Bach a.d.Donau verbindet Weinbaugeschichte mit einem Museum, einem Weinlehrpfad und örtlichen Bauwerken. Der Ort liegt im kleinsten Weinbaugebiet Bayerns entlang der Donau. Dieses umfasst etwa 4 Hektar und derzeit rund 20 Winzer. Die Zahlen sind ungefähre Größenordnungen und geben einen Rahmen für das regionale Weinbauthema. Für die Wahl eines Reiseziels können Sie so verschiedene Interessen abwägen: Weinbau und seine Geschichte stehen neben der Baugeschichte der Pfarrkirche.
Baierwein im Museum und im Freien
Das frühere Kelterhaus, später BaierWeinMuseum, ist ein eingeschossiger Flachsatteldachbau aus der Spätgotik, vermutlich aus dem 15. oder 16. Jahrhundert. Eine zentrale Ausstellung des Museums ist eine Baumpresse aus dem Jahr 1615, die zu den ältesten Weinpressen Deutschlands zählt. Die beiden Zeitangaben geben unterschiedliche Anhaltspunkte: Die Entstehung des Gebäudes wird auf zwei mögliche Jahrhunderte eingegrenzt, während für die Presse ein genaues Jahr genannt ist.
Im Museum sind außerdem Werkzeuge für die Weinbergsarbeit und den Pflanzenschutz zu sehen. Zur Weinbereitung ausgestellte Geräte sind eine Traubenmühle, eine Spindelpresse und ein Weinfilter. Damit umfasst der Blick auf den Baierwein sowohl Arbeiten im Weinberg als auch Geräte zur Verarbeitung. Der Weinlehrpfad des Museums stellt die wichtigsten weißen und roten Rebsorten der Region vor. Dafür gibt es Informationstafeln sowie Präsentationen auf dem Außengelände des Museums: Der Lehrpfad ergänzt die Ausstellungsstücke um einen Zugang im Freien.
Auch die Anfahrt mit dem Fahrrad ist beschrieben: Sie erreichen das BaierWeinMuseum über den Donauradweg oder den Donau-Panorama-Radweg, wenn Sie der Beschilderung „Weinroute“ folgen. Die beiden genannten Routen und die Wegweisung geben Radreisenden konkrete Orientierung für den Zugang zum Museum.
Pfarrkirche Mariä Geburt
Eine weitere örtliche Perspektive bietet die katholische Pfarrkirche Mariä Geburt in Bach a.d.Donau. Sie besitzt ein Langhaus und einen Chor mit eingezogenem Chor und Chorturm. Die Kirche wird auf 1712 datiert, während das Langhaus von 1979 stammt. Die beiden Jahresangaben beziehen sich damit auf unterschiedliche Teile beziehungsweise Einordnungen der Kirche. Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann diese Datierung neben die vorsichtige Einordnung des ehemaligen Kelterhauses stellen: Die Angaben umfassen verschiedene Bauwerke und unterschiedliche Zeiträume.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Regensburg
Im übergeordneten Reiseziel Regensburg gibt es weitere eigenständige Kultur- und Naturthemen. Die Walhalla ist eine klassizistische Gedenk- und Ehrenhalle an der Donau. Seit 1842 werden dort bedeutende Deutsche und mit der deutschen Geschichte verbundene Persönlichkeiten durch Marmorbüsten und Gedenktafeln geehrt. Außen prägt eine dorische Gestaltung mit 52 Säulen den Bau.
Ein anderer Schwerpunkt ist der Nepal-Himalaya-Park in Wiesent. Der neun Hektar große Park verbindet asiatische Kultur und Natur mit einem nepalesischen Tempel, einem artenreichen Staudenpark und zahlreichen asiatischen Kunstwerken. Die Anlage umfasst außerdem einen Himalaya- und einen Chinagarten sowie mehr als 6.200 verschiedene Pflanzenarten. Diese Beispiele gehören zum übergeordneten Reiseziel Regensburg; in Bach a.d.Donau stehen dagegen der Baierwein, das Museum und die örtliche Baugeschichte im Mittelpunkt.
Weitere Reiseziele entdecken: Lappersdorf, Bernhardswald, Holzheim, Zeitlarn, Barbing, Regenstauf, Brennberg, Regensburg.
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