Rathenow verbindet eine historische Altstadtinsel mit einer markanten Optikgeschichte und Möglichkeiten zum Radfahren und Wandern. Für die Planung eines Aufenthalts lassen sich diese Schwerpunkte gut unterscheiden: Die Stadtgeschichte zeigt sich im historischen Kern, das optische Erbe in Museum und Werkstattgeschichte, Bewegung im Freien bieten Radwege und der Stadtforst.
Historischer Kern auf der Altstadtinsel
Der historische Kern Rathenows liegt auf einer Altstadtinsel, die von vier Havelarmen umschlossen wird. Zu ihm gehören Teile der alten Stadtmauer, der Kirchberg und die St. Marien-Andreas-Kirche. Die Insel-Lage verbindet diese Merkmale in einem klaren geografischen Zusammenhang mit der Havel. Wenn Sie sich zuerst für die Geschichte der Stadt interessieren, bietet der historische Kern einen konkreten Einstieg.
Optikgeschichte und Wahrzeichen
Das Optik Industrie Museum Rathenow zeigt rund 1.200 Ausstellungsstücke zur Geschichte der Optik. Eine biografische Ergänzung ist das Geburtshaus des Pfarrers Johann Heinrich August Duncker gegenüber dem Westportal der Kirche: Dort betrieb er ab 1800 seine erste optische Werkstatt. Museum und Werkstattgeschichte eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Rathenows optisches Erbe – einmal über die Ausstellung, einmal über eine konkrete Person und den Beginn ihrer Arbeit.
Der Bismarckturm auf dem Rathenower Weinberg ist neben dem Kirchturm das zweite Wahrzeichen der Stadt. Eingeweiht wurde er am 24. Juni 1914 zu Ehren des ehemaligen Reichskanzlers Fürst Otto von Bismarck. Das Datum und der Anlass geben dem Turm einen klaren historischen Bezug.
Brücken und Radwege
Der Optikpark liegt mitten in Rathenow an einem Nebenarm der Havel. Die 348 m lange Weinbergbrücke verbindet den Park mit dem Weinberg. Eine Fuß- und Radwegebrücke verbindet den Kirchberg mit dem Weinberg; sie wurde 2001–2002 gebaut und stellt die Verbindung nach 700 Jahren wieder her. Die 348 m bezeichnen die Länge der Weinbergbrücke, während sich die 700 Jahre auf die wiederhergestellte Verbindung zwischen Kirchberg und Weinberg beziehen.
In Rathenow verlaufen der Flussradweg Havel-Radweg, der Havelland-Radweg als Teil des Radwegs Hamburg-Berlin sowie die 1.111 km lange Tour Brandenburg. Die 1.111 km beziehen sich auf die Tour Brandenburg als Ganzes, nicht auf eine Etappe innerhalb Rathenows. Im übergeordneten Reiseziel Havelland führt der Havelland-Radweg durch das Havelländische Luch über Nauen, Ribbeck und Rathenow bis in den Natur- und Sternenpark Westhavelland. Im Havelland ist der Weg überwiegend asphaltiert, flach und angenehm zu fahren. Mit der Knotenpunktwegweisung im Havelland lassen sich individuelle Radrouten zusammenstellen.
Wanderwege im Stadtforst
Auch der Rathenower Stadtforst bietet eine weitere Möglichkeit, den Aufenthalt im Freien zu gestalten. Dort gibt es ein ausgeschildertes Wanderwegesystem sowie einen Naturlehrpfad, der am Waldparkplatz Ferchesarer Weg beginnt und endet. Für die Planung sind damit sowohl ein Wegenetz als auch ein konkreter Start- und Zielpunkt für den Naturlehrpfad benannt.
Weitere Reiseziele entdecken: Grütz, Falkensee, Nauen, Wassersuppe, Stechow-Ferchesar, Premnitz, Brieselang, Semlin.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Havelland.