Der Woezer See liegt auf dem Gemeindegebiet von Wittendörp. In Döbbersen und Dreilützow kommen eine romanische Ziegelkirche, eine Kapelle mit Kreuzweg und Kunstwerke in Häusern der Gutsanlage von Schloss Dreilützow hinzu. So begegnen Ihnen in Wittendörp unterschiedliche Themen: Landschaft, Sakralarchitektur, Andacht und kulturelle Arbeiten.
Landschaft und Orientierung in Wittendörp
Der Woezer See ist ein benannter Landschaftsbezug innerhalb des Gemeindegebiets. Wittendörp grenzt im Norden an den Landkreis Nordwestmecklenburg. Die Angaben beantworten unterschiedliche Orientierungsfragen: Der See liegt innerhalb Wittendörps, während die Landkreisgrenze die Gemeinde nach Norden einordnet. Wer sich für Landschaft interessiert, findet damit einen klaren Bezug zum See; die nördliche Grenze beschreibt dagegen die Lage der Gemeinde im größeren geografischen Zusammenhang.
Kirche, Kapelle und kulturelle Arbeiten
Die St.-Vitus-Kirche in Döbbersen ist ein romanischer Ziegelbau im Übergang zum gotischen Stil. Sie besteht aus Chor, Schiff und Turm. Im hellen Kirchenschiff befindet sich ein Tonnengewölbe; zur Ausstattung zählen eine Runge-Orgel auf der Empore, alte Kreidemalereien, ein Taufengel und ein Barockaltar. Bauform und Ausstattung setzen unterschiedliche architektonische Akzente: Neben der Gliederung des Gebäudes treten Gewölbe, Orgel und weitere Ausstattungsstücke als eigene Details hervor.
Die kleine Marienkapelle in Dreilützow wurde in den 1960er-Jahren eingerichtet und dient der Einkehr und dem Gebet. Im Park der Kapelle führt ein leicht geschwungener Weg über 14 Kreuzwegstationen zu einem ehemaligen Teepavillon. Kapelle und Weg stehen für unterschiedliche Aspekte desselben Ortes: Die Kapelle ist dem Gebet und der Einkehr gewidmet, während der Kreuzweg als Abfolge von Stationen zu einem früheren Pavillon führt. Der Teepavillon ist dabei ausdrücklich ein ehemaliger Zielpunkt.
Eine weitere kulturelle Facette bieten die Häuser, die zur Gutsanlage von Schloss Dreilützow gehören. Dort finden sich unter anderem historische Malereien, bewegliche Bilder und Installationen. Diese Arbeiten ergänzen die sakralen Orte um einen anderen Schwerpunkt: In Döbbersen und Dreilützow lassen sich architektonische und religiöse Themen von künstlerischen Arbeiten unterscheiden, ohne sie auf eine einzige Sehenswürdigkeit zu reduzieren.
Ludwigslust-Parchim als übergeordneter Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim eröffnet Schloss Ludwigslust eine andere Perspektive auf höfische Geschichte. Es war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge und bildet zusammen mit Park und Stadt ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Das Schloss bildet außerdem den Mittelpunkt einer nahezu vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und einem Landschaftspark im englischen Stil. Hier stehen also das Zusammenspiel von Schloss, Stadtanlage und Park im Mittelpunkt; in Wittendörp prägen dagegen einzelne Kirchen, Kapellen und die Gutsanlage die beschriebenen Themen.
Auch das Museum in der Festung Dömitz bietet im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim einen anderen historischen Schwerpunkt. Es behandelt die Geschichte der Festung und der Stadt sowie die Geschichte von Elbe, Hafen und Brücken und Fritz Reuter. Für Naturinteressierte gehört das Kalkflachmoor bei Zarrentin zur regionalen Perspektive: Es ist Teil des Naturschutzgebiets Schaalelauf und lässt sich vom Naturerlebnispfad aus entdecken. Diese Themen ergänzen die lokalen Merkmale Wittendörps, sind aber eigenständige Beispiele aus Ludwigslust-Parchim.
Weitere Reiseziele entdecken: Körchow, Wittenburg, Lehsen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Wittenburg.