Kallmünz lässt sich aus zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven planen: zu Fuß zwischen Markt und Schlossberg oder auf dem Wasser entlang der Kanuetappen von Vils und Naab. Der Skulpturenweg verbindet zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum mit einem Weg durch die Marktbereiche und hinauf zum Schlossberg; die erhaltene Burgruine erzählt von einer Besiedlung, die weit vor das Mittelalter zurückreicht.
Kunst im öffentlichen Raum und ein Themenweg
Der Skulpturenweg Kallmünz führt eine vielfältige Sammlung zeitgenössischer Skulpturen zusammen, die in den vergangenen Jahrzehnten dauerhaft im öffentlichen Raum entstanden sind. Der empfohlene Rundweg beginnt am alten Nettoparkplatz in der Dinauer Straße 6, führt durch den Inneren Markt, steigt etwa 150 Höhenmeter zum Schlossberg an und verläuft weiter in den Äußeren Markt. Der Anstieg gehört damit ebenso zur Routenplanung wie die Kunst. Einige Werke, insbesondere auf dem Schlossberg, sind nur eingeschränkt barrierefrei erreichbar.
Eine andere thematische Wahl ist der Kallmünzer Abschnitt des Obsterlebniswegs Hemau–Beratzhausen–Kallmünz. Dieser etwa 2,5 Kilometer lange Spazierweg dreht sich um „Obstholz als Nutzholz“ und darum, wonach Künstler, Designer und Wetterfrösche in Fruchtgehölzen suchen. Sein Schwerpunkt unterscheidet sich klar vom Skulpturenweg: Hier steht das Thema Obstgehölze im Mittelpunkt, dort eine Sammlung zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum.
Burgruine mit langer Geschichte
Die Besiedlung des Schlossbergs in Kallmünz reicht bis in die Vorgeschichte zurück; die erste Befestigung entstand im 10. Jahrhundert. Zur erhaltenen Burgruine gehören ein runder, zweimal gestufter Bergfried mit Hocheingang, eine nördlich an den Palas angebaute Kapelle und ein noch zweigeschossig erhaltener Palas mit Blick auf den Markt. Die Bauteile geben der Ruine ihre konkrete architektonische Gestalt: Neben dem gestuften Bergfried gehören auch Kapelle und Palas zur Anlage.
Mehrere Wege führen von Kallmünz zur Burgruine. Über die Burgensteige-Wege ist sie außerdem mit mehr als 40 Burgen im Regensburger Land vernetzt. Das sind zwei Maßstäbe der Wegeplanung: die Zugänge von Kallmünz zur Ruine und das weiter reichende Burgensteige-Netz.
Kanuetappen auf Naab und Vils
Auch auf dem Wasser nimmt Kallmünz unterschiedliche Rollen ein. Die fünfte Kanuetappe auf der Naab führt von Kallmünz nach Mariaort. Auf der Vils ist die Strecke von Hahnbach bis Kallmünz etwa 55 Kilometer lang und lässt sich in ungefähr sechs Etappen teilen; die letzte führt von Dietldorf nach Kallmünz. Dort mündet die Vils in die Naab. Für die Etappenplanung ist dieser Unterschied hilfreich: Auf der beschriebenen Vilsstrecke ist Kallmünz Ziel, bei der fünften Naab-Etappe Startpunkt.
Für die Naab-Kanuetappe sind das Steinwehr Kallmünz sowie die Naabbrücke südlich von Kallmünz an der Zufahrt Gessendorfer Straße als Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten ausgewiesen. Bei Kilometer 22,1 ist am Steinwehr unterhalb des Wehrs Treideln möglich. An der Einmündung der Vils in die Naab gibt es Parkmöglichkeiten. Prüfen Sie die Routenhinweise vor der Fahrt und beziehen Sie die Treidelstelle in die Etappenplanung ein.
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