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Wessobrunn lässt sich über mehrere Themen entdecken: das ehemalige Benediktinerkloster, Kunst in Kirchen und Kapellen, die Drei Quellen und eine bemerkenswerte Linde. Diese unterschiedlichen Schwerpunkte geben Ihrem Aufenthalt eine klare Wahl zwischen Bau- und Kunstgeschichte und Natur. Wer beides verbinden möchte, findet im Ort sowohl Zeugnisse der Klostergeschichte als auch markante Landschaftsmerkmale.

Kloster, Quellen und Kunstwerke

Das Kloster Wessobrunn ist ein bedeutendes ehemaliges Benediktinerkloster Altbayerns. Seine erhaltenen Innenräume weisen barocke Stuckaturen und Raumdekorationen auf. Führungen durch den Prälatentrakt umfassen die Besichtigung des Magdalenensaals und des Tassilosaals. Prüfen Sie den aktuellen Führungstermin vor Ihrer Anreise. Einen weiteren Zugang zur Ortsgeschichte bietet das Informationszentrum im alten Rathaus, dem früheren Schulhaus von Wessobrunn. Es stellt die Geschichte des Klosters und die Bedeutung der Wessobrunner Künstler vor. Die saisonalen Öffnungszeiten sollten Sie vor Ihrem Besuch prüfen.

An den Drei Quellen fließen die Quellen in Kreuzesform zusammen; über viele Jahrhunderte hinweg wurden sie verehrt. Die offene, dreibögige Brunnenhalle wurde 1735 nach Plänen von Joseph Schmuzer erbaut. In ihr befinden sich ein Gemälde zur Gründungslegende und eine Klosteransicht nach dem Idealplan von Johann Schmuzer. Die Halle verbindet so ihre besondere Form mit Motiven aus der Klostergeschichte.

Auch die Kirchen und Kapellen geben Einblick in verschiedene Epochen und künstlerische Arbeiten. In der Pfarrkirche St. Johannes Baptist schuf Thassilo Zöpf die Stuckausstattung und die Altäre; Johann Baptist Baader malte die Fresken in den Jahren 1758 und 1759. Dort befindet sich außerdem das spätromanische Wessobrunner Kreuz. Es entstand um 1250, sein Künstler ist unbekannt. An die 955 von den Ungarn ermordeten Mönche erinnert die Kreuzbergkapelle. Ihr Deckenfresko schuf Matthäus Günther 1771. Eine Steinplatte an der Ostseite des Kapellenturms erinnert an die Erbauungszeit, die mit dem Jahr 1595 verbunden ist.

Die Mariengrotte wurde 2009 aus Tuffsteinen der ehemaligen Klosterkirche erbaut und am 11. Oktober desselben Jahres vom Augsburger Bischof geweiht. In der Grotte befindet sich eine Kopie der um 1235 bis 1250 entstandenen Statue „Mutter der Heiligen Hoffnung“. Im mittelalterlichen Glockenturm, der auch Römerturm oder „Grauer Herzog“ heißt, liegt im Erdgeschoss ein Lapidarium. Es enthält mittelalterliche Steinfragmente aus abgebrochenen Teilen des Klosters und der Klosterkirche. Von April bis Oktober ist es kostenlos bis zum Eingangsgitter zugänglich; prüfen Sie den saisonalen Zugang vor der Reise.

Tassilolinde und Eibenwald

Ein anderes Wahrzeichen Wessobrunns ist die Tassilolinde, eine etwa 17 Meter hohe Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) mit ungefähr 14 Metern Stammumfang. Ihr Alter wird auf 700 bis 900 Jahre geschätzt; das genaue Alter ist unbekannt. Seit 1980 steht der Baum als Naturdenkmal unter Schutz, im Oktober 2023 wurde er zum Nationalerbe-Baum ausgerufen. Die Zahlen und die Schutzgeschichte machen die Linde zu einem eigenständigen Ziel neben den kirchlichen Kunstwerken.

Der Paterzeller Eibenwald ist ein naturnaher, gemischter und mehrschichtiger Wald mit vielen alten Eiben. Im Gemeindegebiet führt der 1995 angelegte Eibenlehrpfad an den markantesten Stellen des Waldes vorbei. Damit stehen neben der Architektur auch Baum- und Waldthemen für die Planung eines Aufenthalts zur Auswahl. Sie können den Schwerpunkt auf die Geschichte und Kunst des Klosters legen oder die Tassilolinde und den Eibenwald in den Mittelpunkt rücken.

Weitere Reiseziele entdecken: Steingaden, Altenstadt, Habach, Pähl, Oberhausen, Polling, Bernbeuren, Peiting.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weilheim-Schongau.

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