Zum Inhalt

Am 29. August 1929 wurde von Zeesen aus die erste offizielle deutsche Kurzwellenrundfunksendung übertragen. Diese präzise Zeitmarke steht neben einer Geschichte, die schon beim Luftschiffbau am Beginn des 20. Jahrhunderts ansetzt. Mit dem Zeesener See und den Tonteichen im Wohngebiet Körbiskrug kommt ein landschaftlicher Schwerpunkt hinzu. So stehen historische Technik und Wasser für unterschiedliche Akzente des Ortes.

Vom Luftschiffbau zur Rundfunkgeschichte

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Zeesen eine Luftschiffwerft. Dort wurden Schütte-Lanz-Luftschiffe gebaut, die Johann Schütte mit stromlinienförmigen Formen entwarf. Der Luftschiffbau bildet damit ein frühes Kapitel der Technikgeschichte des Ortes.

Ende 1926 begann in Zeesen der Bau einer großen Rundfunkstation. Im Dezember 1927 gingen Langwellensender in Betrieb. Am 29. August 1929 wurde von Zeesen aus die erste offizielle deutsche Kurzwellenrundfunksendung übertragen. Die Abfolge führt vom Baubeginn über den Langwellenbetrieb zur Kurzwellenübertragung und macht die Rundfunkgeschichte an drei konkreten Zeitmarken nachvollziehbar.

Als Vergleich helfen die Themen, Zeesens Technikgeschichte zu ordnen: Bei der Luftschiffwerft stehen Entwurf und Bau im Mittelpunkt, die späteren Rundfunkdaten betreffen Station, Langwellensender und Übertragung. Es sind unterschiedliche technische Kapitel mit jeweils eigenen Zeitpunkten, nicht ein einzelnes Ereignis.

Erholungsgewässer in Zeesen

Zeesener See und die Tonteiche im Wohngebiet Körbiskrug gelten als attraktive Erholungsgewässer für Einheimische und Tagesgäste. Gegenüber den datierten Technikthemen ist das ein anderer Zugang zu Zeesen: Hier steht die Erholungslandschaft im Mittelpunkt. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Zeesen suchen, können Sie überlegen, ob die Geschichte der Technik oder der Wasserbezug des Ortes Ihren Aufenthalt stärker prägen soll.

Königs Wusterhausen als übergeordneter Kontext

Das übergeordnete Reiseziel Königs Wusterhausen hat eigene historische und landschaftliche Themen. Schloss Königs Wusterhausen diente Friedrich Wilhelm I. als Regierungssitz und war Treffpunkt des legendären Tabakskollegiums. Das Dahmelandmuseum zeigt eine ständige Ausstellung zur Geschichte des Dahmelandes und der Stadt Königs Wusterhausen, ergänzt durch wechselnde Sonderausstellungen. Drei Museen in Königs Wusterhausen erzählen die Stadtgeschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln und liegen in fußläufiger Entfernung vom Bahnhof.

Der Tiergarten ist heute ein vielfältiger Laubmischwald und Naturschutzgebiet; er entstand 1725 als Wildgehege des Soldatenkönigs. Der 7,5 Kilometer lange Rundweg Tiergarten beginnt und endet am Bahnhof Königs Wusterhausen oder an den Wanderparkplätzen am Tiergarten. Zehn Holzskulpturen entlang der Strecke machen Aspekte der Heimatgeschichte sichtbar. An der Streuobstwiese umfasst der Rundweg den Steinkreis „Die zwölf Weisen“ mit Barfußpfad, Balancierbalken und Rastplatz. Er führt außerdem an stillen Uferbereichen der Staabe und des Krimnicksees entlang. Zu den Sehenswürdigkeiten am Weg zählen auch Husareneck und Spukbrücke.

Weitere Reiseziele entdecken: Ziegenhals, Senzig.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Königs Wusterhausen.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.