Lamerdingen lässt sich über mehrere konkrete Motive erschließen: den Grünzug an der Gennach, sakrale Bauwerke mit benannten Architektur- und Kunstmerkmalen und eine Radroutenführung, die durch den Ort führt. Für die Ortswahl können Sie diese Themen auseinanderhalten: Der Fluss bildet einen Landschaftsbezug, die Kirchen und der Kapellenbildstock stehen für Bau- und Kunstgeschichte, und die Schlossparkradrunde bringt eine konkrete Route ins Spiel.
Gennach und Radfahren
Die Gennach durchfließt Lamerdingen und bildet dort mit ihrem seitlichen Baumbestand einen linearen Grünzug. Der Flussraum ist damit ein klar umrissenes Landschaftsmotiv innerhalb des Ortes. Für Radfahrende gibt es außerdem einen konkreten Routenbezug: Der dritte Abschnitt der Schlossparkradrunde im Allgäu führt über Buchloe nach Lamerdingen und Gennach. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Routenbedingungen.
Kirchen und Baugeschichte
Die Pfarrkirche St. Martin gilt als besonders sehenswert und besteht in Lamerdingen seit dem 11. Jahrhundert; bereits 1067 wurde sie erwähnt. Die Jahreszahl bezeichnet eine frühe Erwähnung und steht neben der allgemeinen zeitlichen Einordnung der Kirche. Zu ihren baulichen Merkmalen gehört ein spätbarocker Laternenturm. In St. Martin befindet sich zudem das große Fresko „Tod und Verklärung des Hl. Martin“.
In Großkitzighofen steht St. Stephan. Der Turm ist rund 50 m hoch und gilt als höchstes Gebäude der Gemeinde Lamerdingen. Ein Deckengemälde von Johann Baptist Enderle stammt aus dem Jahr 1737. So lassen sich an St. Stephan Architektur und datierte Kunst getrennt betrachten: Die ungefähre Höhe beschreibt den Turm, das Jahr 1737 das Gemälde.
Ein anderes Beispiel religiöser Baukultur ist der Kapellenbildstock in Lamerdingen. Er gilt als bedeutendes, in seiner Gestaltung seltenes Baudenkmal barocker Volksfrömmigkeit und befindet sich in Privatbesitz. Seine Renovierung wurde im Juli 2017 abgeschlossen und mit einer Segnung gefeiert. Neben den Pfarrkirchen ergänzt er die örtlichen Bauwerke um ein Denkmal mit eigener Gestaltung und Geschichte.
Das übergeordnete Reiseziel Ostallgäu
Ostallgäu ist der größere regionale Rahmen, der sich von den örtlichen Merkmalen Lamerdingens unterscheiden lässt. Im Südwesten gehören die Berge des Landkreises Ostallgäu zum Vilser Gebirge, im Südosten zum Ammergebirge. Die Hochplatte ist mit 2.082 Metern der höchste Berg des Ostallgäus. Diese Angaben beschreiben die Landschaft des übergeordneten Reiseziels, nicht die unmittelbare Ortslandschaft Lamerdingens.
Auch die Rad- und Wanderangebote auf dieser regionalen Ebene sind eigenständig zu betrachten. Die RadReiseRegion Ostallgäu umfasst Regionalrouten von 25 bis 76 Kilometern, die durchgängig beschildert sind und jeweils ein eigenes Thema haben. Im Ostallgäu gibt es außerdem 32 Ortsrouten zum Wandern, die besondere Schätze in Natur und Orten zeigen. Für Ihre Planung ist damit zunächst die Entscheidung zwischen Rad- und Wanderrouten hilfreich; die Route durch Lamerdingen bleibt davon als eigener, konkret benannter Abschnitt der Schlossparkradrunde zu unterscheiden.
Ein weiterer regionaler Bezug ist der Forggensee. Der Forggensee-Radrundweg führt rund um den See. Mit mehr als 15 km² ist der Forggensee Bayerns fünftgrößter See und Deutschlands größter Stausee. In der Sommersaison bietet die Forggensee-Schifffahrt regelmäßig Touren an. Wenn Sie eine Fahrt einplanen, prüfen Sie den Fahrplan für die passende Sommersaison.
Weitere Reiseziele entdecken: Schwangau, Rieden am Forggensee, Pfronten, Pforzen, Oberostendorf, Seeg, Kaufbeuren, Buchloe.
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