Strohkirchen lässt sich für eine Reiseplanung über zwei konkrete Themen erschließen: Radwege mit Bezug zum Ort und historische Bau- und Erinnerungsspuren. Wer Strohkirchen als Übernachtungsort in Betracht zieht, kann zunächst fragen, ob eine Radtour oder die Beschäftigung mit den benannten Ortsdetails den Ausschlag gibt. Die Radwege unterscheiden sich nach Verlauf und nach dem Maßstab ihrer Angaben.
Radwege mit Bezug zu Strohkirchen
Ein Radweg führt von Picher nach Strohkirchen. Die Hagenower Kirchentour führt über Strohkirchen zum historischen Forsthof Jasnitz und umfasst den Entdeckerpunkt „Am Strohkirchener Bach“. Auf der Hagenower Kirchentour verlaufen Radwege und Straßen teils asphaltiert; längere Abschnitte führen über unbefestigte Sandwege. Planen Sie mit wechselnden Untergründen und prüfen Sie die örtlichen Bedingungen vor der Fahrt.
Im weiteren regionalen Umfeld verläuft der Sakralbautenradwanderweg, ein 70 km langer Themenradweg. Strohkirchen gehört zu den aufgeführten Etappen; insgesamt führt die Route überwiegend durch flaches, ebenes Gelände. Die Längenangabe bezieht sich auf den Radweg als Ganzes. So geben die beiden Routen unterschiedliche Orientierung: Bei der Hagenower Kirchentour sind der Verlauf über Strohkirchen, der Forsthof Jasnitz und die wechselnden Oberflächen konkret benannt. Beim Sakralbautenradwanderweg helfen die Gesamtlänge und der allgemeine Geländecharakter bei der Einordnung der größeren Tour.
Bau- und Erinnerungsspuren im Ort
Ein Verzeichnis mit Stand Januar 2021 nennt in Strohkirchen, Waldweg 6, eine Büdnerei aus Raseneisenstein. Ein weiterer Eintrag mit Stand Januar 2021 führt an der Bahnhofstraße/Gartenstraße ein Gefallenendenkmal für 1914/1918 mit drei Inschriftsteinen auf. Die Angaben setzen unterschiedliche Akzente: Bei der Büdnerei stehen Gebäudetyp, Baustoff und Adresse im Mittelpunkt, beim Denkmal die Widmung und die Zahl der Inschriftsteine. Wer sich für Bau- und Erinnerungskultur interessiert, findet damit zwei klar voneinander unterscheidbare Ortsdetails.
Weitere Kulturorte im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim
Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim war Schloss Ludwigslust die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge. Zusammen mit Park und Stadt bildet das Schloss ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Es bildet außerdem den Mittelpunkt einer nahezu vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und einem Landschaftspark im englischen Stil. Im Schloss werden Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt. Damit treffen in Ludwigslust Residenzgeschichte, Stadtanlage und Museumsthemen aufeinander.
Eine andere Formensprache zeigt die Zitadelle Dömitz, ebenfalls im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim. Sie ist eine nach italienischem Vorbild angelegte Renaissancefestung in Form eines Fünfecks mit Bastionen, Kasematten und Zugbrücke. Das Museum in der Festung behandelt die Festungs- und Stadtgeschichte, die Geschichte von Elbe, Hafen und Brücken sowie Fritz Reuter; hinzu kommen Sonder- und Kunstausstellungen. Schloss Ludwigslust und Zitadelle Dömitz setzen so unterschiedliche Schwerpunkte für kulturhistorische Entdeckungen innerhalb des Reiseziels.
Weitere Reiseziele entdecken: Kuhstorf, Hoort, Belsch, Bobzin, Moraas, Hülseburg, Warlitz, Alt Zachun.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Hagenow-Land.