Wustermark zeigt sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Die Dorfkirche erzählt von mehreren Bauphasen, am Finkenberg öffnet sich der Blick bis nach Berlin, und in Elstal treffen Naturthemen und Sportgeschichte aufeinander. So können Sie den Ort nach Ihren Interessen erkunden, ohne dass alle Stationen dasselbe Erlebnis bieten.
Baugeschichte an der Dorfkirche Wustermark
Die Dorfkirche Wustermark entstand 1703 unter Verwendung älterer Bausubstanz. Der quadratische Turm mit barocker Schweifhaube kam 1793 hinzu. Im Inneren befindet sich eine hölzerne Decke in Form eines Tonnengewölbes aus dem Jahr 1885. An der Kirche stehen damit verschiedene bauliche Details und Zeitpunkte nebeneinander: ältere Bausubstanz, der später hinzugefügte Turm und die datierte Deckengestaltung. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier konkrete Merkmale, an denen sich die Baugeschichte nachvollziehen lässt.
Aussicht und Natur in Elstal
Am Finkenberg in Elstal erreichen Besucher den Aussichtsturm über Wanderwege, die sternförmig auf den Turm zulaufen. Von dort reicht der Rundblick bis zum 25 Kilometer entfernten Fernsehturm am Alexanderplatz in Berlin. Wie weit die Sicht tatsächlich reicht, kann von den Bedingungen abhängen. Der Aussichtspunkt bietet damit einen anderen Blick auf die Umgebung als die einzelnen baulichen Details der Dorfkirche.
Auch die Döberitzer Heide setzt einen Natur-Schwerpunkt. Der Besuch des Natur-Erlebniszentrums Döberitzer Heide und von Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide ist kostenfrei. Da Preisangaben und aktuelle Zugangsbedingungen sich ändern können, prüfen Sie diese vor dem Besuch beim Betreiber. Im weiteren regionalen Umfeld erstreckt sich Sielmanns Naturlandschaft zwischen Elstal und Potsdam über 3.600 Hektar.
In Karls Erlebnis-Dorf Elstal gibt das Bienenmuseum Einblicke in die Welt der Honigproduzenten. Im dortigen Manufakturenmarkt können Besucher stöbern und Andenken oder Mitbringsel erwerben. Museum und Markt setzen unterschiedliche Akzente; prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Betriebsarrangements.
Sportgeschichte im Wustermarker Ortsteil Elstal
Das Elstaler Olympische Dorf von 1936 bietet einen weiteren historischen Blickwinkel. Viele alte Gebäude wurden umgebaut; ihre Bauweise lässt noch erkennen, wie die damaligen Sportler dort lebten und sich auf Wettkämpfe vorbereiteten. Hier geht es also nicht nur um die Form einzelner Bauteile, sondern auch darum, was sich an der Bauweise über das frühere Leben und die Wettkampfvorbereitung ablesen lässt.
Weitere Natur- und Radtourenthemen im Havelland
Im übergeordneten Reiseziel Havelland kommen weitere regionale Möglichkeiten hinzu. Am Südufer des Gülper Sees lädt ein rund 1,5 Kilometer langer Lehrpfad mit illustrierten Informationstafeln zur Vogelbeobachtung ein. Während des Vogelzugs im Frühling und Herbst versammeln sich dort bis zu 100.000 Gänse und hunderte Kraniche; außerdem kommen zahlreiche Watvögel, Enten und Silberreiher hinzu. Die Jahreszeiten prägen hier, welche Vogelgruppen besonders im Mittelpunkt stehen.
Auch die Radrouten bieten im Havelland unterschiedliche Planungsansätze. Mit der Knotenpunktwegweisung lassen sich individuelle Radrouten zusammenstellen. Der Havelland-Radweg führt durch das Havelländische Luch über Nauen, Ribbeck und Rathenow bis in den Natur- und Sternenpark Westhavelland. Er ist überwiegend asphaltiert, flach und angenehm zu fahren. Damit können Sie zwischen einer individuell zusammengestellten Route und der beschriebenen Streckenführung des Havelland-Radwegs unterscheiden, ohne die regionalen Radwege mit den Wegen am Aussichtsturm gleichzusetzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Kleßen-Görne, Schönwalde-Glien, Rhinow, Milower Land, Nennhausen, Dallgow-Döberitz, Havelaue, Börnicke.
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