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Die Stadtmauer aus dem frühen 14. Jahrhundert lässt sich zu Fuß umrunden. Mit der zweiturmigen St.-Marienkirche, einem Wahrzeichen Gransees, und der Geschichte des Franziskanerklosters kommen weitere markante Seiten der Stadt hinzu. Dessen Bau begann um 1280 mit der Errichtung der Kirche.

Stadtgeschichte zu Fuß und im Museum

Das Heimatmuseum und die Touristinformation Gransee in der Rudolf-Breitscheid-Straße 44 zeigen mit Dioramen und einem Stadtmodell um 1930 anschaulich die Stadtgeschichte. Wer Gransee im Rahmen einer Führung kennenlernen möchte, kann diese über das Heimatmuseum vorbestellen; dort werden die Stadtführungen organisiert.

Auch zwei Türme lassen sich begehen: Der Ruppiner Torturm und der Pulverturm sind zugänglich, der Schlüssel ist im Heimatmuseum erhältlich. Fragen Sie bei der Planung nach der Schlüsselübergabe. So unterscheiden sich die Möglichkeiten vor Ort: Die Stadtmauer bietet einen Rundgang zu Fuß, während eine Stadtführung einen organisierten Zugang zur Stadtgeschichte eröffnet.

Anreise und Radroute

Der Bahnhof Gransee ist mit dem RE 5 vom Berliner Hauptbahnhof sowie aus Richtung Stralsund und Rostock erreichbar. Bahnverbindungen können sich ändern; prüfen Sie vor der Abreise den aktuellen Fahrplan.

Eine andere Perspektive auf den Ort eröffnet der Stechlinseeradweg. Er verbindet die Granseer Altstadt mit dem NaturParkHaus Stechlin in Menz, dem Ort Neuglobsow am Stechlinsee und der Wasserstadt Fürstenberg/Havel. Damit steht dem Rundgang an der Stadtmauer eine Radroute gegenüber, die mehrere benannte Ziele miteinander verbindet.

Oberhavel als übergeordneter regionaler Rahmen

Über Gransee hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Oberhavel eine regionale Perspektive. Oberhavel ist Teil der Tourismusregion Ruppiner Seenland; durch den Landkreis führen der 66-Seen-Wanderweg und der Europäische Fernwanderweg E 10. Diese Fernwege haben einen anderen Maßstab als der Rundgang an Gransees Stadtmauer.

Im übergeordneten Reiseziel Oberhavel bietet das NaturParkHaus Stechlin eine Erlebnisausstellung über die Besonderheiten des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land. Daneben lädt der Sinnesgarten mit Kräutern, Sträuchern und anderen Pflanzen zum Schmecken, Riechen, Fühlen und Hören ein. Der etwa 6 km lange Wald- und Wassererlebnispfad um den Roofensee kann einen Besuch des NaturParkHauses ergänzen.

Auch Oranienburg gehört zu den im übergeordneten Reiseziel Oberhavel genannten Kulturorten. Schloss Oranienburg ist das älteste Barockschloss der Mark Brandenburg. Im Schlossmuseum werden berühmte Kunstwerke des 17. Jahrhunderts sowie eine einzigartige Silberkammer und eine sehenswerte Porzellankammer gezeigt. Ein Ausstellungsraum des Regionalmuseums Oberhavel im Schloss widmet sich ausschließlich dessen Geschichte – von der um 1200 errichteten askanischen Burg bis zur heutigen Nutzung.

In Oranienburg informieren die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen in 13 kleineren Dauerausstellungen über verschiedene Aspekte der Geschichte des Ortes; zugleich sind sie ein modernes zeithistorisches Museum. Für den Fußweg vom Bahnhof Oranienburg aus werden etwa 20 Minuten angegeben. Prüfen Sie die Zugangsinformationen vor der Reise erneut.

Ein weiterer regionaler Akzent liegt in Mildenberg: Im Ziegeleipark können Besucher saisonal selbst eine Lokomotive steuern und den Ziegeleibahn-Führerschein erwerben. Dabei fahren sie eine halbe Stunde lang eine echte Diesellokomotive und lernen Anfahren, Bremsen und Weichenstellen. Termine und Buchungsbedingungen können sich ändern; prüfen Sie diese vorab.

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