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Meyenburg lässt sich über mehrere unterschiedliche Blickwinkel kennenlernen: Die Stadtgeschichte reicht von der ersten urkundlichen Nennung von Stadt und Burg als „Meyenborch“ bis zu erhaltenen Teilen der ehemaligen Stadtmauer. Der Schlosspark erzählt von Landschaftsgestaltung und Wiederherstellung; Museen ergänzen diese Themen um das Adelsgeschlecht derer von Rohr und die Geschichte der Prignitz im 20. Jahrhundert. Bei der Wahl eines Reiseziels können Sie abwägen, ob Baugeschichte, Museumsthemen oder die Entwicklung einer gestalteten Landschaft für Sie im Vordergrund stehen.

Urkunden, Stadtmauer und Kirchturm

Meyenburg wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts am Oberlauf der Stepenitz gegründet. Stadt und Burg sind 1285 erstmals urkundlich unter dem Namen „Meyenborch“ erwähnt. Gründung und erster schriftlicher Nachweis sind damit zwei unterschiedliche Stationen der Stadtgeschichte. Von der ehemaligen Stadtmauer sind noch drei einzelne Teilstücke erhalten. Die Evangelische Kirche Stadt Meyenburg besitzt einen freistehenden neugotischen Backsteinturm, der 1848/50 errichtet wurde. Während sich diese Kirchturm-Architektur durch Stil, Material und Bauzeit einordnen lässt, zeigen die Mauerstücke einzelne erhaltene Abschnitte der früheren Stadtmauer.

Museen mit lokalem und regionalem Blick

Im Modemuseum & Schlossmuseum Meyenburg erfahren Besucher Wissenswertes über das Adelsgeschlecht derer von Rohr und die Geschichte der Stadt. Im Schlossmuseum Meyenburg steht außerdem die Geschichte der Prignitz im 20. Jahrhundert im Mittelpunkt; das Leben eines Prignitzers zieht sich als roter Faden durch die Ausstellung. Für die Reiseauswahl ist dieser Wechsel des Maßstabs interessant: Hier geht es um Familien- und Stadtgeschichte, dort um die Geschichte einer ganzen Region im 20. Jahrhundert.

Der Schlosspark: Gestaltung und Wiederherstellung

Um 1860 wurde der Schlosspark Meyenburg nach Plänen des Hofgärtners Fink zu einem ausgedehnten Landschaftspark im englischen Stil umgestaltet. Zur damaligen Anlage gehörten 30 Morgen einschließlich eines Wirtschaftsgartens mit Gewächshäusern. Der Schlosspark bietet Baum- und Strauchgruppen, geschwungene Wege, Teich- und Rasenflächen sowie einzeln gepflanzte hochwachsende Laubbäume. So verbindet die Parkbeschreibung unterschiedliche Elemente der gestalteten Landschaft, von der Wegeführung und den offenen Flächen bis zu den einzeln gesetzten Bäumen.

Ein weiterer Abschnitt der Parkgeschichte ist die Wiederherstellung und Neugestaltung nach einem Entwurf des Gartenarchitekten Reinhard Schweizer, in Anlehnung an den ursprünglichen Zustand. Bei dieser Neugestaltung wurden Parkwege neu angelegt, Sitzbänke aufgestellt und Teiche beräumt. Fink und Schweizer stehen damit für unterschiedliche Etappen: die Umgestaltung um 1860 zum englischen Landschaftspark und die Wiederherstellung nach einem Konzept, das sich am ursprünglichen Zustand orientierte.

Aussicht, Führung und Radroute

Der Hungerturm ist als Teil des Heimatmuseums zugänglich und bietet einen Rundblick. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Besuchsbedingungen. Am letzten Sonntag jedes Monats führt Josefine Edle von Krepl durch die Dauerausstellung des Modemuseums Schloss Meyenburg. Auch bei diesem regelmäßigen Programm empfiehlt sich ein kurzer Check der aktuellen Modalitäten vor dem Besuch.

Als Radfernweg ist der Elbe-Müritz-Rundweg mit Meyenburg verbunden. Wenn Sie eine Radtour in Ihre Reiseplanung einbeziehen, prüfen Sie vorab die aktuelle Routeninformation.

Weitere Reiseziele entdecken: Lenzerwische, Plattenburg, Halenbeck-Rohlsdorf, Lenzen, Groß Pankow, Rühstädt, Bad Wilsnack/Weisen, Mansfeld

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prignitz.

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