Schäftlarn lässt sich über unterschiedliche Schwerpunkte kennenlernen: Klosterkultur und Baugeschichte einerseits, Wege mit Bezug zur Isar andererseits. Dazu kommen die Geschichte des Neuchl-Anwesens und die Kirche St. Georg in Hohenschäftlarn. Sie können Ihren Aufenthalt nach kulturellem Interesse oder nach dem gewünschten Umfang eines Spaziergangs planen: Die beschriebenen Wege reichen von einer kurzen Runde bis zu einer Route mit angegebener Gehzeit.
Klosterkirche, Ensemble und Prälatengarten
Die Klosterkirche gilt als sehenswertes Rokokojuwel. Zugleich zählt sie wohl zu den gelungensten spätbarocken Sakralbauten in Süddeutschland. Zusammen mit dem 300 Jahre alten Klosterhauptbau bildet sie ein bedeutendes architektonisches Ensemble, das zu den herausragenden Kulturdenkmälern Oberbayerns zählt. Wichtig für Ihre Planung: Der Klosterhauptbau ist für Besucher nicht geöffnet.
Im Prälatengarten steht ein Springbrunnen, der von einer Quelle am nahegelegenen Berghang gespeist wird. Gebäude aus der Barockzeit und eine geschwungene Begrenzungsmauer aus derselben Zeit umgeben den Garten. Er ist ein Anziehungspunkt für Rosenliebhaber und für Menschen, die eine schöne Umgebung genießen möchten. Kirche, Garten und Hauptbau bieten damit unterschiedliche Blickwinkel auf die Klosteranlage: vom spätbarocken Sakralbau über die Architektur des Ensembles bis zur Gestaltung des Gartens.
Hofanwesen und Kirchengeschichte
Das Neuchl-Anwesen, auch Stallwastl genannt, wurde 1492 erstmals erwähnt. 1828 brannte es fast vollständig ab und wurde anschließend wiederaufgebaut. Das letzte authentisch erhaltene Kleinbauernhaus in Schäftlarn stammt aus dem Jahr 1829. Die Daten zeichnen eine lange Geschichte nach: Auf die erste Erwähnung folgten der Brand und der Wiederaufbau, bevor das Anwesen seine heutige Stellung als erhaltenes Kleinbauernhaus erhielt.
Auch St. Georg in Hohenschäftlarn bietet einen historischen Bezug. Die Kirche gehört zu den ältesten Filialkirchen der ehemaligen Klosterpfarrei Schäftlarn. Ihr heutiger Bau entstand von 1729 bis 1732 unter der Leitung des Münchner Maurermeisters Johann Georg Ettenhofer. Damit stehen bei einem kulturellen Schwerpunkt sowohl das Klosterensemble als auch die Baugeschichte einer weiteren Kirche im Ort zur Auswahl.
Spaziergänge und Isarweg
Gegenüber dem Klosterfriedhof beginnt ein kurzer Rundweg. Ein geteerter Weg führt den Hang hinauf, an der Kapelle „Maria Rast“ vorbei und anschließend am Berghang entlang. Unterwegs bietet sich ein Blick auf die Klosterkirche. Prüfen Sie vor dem Spaziergang die örtlichen Bedingungen.
Ein anderer Maßstab ist der 9,6 Kilometer lange Themenweg „Natur“ an der Isar. Er verläuft zwischen der Dürnsteiner Brücke bei Schäftlarn und dem Ickinger Wehr; als Gehzeit sind ungefähr drei Stunden angegeben. Der kurze Rundweg und diese längere Strecke unterscheiden sich damit sowohl im beschriebenen Umfang als auch in der genannten Gehzeit. So lässt sich die Wegwahl an der verfügbaren Zeit ausrichten, ohne dem kurzen Rundweg eine nicht angegebene Dauer zuzuschreiben.
Kloster Schäftlarn ist außerdem eine Station am Isarradweg, mit Kirche, Klosterstüberl und Biergarten. Für eine Planung zu Fuß ist der Rundweg mit seinem Blick auf die Klosterkirche eine eigene Möglichkeit; der Themenweg führt dagegen an der Isar entlang und hat benannte Endpunkte. Die Angaben zur Strecke beantworten damit unterschiedliche Fragen: ob Sie eine kurze Runde suchen oder eine Route mit ausgewiesener Länge und Gehzeit einplanen möchten.
Anreise und Besuchszeiten
Das Kloster Schäftlarn ist über die A 95 München–Garmisch-Partenkirchen und die Ausfahrt Schäftlarn erreichbar. Mit der S 7 fahren Sie bis zur Haltestelle Ebenhausen-Schäftlarn; von dort führt ein Fußweg zum Kloster. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Fahrplanangaben.
Für das Neuchl-Anwesen sind für 2026 Öffnungszeiten am ersten Samstag des Monats von Mai bis Oktober, jeweils von 14 bis 16 Uhr, angegeben. Wenn Sie das Anwesen in einem späteren Jahr besuchen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsinformationen.
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