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Geisenfeld verbindet einen Naturraum nördlich der Stadt mit Kunst im Stadtraum und einer Stadtpfarrkirche, deren Geschichte bis zur 1030 gegründeten Benediktinerinnen-Abtei zurückreicht. Im knapp 150 Hektar großen Naturschutzgebiet Nöttinger Viehweide - Badertaferl führen ausgeschilderte Wege durch eine seltene Heidelandschaft der Donauniederung. Ein Kunstspaziergang durch Innenstadt und Ilmauen endet im Sinnesgarten; in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt kommen spätgotische Fresken und das Gnadenbild der Anna-Selbdritt hinzu. Damit stehen Natur, Kunst und Kirchenkunst als unterschiedliche Themen für einen Aufenthalt zur Auswahl.

Heidelandschaft und Wege nördlich der Stadt

Das Naturschutzgebiet Nöttinger Viehweide - Badertaferl liegt nördlich von Geisenfeld. Es umfasst knapp 150 Hektar und ist eine Heidelandschaft, wie sie in der Donauniederung selten ist. Ausgeschilderte Wanderwege führen durch das Gelände. Wer für den Aufenthalt einen Schwerpunkt im Freien sucht, kann hier die ausgewiesenen Wege durch den Naturraum wählen. Beachten Sie dabei die Regeln des Naturschutzgebiets.

Kunstspaziergang durch Innenstadt und Ilmauen

Ein Kunstspaziergang führt durch die Innenstadt und die Ilmauen zu den modernen Open-Air-Kunstwerken Grüner Mann, Storchendenkmal und Nepomuk-Statue. Auch der Begehbare Baum gehört zu den Stationen; der Spaziergang endet im Sinnesgarten. Die Abfolge gibt dem Gang durch Stadt und Ilmauen einen klaren kulturellen Schwerpunkt und verbindet die Werke mit einem besonderen Ziel am Ende.

Im Sinnesgarten führen Barfußwege über Holzplanken, Kiesel und Sand. Dazu kommen duftende Kräuterbeete mit Lavendel, Rosmarin und Minze. Die unterschiedlichen Oberflächen und Kräuter ergänzen die Kunstwerke um einen eigenen Gartenbereich. So hält der Kunstspaziergang neben den Skulpturen und Denkmälern auch einen sinnlichen Abschluss bereit.

Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt: Fresken und Wallfahrt

Graf Eberhard II. und Adelheid, seine Gemahlin, stifteten die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Jahrhundertelang war sie die Klosterkirche der Benediktinerinnen-Abtei, die 1030 gegründet wurde. Im Chorraum entstanden 1516 spätgotische Fresken. 1602 wurden die Malereien überputzt; ein Teil davon wurde 1971 wieder freigelegt. Die freigelegten Fresken gelten als kunsthistorische Besonderheit.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im nördlichen Seitenschiff: Dort befindet sich die Anna-Kapelle mit dem spätgotischen Gnadenbild der Anna-Selbdritt. Es wird bis heute in einer kleinen lokalen Wallfahrt verehrt. Die Geschichte der Kirche umfasst damit sowohl ihre frühere Rolle als Klosterkirche als auch die Wandmalereien und eine fortdauernde religiöse Tradition.

Museum, Markt und Kirchenkunst in Ainau

Die Sammlung des Hallertauer Hopfen- und Heimatmuseums umfasst historische Werkzeuge des Hopfenbaus, eine Schusterei, einen Kramerladen und eine Schmiede. Hinzu kommen eine paläontologische Abteilung, archäologische Funde und regionale Trachten. Die Sammlung wird in reduzierter Form gezeigt; Besuche sind nach Vereinbarung möglich. Ihre Themen reichen damit von der Hopfenarbeit und dem Handwerk bis zu Funden und regionaler Kleidung.

In Ainau zählt das gut erhaltene romanische Portal der Pfarrkirche St. Ulrich zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten im Landkreis. Kunstsachverständige schätzen es hoch. Ab Mitte Mai gibt es in Geisenfeld außerdem einen Wochenmarkt mit regionalen Produkten und Direktvermarktern. Wer zu dieser Zeit kommt, kann den Markt als weiteren, saisonal beginnenden Akzent in die Aufenthaltsplanung aufnehmen.

Im übergeordneten Reiseziel Pfaffenhofen An Der Ilm

Auf Landkreisebene erweitert sich der Blick auf weitere Landschaften und Aktivitäten. Im südlichen Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm prägt tertiäres Hügelland mit sanften Höhen und Tälern das Landschaftsbild. Im Landkreis gibt es gut ausgeschilderte Radwege in den Flusstälern sowie Thementouren rund um Spargel und Hopfen. Themenwanderwege und Spazierpfade finden sich in vielen Gemeinden. Diese Angebote beschreiben den Landkreis und ergänzen den lokalen Blick auf Geisenfeld um weitere regionale Möglichkeiten.

In Wolnzach vermittelt das Deutsche Hopfenmuseum mehr als 1.000 Jahre Hopfengeschichte. Es zeigt alte Hopfen-Waagscheine und führt in die Tätigkeit des Bierbrauens ein. Im Landkreis werden außerdem Stadtführungen durch historische Gassen, Hopfenhofführungen und Kräuterführungen angeboten. So stehen neben den Geisenfelder Kunst- und Kirchenmotiven auch eigenständige Themen der übergeordneten Region zur Auswahl.

Weitere Reiseziele entdecken: Gießübel, Vohburg An Der Donau, Gerolsbach, Reichertshofen, Pfaffenhofen An Der Ilm, Baar-Ebenhausen, Schweitenkirchen, Reichertshausen.

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