In Penzberg treffen Kunst, Bergbaugeschichte und Landschaft aufeinander. Zwei Museen setzen unterschiedliche historische Akzente; die Berghalde und der Eitzenberger Weiher zeigen wiederum verschiedene Seiten der Umgebung. So können Sie Ihre Reise danach ausrichten, ob Sie sich besonders für Campendonk, die Erinnerung an den Bergbau oder Wege und Plätze im Freien interessieren.
Campendonk und Penzberger Stadtgeschichte
Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk widmet seine Dauerausstellung der NS-Zeitgeschichte und der sogenannten „Penzberger Mordnacht“. Zugleich zeigt es die weltweit größte Ausstellung von Werken Heinrich Campendonks. Dazu gehören Bilder, Zeichnungen und leuchtende Hinterglaswerke. Campendonk war der einzige Künstler der Vereinigung „Blauer Reiter“, der Penzberg in seinen Bildern verewigte.
Eine rekonstruierte Bergarbeiterwohnung aus der Zeit um 1920 ergänzt die Ausstellung um einen weiteren Blick auf die Stadtgeschichte. Sie befindet sich in einem denkmalgeschützten Altbau. Kunst, Zeitgeschichte und die Wohnperspektive aus der Bergbauzeit stehen damit als unterschiedliche Museumsthemen nebeneinander.
Bergbaugeschichte vor Ort
Das Bergwerksmuseum Penzberg liegt in der Karlstraße 36, im Rückgebäude der Realschule und im Untergeschoss. Der Zugang führt über den Schulhof. Vom Bahnhof Penzberg ist das Museum zu Fuß in ungefähr zehn Minuten erreichbar. Prüfen Sie vor dem Besuch die Zugangsmodalitäten und beziehen Sie die ungefähre Gehzeit sowie aktuelle Zugverbindungen in Ihre Anreiseplanung ein.
Im übergeordneten Reiseziel Weilheim-Schongau bewahrt das Bergwerksmuseum Penzberg die Erinnerung an den Pechkohlebergbau in Penzberg, der von 1796 bis 1966 betrieben wurde. Eine zweite Möglichkeit, sich mit der Bergbaugeschichte zu befassen, ist der Bergbau-Rundweg: Der Bergknappenverein Penzberg hat ihn eingerichtet. An 13 Stationen werden frühere Einrichtungen des Bergwerks gezeigt und beschrieben.
Berghalde und Eitzenberger Weiher
Die Berghalde entstand 1974 aus den ehemaligen Schutthügeln des Bergwerks und wurde zu einer grünen Oase mitten in Penzberg. Auf dem Plateau gibt es Spazier- und Walkingwege; von dort reicht der Panoramablick über das Loisach-Kochelseemoos bis zur Alpenkette. Hier verbinden sich der frühere Bergbauursprung des Geländes und sein heutiger Charakter als grüner Freiraum.
Im Nordwesten Penzbergs liegt der Eitzenberger Weiher, ein kleiner Moorsee in einer sanften Wald- und Hügellandschaft. Zu seinem Landschaftsbild gehören das seidige Wasser, ein fest verankertes Floß und mehrere Badestege. Der Weiher ist gut fünf Hektar groß und zehn Meter tief; daneben gibt es mehr als 18.000 Quadratmeter gepflegte Liegewiese. Im Vergleich zur Berghalde stehen hier der See und seine Uferbereiche im Mittelpunkt, dort Plateauwege und Fernblick.
Anreise und Wegeplanung
Das Stadtbuskonzept umfasst vier Linien zur Erschließung einzelner Stadtteile. Die Linien 940 und 941 sowie zwei Direktlinien beginnen und enden grundsätzlich im Stadtzentrum und am Bahnhof. Linienverläufe und Fahrpläne können sich ändern; prüfen Sie deshalb vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.
Für Touren enthält die Rad- und Wanderkarte Penzberg Vorschläge rund um die Stadt bis nach Weilheim, Bernried, Bad Tölz und Kochel am See sowie Fern- und Wanderwege. Die Karte eröffnet damit eine größere Auswahl als die Wege auf der Berghalde allein. Da sich Routenverläufe und Kartenausgaben ändern können, prüfen Sie vor einer Tour die aktuelle Ausgabe.
Weitere Reiseziele entdecken: Seeshaupt, Altenstadt, Wessobrunn, Huglfing, Rottenbuch, Bernbeuren, Habach, Wielenbach
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weilheim-Schongau.