In der Pfarrkirche St. Georg erinnern Steintafeln an drei Jahre, in denen der Bodensee vollständig zufror: 1573, 1830 und 1963. Dieser historische Blick ist nur ein Teil dessen, was Wasserburg (Bodensee) für eine Reise interessant macht: Dazu kommen Kunst, Seezugänge, eine Obst- und Weinlandschaft und Aktivitäten auf dem Wasser.
Kunst und Geschichte in Wasserburg
Der Kunstbahnhof Wasserburg bietet ein wechselndes Jahresprogramm. Auch die Pfarrkirche St. Georg erzählt von einer langen Geschichte: Ihr Bau wurde vor 784 begonnen; vermutlich war sie zunächst eine kleine Holzbasilika mit sichtbarem Dachgebälk. Die Steintafeln in der Kirche halten die Erinnerung an das vollständige Zufrieren des Bodensees in den Jahren 1573, 1830 und 1963 fest. Schloss Wasserburg war bis 1720 durch eine Zugbrücke mit dem Festland verbunden – ein weiterer historischer Bezug zur Lage des Ortes.
Das Museum im Malhaus
Das Museum im Malhaus befindet sich in einem ehemaligen Gerichtshaus, das die Grafen Fugger 1595/97 erbauen ließen. Seine Dauerausstellungen widmen sich Hexen, Fischerei, Wolfram Geißler und Martin Walser; dazu kommen wechselnde Ausstellungen. So stehen dauerhafte Themen und ein veränderliches Ausstellungsprogramm nebeneinander. Wenn Sie sich für eine bestimmte Ausstellung interessieren, prüfen Sie vor Ihrem Besuch das aktuelle Programm.
See, Freibad und Aktivitäten auf dem Wasser
Wasserburg bietet freie Seezugänge an der Gamswiese und am Malerwinkel. An der Gamswiese prägt alter Baumbestand den Zugang; am Malerwinkel reicht der Ausblick über die Halbinsel und ein Naturschutzgebiet. Die beiden Orte setzen damit unterschiedliche Akzente für einen Aufenthalt am See.
Das Freibad Aquamarin liegt direkt am Bodensee. Sein beheiztes Außenbecken bietet Panoramablick auf den See und die Berge. Da der Betrieb saisonal variieren kann, prüfen Sie vorab, ob das Freibad während Ihrer Reise geöffnet ist. Eine weitere Möglichkeit auf dem Wasser sind die Sundowner-SUP-Touren der Surfschule Wasserburg auf dem Bodensee. Die Verfügbarkeit kann variieren; erkundigen Sie sich deshalb vor der Planung nach aktuellen Terminen.
Antoniuskapelle, Obstwiesen und Weinberge
Die Antoniuskapelle liegt auf dem Moränenhügel „Bergle“ und bietet einen Blick über den Bodensee bis zu den Gipfeln der Alpen. Rund um die Kapelle prägen alte Streuobstwiesen, moderne Niederstamm-Obstanlagen und ertragreiche Weinberge die Landschaft. Im Frühling zeigt sich die Umgebung als weißes Blütenmeer. Die Kapelle wird nur zu besonderen Anlässen geöffnet; informieren Sie sich vor einem Besuch über die aktuellen Öffnungsmöglichkeiten.
Auch der Herbst hat einen eigenen Bezug zur Landschaft: Zur Besuchererfahrung in Wasserburg gehören dann die Apfel- und Birnenernte sowie die Verarbeitung reifer Trauben zu Seeweinen. Damit unterscheiden sich die saisonalen Eindrücke von der Blüte im Frühling und ergänzen die Kultur- und Seeangebote um die örtliche Obst- und Weinwirtschaft.
Regionale Perspektive: Lindau
Im übergeordneten Reiseziel Lindau führt die Panorama-Radrunde am Lindauer Bodensee entlang des Sees und durch das leicht hügelige Umland. Zur beschriebenen Landschaft gehören Obstplantagen, Weinreben, malerische Dörfer und Aussichtspunkte. Die Route bietet damit eine regionale Radtourenperspektive neben den kulturellen und landschaftlichen Themen Wasserburgs.
Weitere Reiseziele entdecken: Heimenkirch, Opfenbach, Bodolz, Scheidegg, Maierhöfen, Lindau, Nonnenhorn, Lindenberg Im Allgäu.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lindau.