Kremmen verbindet ein historisches Scheunenviertel am Ortsrand mit Fachwerk- und Ziegelhäusern am Marktplatz, einer Genusstour mit Tour’nbeutel und herbstlichen Kranichansammlungen auf den Luchwiesen. Wer eine Unterkunft in Kremmen sucht, kann den Aufenthalt nach unterschiedlichen Interessen ausrichten: Baugeschichte und Stadtbild, regionale Genussideen oder ein saisonaler Naturaspekt. Die folgenden Schwerpunkte zeigen, was den Ort auszeichnet und welche Art der Entdeckung jeweils im Vordergrund steht.
Scheunenviertel und historische Bauwerke
Am Rand von Kremmen umfasst das historische Scheunenviertel etwa 50 Gebäude. Als Gesamtensemble steht es seit 1993 unter Denkmalschutz. Die Größenordnung und der Ensemble-Status machen das Viertel zu einem eigenen kulturhistorischen Schwerpunkt: Im Mittelpunkt steht der Zusammenhang der Gebäude als Ensemble. In der Museumsscheune im Viertel befindet sich ein kleines Agrar- und Landwirtschaftsmuseum, das die Geschichte der Ackerbürgerstadt zeigt. Das ergänzt den Blick auf die Gebäude um einen ausdrücklich landwirtschaftlichen Zugang zur Stadtgeschichte.
Entlang des Marktplatzes stehen Fachwerk- und Ziegelhäuser. Die ältesten Fachwerkhäuser der historischen Altstadt sind gut 320 Jahre alt; der Chorraum der St. Nikolaikirche stammt dagegen aus der Zeit um 1200 und ist aus Feldsteinen erbaut. Der Vergleich zwischen Fachwerkhäusern und Feldsteinchor eröffnet einen Blick auf unterschiedliche Bauweisen und Zeitstellungen, ohne die Altstadt auf eine einzige Epoche zu verkürzen.
Genusstour mit Tour’nbeutel
Die Genusstour mit Tour’nbeutel setzt einen anderen Akzent. Sie lädt dazu ein, frische regionale Zutaten für ein Picknick oder kleine Geschenke für Familie und Freunde einzusammeln. Die Route führt vom Touristeninformationspunkt Kremmen über Spargelhof Kremmen, Beekeepers Imkereibedarf, Alte Lebkuchenfabrik und Bäckerei Plentz entlang des Ruppiner Kanals bis Kultur & Beeren. So verbindet die Tour ihren Sammelzweck mit einer fest benannten Route durch Kremmen. Auf dem größten Teil der Strecke überwiegt Asphalt; am Kanal verlaufen feste, natürliche Wiesenpfade. Diese unterschiedlichen Untergründe geben der Genusstour ein konkretes Profil neben den kulturhistorischen Schwerpunkten.
Das Tourismusbüro der Stadt Kremmen bietet außerdem Stadtführungen durch die historische Altstadt und Exkursionen ins Rhinluch an. Die Stadtführung richtet den Blick auf die Altstadt, die Exkursion auf das Rhinluch. Zusammen mit der Genusstour ergeben sich so unterschiedliche Zugänge: historische Bauwerke, regionale Zutaten oder ein Ausflug ins Rhinluch.
Kraniche im Herbst
Im Herbst sammeln sich jährlich Tausende Kraniche auf den Luchwiesen bei Kremmen. Das wiederkehrende Naturthema ist an eine bestimmte Jahreszeit gebunden und setzt damit einen anderen Schwerpunkt als die Baugeschichte oder die Genusstour. Für die Wahl der Reisezeit kann dieser Unterschied wichtig sein: Ein Herbstaufenthalt verbindet die örtlichen Kulturthemen mit dem saisonalen Kranichgeschehen.
Kremmen im regionalen Rahmen
Kremmen liegt im übergeordneten Reiseziel Oberhavel, das Teil der Tourismusregion Ruppiner Seenland ist. Auf Ebene des Landkreises führen der 66-Seen-Wanderweg und der Europäische Fernwanderweg E 10 durch Oberhavel. Das ist der größere regionale Rahmen für einen Aufenthalt in Kremmen; die hier vorgestellten Bauwerke, Angebote und Luchwiesen bilden die konkreten lokalen Anknüpfungspunkte.
Weitere Reiseziele entdecken: Hennigsdorf, Schönermark, Stechlin, Großmutz, Gransee, Amalienfelde, Mühlenbecker Land, Wesendorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oberhavel.