, also mit mehreren Seitenflächen, an und ist gegenüber dem Hauptraum eingezogen. Der spätgotische Kern und der spätromanische Turm stehen für verschiedene Bauphasen. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche barockisiert, 1822 erhielt das Langhaus ein Gewölbe. Auch ihre Ausstattung gehört zur Beschreibung der Kirche.

Zur Pfarrkirche gehört außerdem eine um 1870 errichtete Grabkapelle. Der kleine Tuffbau mit Satteldach ist in neuromanischen Formen gestaltet. Der spätromanische Turm der Kirche und die neuromanische Formensprache der Grabkapelle sind dabei nicht dasselbe: Der eine Begriff bezeichnet eine mittelalterliche Epoche, der andere eine spätere Wiederaufnahme romanischer Gestaltungsformen.

Eine weitere Kapellengeschichte führt zurück ins 18. Jahrhundert: Die Haldenkapelle wurde 1816 an einem anderen Standort nach dem Vorbild der alten Haldenkapelle von 1739/40 neu errichtet. Das Pfarrhaus in der Flößerstraße 6 setzt einen eigenen Akzent. Der zweigeschossige Walmdachbau mit gerundetem, erhöhtem Vorbau stammt von Johann Michael Fischer und entstand 1747 bis 1749. Erhalten sind Teile der Einfriedung mit niedriger Tuffsteinmauer, Pfeilern und Holzzaun.

Radroute und Lebensräume am Lechstausee

Die moderate Radtour „Entlang der Lechschleifen“ ist 21,2 Kilometer lang und führt durch Apfeldorf. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routenbedingungen. Als eigener Naturaspekt kommt der Lechstausee bei Apfeldorf hinzu: Seine Verlandungszonen bieten Lebensraum für zahlreiche Wasservögel und Feuchtgebietsbewohner.

Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Landsberg Am Lech

Im übergeordneten Reiseziel Landsberg Am Lech ergänzen weitere Themen den Blick auf Baugeschichte und Landschaft. Das Bayertor in Landsberg am Lech steht seit 1425 und zählt zu den schönsten gotischen Bauwerken Bayerns. Der Mutterturm ist ein Denkmal des Historismus, das Herkomer zu Ehren seiner Mutter errichten ließ. Das Stadtmuseum Landsberg am Lech vermittelt Stadtgeschichte und verbindet sie mit Fragen der Gegenwart; auf dem Leitenberg ermöglicht es einen der schönsten Ausblicke auf die Stadt. Für einen anderen Schwerpunkt steht der Ammersee: Er gehört vollständig zum Landkreis Landsberg am Lech und bietet Schifffahrten, Wassersport und Seepromenaden. Der Lechpark Pössinger Au wiederum ist das zentrale Naherholungsgebiet der Stadt Landsberg und umfasst Wald-, Wiesen- und Auenlandschaften mit selten gewordenen Tieren und Pflanzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Utting Am Ammersee, Dießen Am Ammersee, Greifenberg, Igling, Kinsau, Weil, Prittriching, Thaining

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Landsberg Am Lech.

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