Der 7,5 km lange Europäische Kulturweg „Burg Wildenstein“ erschließt die Kulturlandschaft zwischen Eschau und der Burg. Auf dem Rückweg führt er durch das Elsavatal entlang der alten Bahntrasse. Auch für einen Aufenthalt mit Schwerpunkt Kultur und Natur bietet Eschau unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Der Markt liegt am Fuß der Geishöhe, im Elsavatal und im Naturpark Spessart.
Kulturwege zwischen Ort, Tal und Burg
Der Kulturweg „Burg Wildenstein“ ist eine Möglichkeit, Landschaft und Geschichte in einer Route zu verbinden. In Hobbach führt ein weiterer Europäischer Kulturweg von der Johanneskirche über den Dillhof und Schloss Oberaulenbach, vorbei an der Wolfsgrube und einem Aussichtspunkt, ins Elsavatal und zum Schullandheim Hobbach; von dort geht es zurück zur Johanneskirche. Die Strecke ist etwa 7 km lang und überwindet rund 100 m Höhenunterschied. Die beiden Wege sind damit ähnlich lang; für den Hobbacher Weg sind außerdem der Höhenunterschied und die einzelnen Stationen benannt. Der Fernwanderweg Spessartweg 2 führt ebenfalls über Eschau.
Kunst, Burgen und Ortsgeschichte
Im Skulpturengarten Sommerau stehen zahlreiche surrealistische Skulpturen der Künstlerin Karin Günther zwischen Blumenbeeten, Sträuchern und alten Bäumen. Im Hintergrund befinden sich das ehemalige Fechenbach’sche Adelspalais und die kleine Burg „Malepartus“. Jährlich finden zwischen Mai und September vier Führungen statt, in der Regel an einem Sonntagnachmittag. Zunächst geht es dabei um die künstlerische Arbeit Karin Günthers, anschließend um die Geschichte des ehemaligen Adelspalais und seiner Bewohner. Prüfen Sie die konkreten Führungstermine vor Ihrer Reise.
Die Burg Wildenstein ist eine mittelalterliche Befestigung auf dem Berggrat des Sommerbergs, oberhalb des zu Eschau gehörenden Ortes Wildenstein. Sie ist frei zugänglich und mit Informationstafeln ausgestattet; die Bedingungen vor Ort können sich ändern. Beim Wasserschloss Sommerau ist ein 1650 errichteter Schlossflügel erhalten, außerdem sind Reste eines älteren Wehrturms und der Ringgraben bewahrt. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und kann nicht öffentlich besichtigt werden. In Einzelfällen ist ein Besuch nach vorheriger Absprache mit dem Eigentümer möglich.
Eine weitere Möglichkeit zur stillen Einkehr bietet die Epiphaniaskirche in Eschau. Sie ist täglich von 09:30 bis 17:30 Uhr für Gebet und stille Einkehr geöffnet. Da sich Öffnungsregelungen ändern können, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf die aktuellen Zeiten. Im Historischen Rathaus befindet sich außerdem das Bildungs- und Informationszentrum Burglandschaft mit einem breiten Informationsangebot zum überregionalen Burgen-Netzwerk.
Zur lokalen Erinnerungsgeschichte gehört ein von der Eschauer Künstlerin Karin Günther gestalteter Gedenkkoffer, der bei einer Gedenkfeier in der Elsavahalle enthüllt wurde. Der Markt Eschau erinnerte damit an die Deportation der jüdischen Einwohner Jette Marx (1858–1943), genannt Jendele, Lina Mosbacher (1872–1942), Gustav Wolf (1879–1942) und Flora Wolf, geborene Reis (1886–1942), die in Eschau und Sommerau wohnten.
Erholung und praktische Orientierung
Die Freizeitanlage Wildensee umfasst einen See, einen Erholungssteg, eine Wassertretanlage, eine Boule-Anlage und Grillhütten. In Hobbach bietet der neu gestaltete Bahndamm eine kleine Parkanlage zur Naherholung mit Bänken, Spielplatz, Matschanlage und Basketballkorb. Damit stehen neben den Kulturwegen auch konkrete Orte für Erholung im Freien zur Auswahl.
Das Erlebniszentrum Spessart ist nicht direkt mit dem Auto erreichbar. Besucher parken am Kindergarten oder in einer Seitenstraße und gehen anschließend etwa 12 Minuten durch die Natur zum Zentrum. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Parkhinweise. Für Eschau waren im Fahrplan ab dem 15. Dezember 2024 die Buslinien 64, 69 und 83 mit Verbindungen über den Ort aufgeführt. Da dieser Fahrplan datiert ist, sollten Sie vor der Anreise die aktuellen Verbindungen prüfen.
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