Zum Inhalt

Sauerlach verbindet frühe Ortsgeschichte mit bäuerlicher Baukultur und Naturspuren vom Eiszeiterbe bis zur Lindenallee. Für einen Aufenthalt stehen damit unterschiedliche Zugänge zur Wahl: lokale Geschichte, bäuerliches Erbe und Natur auf einem Rad- und Wanderweg.

Ortsgeschichte und bäuerliches Erbe

Sauerlach wurde im Jahr 800 erstmals urkundlich erwähnt und war einer der ältesten Pfarrorte der Umgebung. Im Heimatmuseum sind landwirtschaftliche Arbeitsgeräte und bäuerliche Haushaltsgegenstände ausgestellt. Sie lenken den Blick auf Arbeit und häusliches Leben und geben der Ortsgeschichte einen konkreten Alltagsbezug.

Ein anderer Zugang ist das Ensemble Arget. Das bäuerliche Straßendorf gilt als typisch für das Alpenvorland; seine historischen Hofgebäude umfassen Block- und Putzbauten aus dem 17. bis frühen 19. Jahrhundert. Im Vergleich zum Museum stehen hier Bauformen und Dorfstruktur im Mittelpunkt.

Die Zeitangaben eröffnen unterschiedliche Perspektiven: Die urkundliche Erstnennung im Jahr 800 steht einer wesentlich späteren Bauphase in Arget gegenüber. Das Museum ergänzt diese Blickwinkel mit Gegenständen aus Landwirtschaft und Haushalt. So lassen sich frühe Ortsgeschichte, historische Bauformen und bäuerlicher Alltag voneinander unterscheiden, statt sie auf eine einzige Epoche zu verkürzen.

Naturspuren und Tourenplanung

Der Sauerlacher Natur-Rad-Wanderweg ist eine von zwei Rad- und Wandertouren rund um Sauerlach, die an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen. Der Weg verläuft über Wirtschaftswege und Asphalt. Die siebenstämmige Linde am Weg ist als Naturdenkmal ausgewiesen.

Die Tour lässt sich um einen bezifferten Abstecher ergänzen: 4,7 Kilometer für Hin- und Rückweg führen zu einem Waldlehrbereich mit Informationstafeln nahe der St.-Ulrich-Kapelle. Die Kilometerangabe umfasst also bereits den Rückweg. Wenn Sie den Abstecher einplanen, kommt diese Strecke zur Tour hinzu.

Auch die Sturmlack, die Forsterlack genannt wird, ist ein Naturthema: Sie ist ein Überrest der letzten Eiszeit. Einen anderen Zeitmaßstab setzt die Allee am Stauchartinger Weg. Dort wurden rund 40 Sommerlinden im Jahr 1908 gepflanzt. So treffen in den Naturthemen ein geologisches Relikt und eine konkret datierte Pflanzung aufeinander.

Festkultur in Staucharting

Das St.-Anna-Fest in Staucharting findet jährlich am 26. Juli statt. Zum Programm gehören eine Feldmesse und eine Pferdesegnung an der St.-Anna-Waldkapelle. Am 24. März 2026 wurde das Fest in das Bayerische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die beiden Daten haben unterschiedliche Rollen: Der 26. Juli ist der wiederkehrende Festtermin, der Märztag bezeichnet die Aufnahme. Prüfen Sie Termin und Programm vor Ihrer Reise nochmals.

Den Aufenthalt ausrichten

Sauerlach gilt außerdem als Ausgangspunkt, um Seen und Berge im Bayerischen Oberland zu erreichen. So können Sie zwischen einem Aufenthalt mit Schwerpunkt auf dem Ort und einer regionalen Ausrichtung abwägen, ohne beide Möglichkeiten zu einem festen Ausflugsplan verbinden zu müssen.

Weitere Reiseziele entdecken: Garching Bei München, Kirchheim Bei München, Pullach Im Isartal, München-Flughafen, Gräfelfing, Oberschleißheim, Planegg, Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Zur übergeordneten Reiseübersicht: München.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.