Grütz ist ein Sackgassendorf an der Havel und liegt zwischen Landschafts- und Naturschutzgebieten. Wenn Sie Grütz als Übernachtungsort in Betracht ziehen, können Sie Ihre Wahl an konkreten Interessen ausrichten: Radwege, das Nadelwehr der Grützer Schleuse und die Dorfkirche setzen unterschiedliche Akzente. So stehen Radreise, technisches Erbe und Dorfgeschichte als klar unterscheidbare Themen zur Wahl.
Radwege und das Nadelwehr
Der Havel-Radweg und der Havelland-Radweg verlaufen durch Grütz und gehören zur Fernradverbindung Hamburg–Berlin. Von diesen Routen aus ist das Nadelwehr in Richtung Schollene und Havelberg erreichbar. Prüfen Sie Beschilderung und Bedingungen vor Ort, wenn Sie Ihre Fahrt planen.
Die Grützer Schleuse weist ein selten erhaltenes Nadelwehr auf. Intakte Beispiele dieser Art gelten in Deutschland als so selten, dass sie sich an einer Hand abzählen lassen. Damit ergänzt das Wehr den Radbezug um ein konkretes technikhistorisches Thema.
Dorfkirche und Ortsgeschichte
Die offene Dorfkirche wurde nach einem Feuer, das das Dorf 1802 zerstörte, bis 1806 wieder aufgebaut. Im Inneren steht ein hölzerner Kanzelaltar mit bäuerlichen Malereien eines Malers aus Rathenow; Buntglasfenster zeigen mittelalterliche Figuren. Die Glocken stammen aus dem Jahr 1815 sowie aus einer noch früheren Zeit. Brand, Wiederaufbau und Ausstattung geben der Kirche unterschiedliche historische Bezüge: von der Zerstörung des Dorfes bis zu den erhaltenen Ausstattungsdetails. Ein Kanzelaltar vereint Kanzel und Altar.
Rathenow im übergeordneten Reiseziel
Im übergeordneten Reiseziel Rathenow liegt der historische Kern auf der Altstadtinsel, die von vier Havelarmen umschlossen ist. Zu den Merkmalen des Kerns zählen Teile der alten Stadtmauer, der Kirchberg und die St.-Marien-Andreas-Kirche.
In Rathenow verlaufen der Havel-Radweg, der Havelland-Radweg als Teil des Radwegs Hamburg–Berlin sowie die 1.111 km lange Tour Brandenburg. Diese Routenangaben gehören zum Rathenower Kontext und ergänzen die Beschreibung der durch Grütz verlaufenden Radwege um eine weitere benannte Tour.
Das Optik Industrie Museum Rathenow zeigt rund 1.200 Ausstellungsstücke zur Geschichte der Optik. Einen weiteren Ort der Rathenower Optikgeschichte bildet das Geburtshaus des Pfarrers Johann Heinrich August Duncker gegenüber dem Westportal der Kirche: Dort betrieb er ab 1800 seine erste optische Werkstatt.
Der Optikpark liegt mitten in Rathenow an einem Nebenarm der Havel. Die 348 m lange Weinbergbrücke verbindet den Park mit dem Weinberg. Eine Fuß- und Radwegebrücke verbindet den Kirchberg mit dem Weinberg; sie wurde 2001–2002 gebaut und stellt die Verbindung nach 700 Jahren wieder her.
Auch der Rathenower Stadtforst bietet einen eigenen Naturbezug: Dort gibt es ein ausgeschildertes Wanderwegesystem und einen Naturlehrpfad, der am Waldparkplatz Ferchesarer Weg beginnt und endet.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rathenow.