Ein Aufenthalt in Parchim kann sich an zwei unterschiedlichen Schwerpunkten orientieren: an Bauwerken und Stadtgeschichte oder am Wockersee mit seinen Möglichkeiten an Land und auf dem Wasser. Die historischen Zeugnisse reichen vom ältesten erhaltenen Gebäude bis zu einem Wehrturm aus dem Jahr 1360; am See kommen Wandern, Schwimmen und Bootfahren infrage. So lässt sich die Auswahl an den eigenen Interessen ausrichten.
Stadtgeschichte zwischen Kirche, Turm und Wall
Die St.-Marienkirche ist das älteste heute in Parchim erhaltene Gebäude. Auch St. Georgen lohnt den Blick auf die Baugeschichte: Wegen ihrer geschichtlichen, architektonischen und kunsthistorischen Bedeutung gilt sie als Kirche von regionaler Bedeutung. An der Straße Am Wallhotel kann man einen sehr gut erhaltenen Abschnitt der Parchimer Stadtmauer betrachten.
Ein weiteres Zeugnis der Stadtbefestigung ist der Fangelturm. Er wurde 1360 als Bestandteil einer Landwehr zur äußeren Verteidigung Parchims errichtet. Heute ist er der einzige Turm seiner Art in Mecklenburg und gehört zu den ältesten Bauwerken des Landes. Die Parchimer Wallanlagen ergänzen die historischen Bauwerke um eine andere Art des Stadterlebens: Sie umfassen etwa 4,4 Hektar und lassen sich heute als städtischer Park erleben.
Stadtgeschichte in der Kulturmühle
Wer die Entwicklung Parchims von den Anfängen bis zur Gegenwart in einer Ausstellung betrachten möchte, findet diesen Überblick im Museum Parchim. Die Dauerausstellung in der Kulturmühle zeigt die Stadtgeschichte auf 900 m². Wird die Dauerausstellung neu gestaltet, kann sich diese Flächenangabe ändern. Zusammen mit den erhaltenen Bauwerken bietet das Museum einen anderen Zugang zur Geschichte der Stadt: Hier steht die zeitliche Entwicklung im Mittelpunkt, während Kirchen, Stadtmauer und Fangelturm konkrete historische Orte sind.
Wockersee und Wockertal: Aktivitäten am Wasser und an Land
Der Wockersee liegt am nördlichen Stadtrand von Parchim und ist 62 Hektar groß. Er eignet sich zum Wandern, Schwimmen und Bootfahren. Für eine Umrundung des Sees dient der Eichberg als Ausgangspunkt. Direkt an den Wockersee schließt sich das Landschaftsschutzgebiet Wockertal an. So stehen am See unterschiedliche Arten der Freizeitgestaltung nebeneinander: Bewegung an Land und Aktivitäten auf dem Wasser.
Ein Naturlehrpfad im Wockertal bietet eine weitere Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden. Der Eisvogellehrpfad am Unteren Voigtsdorfer Teich ist etwa 1.100 Meter lang und hat neun Stationen.
Am Fischerdamm befindet sich eine Kanuverleihstation. Sie gilt als sehr gut erreichbar und bietet eine direkte Verbindung von der Stadt in die Natur. Wenn Sie mit dem Kanu unterwegs sein möchten, prüfen Sie vor der Reise die Verfügbarkeit beim Anbieter.
Stadtführungen und Anreise
Der Heimatbund Parchim e.V. führt in den Sommermonaten auf Anfrage öffentliche allgemeine Stadtrundgänge durch; angeboten werden sie seit 1997. Zu den öffentlichen Stadtführungen gehören außerdem Rundgänge zu Parchim im Mittelalter und zur Parchimer Dragonergeschichte. Die Themen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Der allgemeine Rundgang eröffnet einen breiteren Blick auf die Stadt, während die beiden weiteren Rundgänge bestimmte Kapitel ihrer Geschichte aufgreifen.
Mit der Bahn gelangt man über Ludwigslust oder Schwerin weiter nach Parchim: Zunächst erreicht man diese Orte mit der Deutschen Bahn, anschließend fährt man mit der ODEG weiter. Prüfen Sie vor Reisebeginn die aktuellen Verbindungen und Fahrpläne. Vom Parchimer Bahnhof ist die Innenstadt zu Fuß in etwa zehn Minuten erreichbar; alternativ stehen Taxi und Bus für die Weiterfahrt zur Verfügung. Diese Orientierung hilft bei der Ankunftsplanung, während die Wahl zwischen Stadtgeschichte, Ausstellung und Aktivitäten am Wockersee den inhaltlichen Schwerpunkt des Aufenthalts setzen kann.
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