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In Picher stehen mehrere unterschiedliche Themen für die Reiseplanung bereit: die neugotische Dorfkirche mit ihren Gedenkorten, ein Themenradweg, der über den Ort führt, und saisonales Blaubeerpflücken. So können Sie Ihren Aufenthalt kulturell ausrichten oder eine größere Radroute in den Blick nehmen.

Dorfkirche Picher: Architektur und Erinnerung

Die Dorfkirche Picher wurde von 1875 bis 1880 im neugotischen Stil nach einem kreuzförmigen Grundriss errichtet. Architekt und Denkmalpfleger Georg Daniel entwarf den Bau. Auch das Innere bietet konkrete architektonische und kunsthandwerkliche Details: Dazu gehören ein von Carl Suhrlandt gemalter Altaraufsatz, gusseiserne Öfen und eine Orgel des Orgelbaumeisters Johann Heinrich Runge. Eine Statue der Jungfrau Maria zählt ebenfalls zur Ausstattung; sie wurde von einem örtlichen Bildhauer gestiftet. Architektur, Malerei und Orgelbau geben dem Kirchenraum jeweils einen eigenen Akzent.

Auf dem Kirchhof befindet sich die Grabstätte für Stanislaus Bartuk, einen 1943 ermordeten jüdischen Zwangsarbeiter. Nördlich der Dorfkirche erinnert das Kriegerdenkmal an die Gefallenen des Krieges von 1870/71 sowie an die Opfer beider Weltkriege. Die Gedenkorte setzen unterschiedliche historische Bezugspunkte: Das Denkmal erinnert an die Folgen mehrerer Kriege, während die Grabstätte das Schicksal Bartuks in den Mittelpunkt stellt.

Der Sakralbautenradwanderweg über Picher

Der Sakralbautenradwanderweg ist ein 70 Kilometer langer Themenradweg, der überwiegend durch flaches Gelände führt und über Picher verläuft. Die Gesamtlänge gibt Ihnen einen Anhaltspunkt für die Dimension der Route; sie ist nicht mit einer lokalen Runde gleichzusetzen. Wenn Sie die Strecke in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Routendetails, denn diese können sich ändern. So lässt sich der kulturelle Schwerpunkt in Picher einer längeren Radroute gegenüberstellen, ohne für den Abschnitt durch den Ort eine bestimmte Dauer oder Entfernung anzunehmen.

Saisonale Blaubeeren und Handwerk bei Picher

Von Juli bis August können Besucher auf den Feldern in Picher Bio-Blaubeeren selbst pflücken. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Betriebstage. Der Betrieb Bio Blaubeeren Picher ist offiziell biozertifiziert, bietet fünf verschiedene Blaubeersorten an und verkauft frisch geerntete Beeren auch in fertig gefüllten Körben. Selbstpflücken und gefüllte Körbe sind zwei unterschiedliche Möglichkeiten, die Beeren zu genießen; Sorten und Angebot können sich ändern, daher ist eine aktuelle Prüfung sinnvoll.

Im näheren Umfeld des Reiseziels liegt der Eichenhof bei Picher. Kat von Stenglin webt dort pflanzengefärbte Stoffe und Gobelins, während Alexander von Stenglin individuelle Keramik und Gebrauchskeramik gestaltet. Das Handwerk ergänzt die Kirchenarchitektur und die saisonale Ernte um einen weiteren kulturellen Akzent, ohne dass dafür ein Besuchsablauf vorausgesetzt werden muss.

Kulturelle Ergänzung in Ludwigslust-Parchim

Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim bietet Schloss Ludwigslust einen anderen historischen Schwerpunkt. Das Schloss war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge und bildet mit Park und Stadt ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Zugleich steht es im Mittelpunkt einer nahezu vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und einem Landschaftspark im englischen Stil. Im Schloss werden Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt.

Damit unterscheiden sich die kulturellen Themen klar: In Picher stehen Dorfkirche, Ausstattung und Gedenkorte im Mittelpunkt; Schloss Ludwigslust vermittelt höfische Wohnkultur und ein spätbarockes Ensemble.

Weitere Reiseziele entdecken: Hoort, Bresegard Bei Picher, Alt Zachun, Pätow-Steegen, Setzin, Bobzin, Moraas, Toddin

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Hagenow-Land.

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