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Pritzwalk verbindet Stadtgeschichte mit Wegen durch Wald und Landschaft. In der Altstadt liegen Rathaus und Marktplatz; das Hainholz befindet sich am nordöstlichen Stadtrand. Museen, ein kurzer Rundgang um die Altstadt und verschiedene Angebote im Grünen geben Ihrer Reise unterschiedliche Schwerpunkte. So können Sie danach wählen, ob Architektur und Industriegeschichte, ein Spaziergang oder ein saisonaler Besuch im Vordergrund stehen soll.

Altstadt und Zeugnisse der Industriegeschichte

Der Marktplatz bildet das Zentrum der Pritzwalker Altstadt und ist Schauplatz großer Veranstaltungen: Dazu zählen der Musikalische Frühling, die Pritzwalker Festtage, das Herbstleuchten und der Weihnachtsmarkt. Die einzelnen Veranstaltungstermine können variieren. Am Marktplatz steht auch das klassizistische Rathaus, das 1829 fertiggestellt wurde. Die Sankt-Nikolai-Kirche bewahrt Reste eines mittelalterlichen Feldsteinbaus; ihr neugotischer Kirchturm ist 72 Meter hoch und stammt aus dem Jahr 1882.

Weitere Spuren der Stadtgeschichte finden sich an der Dömnitzinsel: Dort sind die Tuchfabrik und das Brauereigelände denkmalgeschützte Zeugnisse der Industriearchitektur des 19. und 20. Jahrhunderts. Am nordwestlichen Stadtrand, an der Dömnitz, ist die Kathfelder Mühle als technisches Denkmal erhalten. Nördlich der Stadt erinnern Reste der Wallanlagen an das mittelalterliche Pritzwalk.

Museen zum Entdecken und Mitmachen

Die Museumsfabrik Pritzwalk behandelt die Geschichte der Stadt und ihres Umlands, die Industrialisierung im ländlichen Raum sowie die Geschichte von Brauerei und Tuchfabrik. Zum Angebot gehören dialogische Themenführungen und Mitmach-Angebote in einer eigenen Druckerei und Textilwerkstatt. Eine Aussichtsplattform eröffnet den Blick über Pritzwalk und das Umland. Wenn Sie an einer Führung oder einem Werkstattangebot interessiert sind, prüfen Sie vor Ihrem Besuch das aktuelle Programm.

Auch das Kulturhaus beteiligt sich seit vielen Jahren an kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen in und um Pritzwalk. Dazu gehören Kindertheater, Familienfeste sowie Musik- und Tanzveranstaltungen; die einzelnen Veranstaltungen und ihre Termine wechseln. Das ergänzt den historischen Blick um ein Veranstaltungsangebot, das unterschiedliche Interessen anspricht.

Hainholz: Waldwege und Naturlernen

Das 250 Hektar große Hainholz verfügt über ein gut ausgebautes Wegenetz. Mehrere Themenrouten laden zu Waldspaziergängen ein; außerdem führt ein asphaltierter Radweg nach Streckenthin. Für eine andere Art des Naturbesuchs gibt es im Hainholz einen Streicheltierhof mit etwa 170 Tieren auf 0,7 Hektar. Zu sehen sind unter anderem Kaninchen, Schafe, Ziegen, Pfauen, Enten, Frettchen und Meerschweinchen. Da sich Betriebsdetails ändern können, empfiehlt sich eine Prüfung vor dem Besuch.

Die Naturschutzstation Hainholz verbindet eine naturkundliche Ausstellung mit einem waldpädagogischen Programm. Wer lieber ohne diesen Lernschwerpunkt spazieren geht, findet im Süden von Pritzwalk mit dem Trappenberg ein Wäldchen, das von Spaziergängern genutzt wird. Damit stehen verschiedene Formen des Draußenseins zur Auswahl: Themenwege im Hainholz, ein Radweg nach Streckenthin oder ein Spaziergang am Trappenberg.

Rundgang, Radtour und saisonale Erlebnisse

Ein grünes Band führt rund um die Pritzwalker Altstadt; der Rundgang dauert zu Fuß ungefähr 30 Minuten. Er ist damit eine kurze Möglichkeit, Bewegung in einen Aufenthalt einzubauen. Für eine längere Radrunde bietet sich die Pollotour an: Sie ist 38 Kilometer lang und führt auf ausgebauten Radwegen durch Pritzwalk und die Umgebung, vorbei an Feldern, Wiesen und Wäldern in leicht hügeligem Gelände. Prüfen Sie die aktuelle Streckenführung vor der Tour.

Saisonal kommt die Pritzwalker Heidelbeerplantage hinzu. Von Anfang Juli bis Ende August können Besucherinnen und Besucher dort Heidelbeeren selbst pflücken; die Früchte werden außerdem im Hofladen verkauft. Zeitraum und Pflückmöglichkeiten können je nach Erntejahr variieren. Wenn Sie diesen Besuch einplanen, klären Sie die Bedingungen vorher. So unterscheiden sich die Reiseoptionen klar: ein kurzer Altstadtrundgang, Wege im Wald, eine regionale Radtour oder ein Besuch zur Heidelbeersaison.

Ankommen und sich orientieren

Der Bahnhof Pritzwalk liegt im Süden der Stadt und ist etwa zehn Gehminuten von der Altstadt entfernt. Die Touristinformation Pritzwalk ist in ein Museum integriert und liegt am Prignitzer Radwegenetz sowie am Parkplatz Dömnitzinsel. Sie dient Besucherinnen und Besuchern als erste Anlaufstelle; informieren Sie sich vorab über die aktuellen Betriebsdetails.

Weitere Reiseziele entdecken: Buchholz, Eldenburg, Wittenberge, Meyenburg, Plattenburg, Wootz, Halenbeck-Rohlsdorf, Mansfeld.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prignitz.

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