Am Premnitzer See treffen eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte und ein Rundweg mit Sitzgelegenheiten zusammen; an der Havel laden Promenade und Uferwege zum Flanieren ein. Dazu kommen Skulpturen und historische Bauten. So bietet Premnitz konkrete Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt zwischen Wasser, Bewegung und Ortsgeschichte.
Der Premnitzer See und Wege am Wasser
Der Premnitzer See entstand 1913, als ein plötzlicher Wassereinbruch den Tonabbau in der damaligen Tongrube der „Märkischen Ziegelei und Tonwarenfabrik“ zum Erliegen brachte. Der See erzählt damit auch von der früheren Nutzung des Geländes. Rund um ihn wurde ein Rundwanderweg mit Sitzgelegenheiten angelegt – eine Möglichkeit, den See zu Fuß zu umrunden und unterwegs Pausen einzuplanen.
Einwohner von Premnitz nutzen den See bis heute als Naturbadestelle. Wenn Sie schwimmen möchten, prüfen Sie vorher die örtlichen Bedingungen. Auch der Uferbereich der Havel lädt zu Spaziergängen ein. Die Havelpromenade bietet Aussichtsturm und Skulpturenpfad als weitere Orientierungspunkte für einen Rundgang durch die Stadt.
Skulpturen und Baugeschichte
Der Pfad der Skulpturen liegt im Zentrum von Premnitz. Entlang der Alten Hauptstraße sind der Lucke-Hof und einige Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert erhalten. Solche Gebäude geben dem Spaziergang durch den Ort einen historischen Bezug, ohne dass Sie dafür ein einzelnes Thema in den Mittelpunkt stellen müssen.
Auch die evangelische Kirche und die Steinbogenbrücke erzählen von unterschiedlichen Bauzeiten: Die Kirche wurde 1858 im neuromanischen Stil errichtet, die Brücke 1918 erbaut. Zusammengenommen bieten diese Bauwerke konkrete Stationen, um Premnitz nicht nur als Ziel am Wasser, sondern auch über seine Geschichte wahrzunehmen.
Veranstaltungen und Freizeitangebote
Das traditionelle Dachsbergfest findet alljährlich am letzten Augustwochenende rund um das Rondell an der Karl-Liebknecht-Straße statt. Wenn Sie Ihre Reise mit dem Fest verbinden möchten, prüfen Sie die Termine für Ihr Reisejahr vorab. Zum Programm des Bürgervereins Premnitz gehören außerdem die Konzerte „Stunde der Musik“ und die „Premnitzer Literaturgespräche“; die aktuellen Termine können Sie vor Ihrem Aufenthalt prüfen.
Für sportliche Betätigung gibt es in Premnitz ein modernes Bowlingzentrum. Klären Sie vorab, ob das Angebot für Ihren Besuch verfügbar ist. Zu den weiteren Freizeitangeboten zählen das „Band der Spiele“, ein großer Wasserspielplatz und eine Aussichtsplattform an der Havel. Prüfen Sie den aktuellen Zustand dieser Einrichtungen vor dem Besuch.
Radfahren im Havelland und in Premnitz
Für die Radplanung lohnt es sich, den lokalen Bezug von den regionalen Routen zu unterscheiden: Der Havel-Radweg führt nicht mehr direkt durch Premnitz. Da sich eine Routenführung ändern kann, prüfen Sie die aktuelle Linienführung, bevor Sie Ihre Strecke festlegen. Im Havelland lassen sich mit der Knotenpunktwegweisung individuelle Radrouten zusammenstellen.
Der Havelland-Radweg führt durch das Havelländische Luch über Nauen, Ribbeck und Rathenow bis in den Natur- und Sternenpark Westhavelland. Er ist überwiegend asphaltiert, flach und angenehm zu fahren. Diese regionalen Angaben beschreiben den Radweg im Havelland; sie sind nicht mit dem Verlauf des Havel-Radwegs durch Premnitz gleichzusetzen.
Havelland als größerer Rahmen
Auch das Havelland bietet eigene Naturthemen. Am Südufer des Gülper Sees lädt ein rund 1,5 Kilometer langer Lehrpfad mit illustrierten Informationstafeln zur Vogelbeobachtung ein. Während des Vogelzugs im Frühling und Herbst versammeln sich dort bis zu 100.000 Gänse und Hunderte Kraniche; außerdem kommen zahlreiche Watvögel, Enten und Silberreiher hinzu. So lässt sich ein Aufenthalt in Premnitz um einen eigenständigen Blick auf die Landschaft und Vogelwelt des Havellands ergänzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Brieselang, Kleßen-Görne, Rhinow, Märkisch Luch, Schönwalde-Glien, Wassersuppe, Ketzin, Nauen.
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