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Schongau bietet mehrere unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt: Die mittelalterlich geprägte Altstadt liegt auf einer Anhöhe, ihre gut erhaltene Stadtmauer eröffnet weite Blicke auf die umliegende Natur. Dazu kommen historische Kirchen und ein Museum, ein Märchenwald sowie das Erlebnisbad Plantsch. So können Sie bei der Planung zwischen Stadtgeschichte, Kultur und Freizeitangeboten wählen, statt alles unter ein einziges Thema zu fassen.

Altstadt und Geschichte

Ein längerer Abschnitt der Stadtmauer wurde saniert und begehbar gemacht. Wer sich für die Handelsgeschichte interessiert, findet im Ballenhaus einen konkreten Anknüpfungspunkt: Die bayerischen Herzöge erteilten der Stadt 1405 die Genehmigung für eine Warenniederlage. 1420 wurde das Ballenhaus als Schranne zur Lagerung von Waren errichtet. Die unterschiedlichen Jahreszahlen benennen also zwei Schritte: erst die Genehmigung, dann das Gebäude.

Im Ballenhaus findet jeden Freitag ab 10 Uhr ein Weißwurstfrühstück mit Weißwürsten, Brezn und süßem Senf statt. Wenn Sie dieses wiederkehrende Angebot für Ihren Besuch einplanen, prüfen Sie vorab den Termin. Das Stadtmuseum Schongau wurde 1891 als eines der frühen Heimatmuseen in Bayern gegründet. Zu seinen gezeigten Werken zählt der Häringer Hausaltar aus der Hofkapelle von Windkreut in der Gemeinde Peißenberg, ein Werk des bayerischen Rokoko.

Kirchen und wechselnde Krippenszenen

Die Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt, auch „Zu Unserer Lieben Frau“ genannt, ist das älteste christliche Gotteshaus auf dem Hügel der neuen Stadt Schongau. Seit 1988 wird dort ganzjährig eine Jahreskrippe mit biblischen Szenen gezeigt; die Darstellungen wechseln alle vier bis sechs Wochen. Das macht den Wechsel der Szenen selbst zu einem besonderen Merkmal dieses Kirchenbesuchs.

Auch die Baugeschichte des Karmelitenklosters lässt sich zeitlich gut einordnen: Die unbeschuhten Karmeliten gründeten 1719 ein Kloster in Schongau; Kloster und Kirche wurden anschließend von 1720 bis 1725 erbaut. In der Heilig-Geist-Spitalkirche steht eine kleine Barockorgel, deren heutige Form der Schongauer Orgelbauer Ferdinand Stückl 1725 schuf.

Plantsch, Märchenwald und Lechsee

Plantsch Badespaß und Saunaland ist ein Erlebnisbad für alle Altersgruppen. Das Warmwasser-Wellness-Außenbecken hat 219 Quadratmeter Wasserfläche und ist 1,30 Meter tief; hinzu kommt ein Wildwasser-Strömungskanal. Die 90 Meter lange Reifenrutsche ist mit Rutschzeitmessung sowie Sound- und Lichteffekten ausgestattet. Diese konkreten Merkmale unterscheiden den Badetag von einem Ausflug, bei dem Stadtgeschichte oder Kirchen im Mittelpunkt stehen.

Im Schongauer Märchenwald werden Märchendarstellungen und Erzählungen zu bekannten Märchen der Brüder Grimm gezeigt; außerdem bietet der Märchenwald einen Walderlebnispfad. Eine andere Perspektive auf die Stadt und den Lech eröffnet eine Runde mit dem historischen Fernhandelsfloß auf dem Schongauer Lechsee. Dabei berichten Stadtführer vom Leben der einstigen Flößer und vom Lebensraum am Lech.

Anreise und weiterer regionaler Blick

Der Bahnhof Schongau ist der Endpunkt der von Weilheim kommenden Pfaffenwinkelbahn. Über Weilheim bestehen Anschlüsse in Richtung München und Garmisch-Partenkirchen; für die konkrete Anreise sollten Sie den Fahrplan prüfen.

Das übergeordnete Reiseziel Weilheim-Schongau liegt in der Reiseregion Pfaffenwinkel. Als eigener regionaler Kulturpunkt gehört die Wieskirche bei Steingaden in diesen weiteren Blick: Sie wurde von 1745 bis 1754 von Dominikus Zimmermann erbaut und ist seit 1983 UNESCO-Welterbestätte. Dort laden Gottesdienste, Sommerkonzerte und stille Einkehr ein; bei den Gottesdiensten und Konzerten können die Termine variieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Eberfing, Raisting, Weilheim In Oberbayern, Huglfing, Oberhausen, Penzberg, Polling, Peißenberg

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weilheim-Schongau.

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