Klosterstift, Flusspark und Wege durch Heide und Wald geben Marienfließ unterschiedliche Reise-Schwerpunkte. Kulturgeschichte lässt sich hier mit Naturthemen verbinden: Das Stift reicht bis ins Mittelalter zurück, während Park, Quellweg und der Radweg „Gänsetour“ verschiedene Perspektiven auf den Ort eröffnen. Wer eine Unterkunft sucht, kann zunächst überlegen, ob der Aufenthalt vor allem dem Kloster, den Naturerlebnissen oder dem Radfahren gelten soll.
Klosterstift und regionale Erinnerung
Das Klosterstift Marienfließ wurde 1231 von Johann Gans zu Putlitz erbaut und ist das älteste Zisterzienserinnenkloster der Prignitz. Die Stiftskirche bewahrt Wappen und Epitaphe der Adelsfamilien der Prignitz. So tritt neben die Geschichte des Klosters auch die Erinnerung an die regionalen Adelsfamilien. Für kulturgeschichtlich Interessierte bieten die Gründung des Stifts und die überlieferten Familienzeichen unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Der Klosterpark an der Stepenitz
Der Klosterpark Marienfließ erstreckt sich auf 3,5 Hektar entlang der Stepenitz. Bäume, die als Naturdenkmale ausgewiesen sind, säumen den Park. Bänke laden zum Verweilen ein, und die Streuobstwiese bietet Naturerlebnisse. Der Park ist damit ein eigener Schwerpunkt neben den Wegverläufen: Sitzgelegenheiten und Wiese geben unterschiedliche Anlässe für eine Pause oder Naturerlebnisse.
Quellweg und Gänsetour
Der Klosterpfad Quellweg beginnt und endet an der Brücke hinter der Stiftskirche an der Stepenitz. Er führt durch ein Heidegebiet und Wald zu einem stillen Quellgebiet. Start und Ziel sind damit ebenso benannt wie die Landschaftselemente entlang des Weges. Der Radweg „Gänsetour“ führt durch Krempendorf, einen Ortsteil der Gemeinde Marienfließ. Die beiden Wege haben unterschiedliche Ortsbezüge: Beim Quellweg stehen Brücke, Stiftskirche und Stepenitz im Mittelpunkt, bei der Gänsetour Krempendorf. Für Ihre Reiseplanung lässt sich so zwischen einem Klosterpfad durch Heide und Wald und einem Radweg durch einen Ortsteil unterscheiden.
Sandheiden und Naturraum
Im Natura-2000-Gebiet Marienfließ haben sich auf nährstoffarmen Sandböden großflächige Sandtrockenrasen und trockene Sandheiden entwickelt. Diese Lebensräume ergänzen die Naturthemen des Parks und der Wege um einen eigenen Schwerpunkt. Wer sich für Landschaft interessiert, findet hier neben konkreten Wegverläufen auch charakteristische Lebensraumtypen.
Prignitz als größerer Rahmen
Auch die Prignitz bietet eigene Themen für Rad- und Kulturinteressierte: Sie bietet 17 empfohlene Radtouren, die auf regionale Sehenswürdigkeiten und besondere Merkmale ausgerichtet sind. Eine andere Perspektive eröffnet das Pfarrhausmuseum Blüthen. Anhand des Gemeindearchivs mit Beständen bis ins 17. Jahrhundert und des Nachlasses von Karl und Gerlinde Groß vermittelt es die frühere Lebenswelt eines evangelischen Pfarrhauses. Radwege und Museum stehen dabei für unterschiedliche regionale Interessen.
Den Aufenthaltsschwerpunkt wählen
Überlegen Sie, welcher dieser Aspekte Ihren Aufenthalt prägen soll, und vergleichen Sie Marienfließ entsprechend mit weiteren Reisezielen.
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