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Stulln bietet zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen kulturgeschichtlichen Aufenthalt: den barocken Hochaltar der Alten Pfarrkirche Sankt Stephanus und die Mineralogische Sammlung in der Mehrzweckhalle, die nur auf Anfrage zu besichtigen ist. Die Ortsgeschichte reicht außerdem zu einem früheren Gotteshaus zurück, das zu Beginn des 15. Jahrhunderts während des Hussitensturms zerstört wurde. So gehören Kunst, geschichtliche Zeitschichten und ein vorab anzufragender Sammlungstermin zu den Themen, die Sie bei Ihrer Planung berücksichtigen können.

Kirchenkunst und Zeitspuren in Stulln

Der barocke Hochaltar der Alten Pfarrkirche Sankt Stephanus dürfte im 18. Jahrhundert geschaffen worden sein. Zu seinen konkreten Merkmalen zählen zwei gedrehte Säulen, die mit Weinlaub umwunden sind, sowie seitliches Rankenwerk. Die gedrehte Form bringt Bewegung in den Säulenaufbau; Weinlaub und Ranken ergänzen ihn um pflanzliche Ornamente. Damit bietet der Altar einen architektonischen Schwerpunkt, bei dem sich sowohl die Gestaltung als auch die vorsichtig angegebene Entstehungszeit betrachten lassen.

Ein weiterer historischer Zeithorizont ist das frühere Gotteshaus in Stulln, das zu Beginn des 15. Jahrhunderts während des Hussitensturms zerstört wurde. Neben der wahrscheinlichen Entstehungszeit des barocken Altars steht damit ein Ereignis aus mehreren Jahrhunderten zuvor. Diese beiden Zeitbezüge geben der Ortsgeschichte unterschiedliche Anknüpfungspunkte, ohne dass sich daraus eine weitergehende Baugeschichte ableiten lässt.

Sammlung auf Anfrage und Bergbaugeschichte

Die Mineralogische Sammlung in der Mehrzweckhalle Stulln eröffnet einen anderen thematischen Zugang als die Kirchenkunst. Sie ist nur auf Anfrage zu besichtigen. Wenn Sie die Sammlung einplanen möchten, fragen Sie den Besuch daher vorab an; als spontanen Zwischenstopp sollten Sie ihn nicht voraussetzen.

Im näheren Umfeld von Stulln renovierte Konrad Reichhart den Reichhart-Schacht in sechsjähriger Bauzeit und baute in 30 Metern Tiefe einen alten Gang für Besucher aus. Im Mai 1996 wurde dieser Gang für die Öffentlichkeit freigegeben. Die Bergbaugeschichte ergänzt so die Orts- und Architekturthemen um eine weitere Perspektive. Wer den Schacht in die Reiseplanung aufnehmen möchte, sollte seine aktuelle Zugänglichkeit vorab klären.

Der weitere Reisehorizont Schwandorf

Wenn Sie Ihre Planung über Stulln hinaus auf das übergeordnete Reiseziel Schwandorf ausweiten, kommt ein größerer regionaler Rahmen hinzu. Der Landkreis Schwandorf ist ein Urlaubsgebiet im Oberpfälzer Wald in Bayern. Das Oberpfälzer Seenland im Landkreis Schwandorf ist eine von Wasser und vielfältiger Landschaft geprägte Region. Diese Beschreibung der Region ergänzt die konkreten Orts- und Kulturthemen Stullns um eine landschaftliche Perspektive.

Auch Geologie und Naturschutz bilden eigenständige Themen im Landkreis Schwandorf. Der Gneis am Hochfels wurde in die bayerische Bestenliste der 100 schönsten Geotope aufgenommen. Das Naturschutzgebiet Wald- und Heidelandschaft bildet einen wertvollen Rückzugsraum für Arten, die auf stärker bewachsenen und nährstoffreicheren Standorten nicht überlebensfähig sind. So stehen im übergeordneten Reiseziel Schwandorf Wasserlandschaft, Geologie und die Funktion eines Schutzgebiets als unterschiedliche Anknüpfungspunkte nebeneinander.

Radweg und Anreise im Landkreis Schwandorf

Der Weiher-Radweg ist rund 9 Kilometer lang und in beide Richtungen durchgehend beschildert. Er verbindet Schwandorf mit dem Murner See und führt durch das Naturschutzgebiet Charlottenhofer Weiher. Für die Einordnung der Strecke sind damit sowohl ihre ungefähre Länge als auch die beiden Endpunkte und der Verlauf durch das Schutzgebiet konkret benannt.

Für die Anreise zum Freilandmuseum Oberpfalz gibt es im Landkreis Schwandorf die BAXI-Museumslinie 8402. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. Radweg und Museumslinie beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Der Weiher-Radweg verbindet Schwandorf und den Murner See, während die BAXI-Museumslinie für die Anreise zum Freilandmuseum Oberpfalz genannt ist. Beides gehört zum regionalen Reisehorizont Schwandorf und ist nicht mit einer Verbindung innerhalb Stullns gleichzusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Oberviechtach, Schönsee, Thanstein, Burglengenfeld, Schwarzenfeld, Teublitz, Bodenwöhr, Nittenau

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schwandorf.

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