Rennertshofen verbindet Baugeschichte im Markt mit einem ausgeschilderten historischen Rundgang; im weiteren Gemeindegebiet kommen das Wellheimer Trockental und die Donaustaustufe Bertoldsheim hinzu. Für die Reiseplanung lohnt sich deshalb eine klare räumliche Unterscheidung: Manche Themen liegen im Ort, andere sind im Ortsteil Mauern oder im Gemeindegebiet verortet. So lässt sich schon bei der Auswahl des Aufenthalts zwischen Ortsgeschichte, Radweg und Naturbezügen unterscheiden.
Historische Spuren im Markt
An der Marktstraße in Rennertshofen lassen sich mehrere Bauzeiten unterscheiden. Der Pfarrhof stammt aus dem Jahr 1680, die Bürgerhäuser an der Marktstraße aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und das Schulhaus aus dem 17. Jahrhundert. Die Daten zu diesen konkreten Gebäuden machen die zeitliche Spannweite der Ortsgeschichte greifbar. Seit April 2010 führt außerdem ein ausgeschilderter „Historischer Rundgang“ durch den Markt Rennertshofen. Während die Gebäude jeweils für eine bestimmte Bauzeit stehen, führt der Rundgang durch den Markt und bietet damit einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte.
In Mauern: Wallfahrt und Orientierung
In Mauern, einem Ortsteil von Rennertshofen, stehen eine überlieferte Wallfahrt und Informationen zu Landschaft und Natur im Mittelpunkt. Nach den Pestjahren 1632 und 1649 gelobten die Bürger von Burgheim eine jährliche Wallfahrt nach Mauern; sie wird bis heute durchgeführt. Das Infozentrum „Mauerner Höhlen“ bietet mit seinen Informationstafeln einen weiteren Zugang zu den Themen des Ortsteils. Die Tafeln informieren über die Mauerner Höhlen, das Urdonautal, Mauern, das angrenzende Naturschutzgebiet und das Naturdenkmal „Steinerner Mann“. So lassen sich die Wallfahrtstradition und die naturkundlichen Themen als unterschiedliche Aspekte des Ortsteils einordnen.
Trockental, Radweg und Gewässer im Gemeindegebiet
Das Wellheimer Trockental verläuft in großen Schleifen von Rennertshofen über Hütting nach Dollnstein. In Mauern verläuft der Altmühlradweg direkt am Infozentrum „Mauerner Höhlen“ – ein konkreter Bezugspunkt für die Orientierung auf dem Rad. Auch die Donaustaustufe Bertoldsheim gehört zum Gemeindegebiet: Sie wird seit Langem als Segelrevier genutzt. Der Stausee Bertoldsheim ist zudem als Überwinterungsplatz für Wasservögel von europäischer Bedeutung. Damit stehen in der Marktgemeinde sowohl ein weiter gefasster Talverlauf als auch besondere Bezüge zu Radweg, Wassersport und Vogelwelt im Blick.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Neuburg-Schrobenhausen
Im übergeordneten Reiseziel Neuburg-Schrobenhausen setzt das Residenzschloss Neuburg einen eigenen kulturhistorischen Akzent. Pfalzgraf Ottheinrich ließ die bedeutende Anlage der Frührenaissance von 1530 bis 1545 erbauen. Die Schlosskapelle gehört zu den ältesten protestantischen Kirchenbauten der Welt und besitzt Fresken von Hans Bocksberger aus dem Jahr 1543. Auch das Jagdschloss Grünau ist ein Beispiel der Frührenaissance. Zusammen erweitern diese Bauwerke den Blick auf historische Architektur im Reiseziel Neuburg-Schrobenhausen.
Landschaft im übergeordneten Reiseziel Neuburg-Schrobenhausen
Die Landschaft des Neuburg-Schrobenhausener Landes reicht von Felsformationen im Norden über den Auwald an der Donau und das Donaumoos bis zu den Spargelfeldern des Schrobenhausener Landes im Süden. Die Feuchtwiesen der Wiesenbrütergebiete im Donaumoos und im Paartal sind wichtige Lebensräume für Großen Brachvogel, Kiebitz, Wiesenpieper, Grauammer, Braunkehlchen, Wachtelkönig und Bekassine. Am Antoniberg ist die gesamte Fläche als Naturdenkmal geschützt. Eine Allee alter Linden führt dort zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Donau und die umliegenden Donauauen. Die 2015 errichtete Installation „Durchblick“ macht den genauen Standort der im Flussbett nachgewiesenen, von den Römern errichteten 500 Meter langen Donaubrücke erfahrbar.
Weitere Reiseziele entdecken: Ehekirchen, Neuburg An Der Donau, Weichering, Karlskron, Schrobenhausen
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neuburg-Schrobenhausen.