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Buchholz lenkt den Blick auf Dorfarchitektur und Denkmalpflege: Die Feldsteinkirche und eine Hofanlage an der Hauptstraße stehen für unterschiedliche Facetten der Ortsgeschichte.

Dorfkirche und Hofanlage in Buchholz

Im Brandenburgischen Denkmalregister mit Stand 1. Januar 2025 ist die Dorfkirche Buchholz unter der Kennung 09160059 aufgeführt. Sie ist eine Feldsteinsaal-Kirche aus dem frühen 14. Jahrhundert. Ihr Dachwerk stammt aus 1394/95; dazu kommen ein neugotischer Backstein-Dachreiter aus dem 19. Jahrhundert, ein geschnitzter Altar um 1700 und eine Orgel, die Wilhelm Remler aus Berlin 1856 baute.

Die Bau- und Ausstattungsdaten führen durch mehrere Zeitabschnitte: vom mittelalterlichen Kirchenbau über das Dachwerk bis zu späteren Ergänzungen. Der Altar um 1700 und die Orgel von 1856 markieren zwei deutlich verschiedene Zeitpunkte in der Ausstattungsgeschichte der Kirche.

Das Register führt außerdem die Hofanlage an der Hauptstraße 5 auf. Zu ihr gehören ein Wohnhaus und vier landwirtschaftliche Gebäude sowie ein gepflasterter Hof und eine Einfriedung. Anders als bei der Kirche liegt der Blick hier auf dem Zusammenhang von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Hofpflaster und Einfriedung ergänzen die Beschreibung des Ensembles.

Kulturgeschichte im übergeordneten Reiseziel Pritzwalk

Im übergeordneten Reiseziel Pritzwalk setzt die Museumsfabrik einen stadt- und industriegeschichtlichen Schwerpunkt. Das kulturhistorische Museum behandelt die Geschichte von Stadt und Umland, die Industrialisierung im ländlichen Raum sowie die Geschichte von Brauerei und Tuchfabrik. Zu den beschriebenen Angeboten gehören dialogische Themenführungen und Mitmach-Angebote in einer eigenen Druckerei und Textilwerkstatt. Da sich das Programm ändern kann, lohnt sich vor einem Besuch ein Blick auf die aktuellen Angebote. Eine Aussichtsplattform bietet einen Blick über Pritzwalk und das Umland.

Auch die Baugeschichte Pritzwalks hat unterschiedliche Zeitmarken. Die Sankt-Nikolai-Kirche bewahrt Reste eines mittelalterlichen Feldsteinbaus; ihr neugotischer Kirchturm ist 72 Meter hoch und stammt aus dem Jahr 1882. Das klassizistische Rathaus am Marktplatz wurde 1829 fertiggestellt. Auf der Dömnitzinsel sind die Tuchfabrik und das Brauereigelände als Denkmale der Industriearchitektur des 19. und 20. Jahrhunderts erhalten.

Wald, Wege und saisonale Angebote in Pritzwalk

Das Hainholz am nordöstlichen Stadtrand von Pritzwalk ist ein 250 Hektar großes Waldgebiet mit einem gut ausgebauten Wegenetz. Mehrere Themenrouten führen durch den Wald; außerdem gibt es einen asphaltierten Radweg nach Streckenthin. Da sich Oberflächen ändern können, prüfen Sie den Zustand des Weges vor einer Radtour. Die Naturschutzstation Hainholz bietet eine naturkundliche Ausstellung und ein waldpädagogisches Programm. Im Süden von Pritzwalk liegt zudem der Trappenberg, ein von Spaziergängern genutztes Wäldchen.

Für eine Runde um die Pritzwalker Altstadt führt ein grünes Band um die historische Stadtmitte; der Rundgang dauert zu Fuß etwa 30 Minuten. Saisonale Erlebnisse setzen einen anderen zeitlichen Rahmen: Auf der Pritzwalker Heidelbeerplantage können Sie von Anfang Juli bis Ende August selbst pflücken, außerdem werden die Früchte im Hofladen verkauft. Saisonzeit und Pflückmöglichkeiten können je nach Erntejahr variieren.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pritzwalk.

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