Der 612 Meter hohe Jugenberg gilt als Nittenaus Hausberg. An seinen Flanken gibt es Waldwege und Felsgruppen; der Berg ist ein Ausflugsziel für Wanderer. Die städtische Wander- und Freizeitkarte von 2024 verzeichnet im Gemeindegebiet außerdem mehr als 100 Kilometer ausgewiesene Wanderwege. So lässt sich Nittenau als Ziel für einen Aufenthalt wählen, in dem Naturwege und Stadtgeschichte verschiedene Schwerpunkte setzen.
Wandertouren nach Länge und Profil
Die Touren bieten unterschiedliche Distanzen und Profile. Der Jugenberg-Rundweg ist 12,4 Kilometer lang, als mittelschwer eingestuft, weist 404 Höhenmeter auf und dauert vier Stunden. Ebenfalls mittelschwer ist der Ritter- und Geisterpfad: Er misst 12,1 Kilometer, hat 305 Höhenmeter und beginnt am Parkplatz Stefling. Beide Rundwege sind damit ähnlich lang und gleich eingestuft; der Höhenmeterumfang und der Startpunkt unterscheiden sie. Für Ihre Planung gibt es so mehrere konkrete Vergleichspunkte, ohne die Streckenlänge allein als Maß für den Tourencharakter zu nehmen.
Eine kürzere Strecke ist der Rundweg In der Regenaue: Er ist 5,6 Kilometer lang, beginnt am Kirchplatz und dauert etwa eine Stunde und 30 Minuten. Der Zuweg 25 A führt dagegen über 10,1 Kilometer von Nittenau über Sollbach zum Goldsteig. Er ist als leicht eingestuft und weist 148 Höhenmeter auf. Damit ist er länger als die Runde In der Regenaue, hat jedoch eine andere Schwierigkeitsstufe. Vergleichen Sie bei der Wahl daher neben den Kilometern auch Einstufung und Höhenmeter. Beim Rundweg In der Regenaue steht außerdem eine ungefähre Dauer zur Verfügung.
Zum Wegenetz gehört auch der Biotoplehrpfad Der Bunte Weg, der Bestandteil des Themenwegs In der Regenaue und stadtnah ist.
Stadtgeschichte und Kultur
Auf dem Marktplatz steht der Storchenturm, der wahrscheinlich im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Im Stadtmuseum Nittenau ist eine Kopie der Urkunde ausgestellt, die Nittenaus erste Erwähnung im Jahr 1007 dokumentiert. Ein Holzmodell rekonstruiert anhand des Grundrisses eines Katasterblatts von 1832 eine Vielzahl von Häusern. Turm, Urkundenkopie und Modell bieten unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes: vom historischen Bauwerk über die erste Erwähnung bis zur nachgebildeten Stadtansicht.
Zu den historischen Burgen und Schlössern Nittenaus zählen Burg Hof am Regen, Burg Stockenfels und Schloss Stefling. Auch das Festspiel „Geisterwanderung“ verbindet Kultur mit einem Weg durch die Landschaft: Dabei wandern die Zuschauer durch das Regental zu drei Schauplätzen.
Für Ihre Reiseentscheidung stehen damit verschiedene Schwerpunkte nebeneinander: längere mittelschwere Runden, eine kürzere Tour, ein als leicht eingestufter Zuweg und historische Sehenswürdigkeiten. Richten Sie die Auswahl danach aus, ob Wandern oder Stadtgeschichte Ihren Aufenthalt in Nittenau prägen soll.
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