Zum Inhalt

In Gielow begegnen Ihnen mehrere unterschiedliche Spuren der Ortsgeschichte: die Heimatstube in der Dorfkirche, die Gielower Mühle und die Wasserburg Liepen. Dazu kommen ein Rundweg durch die Parklandschaft der Wasserburg und eine Bitterlikörverkostung mit Führung, für die eine vorherige Anmeldung nötig ist. Die Themen reichen von historischen Alltagsgeräten und Kirchenarchitektur bis zu Literatur, Baugeschichte und einer konkreten Unterkunftsoption.

Dorfkirche, Heimatstube und Bauerngarten

Die Heimatstube Gielow befindet sich in der Dorfkirche und zeigt Geräte und Werkzeuge aus dem frühen 20. Jahrhundert. Zur Heimatstube gehört außerdem ein Bauerngarten mit historischen Pflanzen und Kräutern. Sammlung und Garten setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte: Hier stehen Gebrauchsgegenstände aus einer früheren Zeit, dort Pflanzen und Kräuter in einem historischen Garten. Prüfen Sie vor einem gezielten Besuch der Heimatstube die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.

Auch die Dorfkirche selbst hat markante Details: Vor einem Spitzbogenfenster steht ein besonderer Altar, und die Orgel stammt aus dem Jahr 1828. Ein Spitzbogen ist oben spitz statt rund abgeschlossen; im Gielower Kirchenraum bildet dieses Fenster den Hintergrund des Altars. Zusammen mit der datierten Orgel ergeben sich so verschiedene Anknüpfungspunkte für den Blick auf die Kirche: ihre Ausstattung, die Fensterform und ein klar benanntes historisches Datum.

Mühle zwischen Geschichte, Literatur und Radtour

Die Gielower Mühle ist die einzige von vier historischen Mühlen im Naturschutzgebiet Ostpeene, die noch existiert. Ihr Stellenwert erschließt sich auch über den Vergleich: Von den vier Mühlen ist nur sie erhalten. Außerdem spielt sie in Fritz Reuters Roman „Ut de Franzosentid“ eine wichtige Rolle. Damit hat die Mühle sowohl einen Bezug zur historischen Mühlenlandschaft als auch zur Literatur.

Eine weitere Perspektive bietet die Radtour „Stavenhagen und Fritz Reuter“: Sie führt zur Gielower Mühle und überquert dort die Ostpeene. Für die Reiseplanung ist die Mühle damit nicht nur ein historischer Ort, sondern auch ein konkret benanntes Ziel einer Radtour.

Wasserburg Liepen: Baugeschichte und Park

Die Wasserburg Liepen wurde im 14. Jahrhundert als Burganlage mit dem Gut Liepen errichtet. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor sie ihre Bedeutung als Wehranlage und verfiel bis auf das Kellergewölbe. Auf diesem Kellergewölbe wurde 1700 ein barockes Herrenhaus errichtet.

Durch die gestaltete Landschaft des Parks der Wasserburg führt ein Rundweg für Besucher. Das ist eine andere Art, sich mit Liepen zu beschäftigen, als die zeitliche Abfolge der Baugeschichte nachzuvollziehen: Der Weg richtet den Blick auf die Parklandschaft. Da lokale Zugangsbedingungen variieren können, klären Sie diese vor Ihrem Besuch. Im Gewölbekeller werden Bitterlikörverkostungen mit Führung nach vorheriger Anmeldung angeboten. Stimmen Sie die konkreten Arrangements vor einem Besuch ab.

Übernachtung und Orientierung

Als konkrete Unterkunftsoption verfügt die Wasserburg Liepen über vier Ferienwohnungen. Da sich der Unterkunftsbestand ändern kann, prüfen Sie vor Ihrer Planung die aktuelle Verfügbarkeit.

Für die räumliche Orientierung: Gielow liegt etwa 6 km südlich der Stadt Malchin und ist über die Landstraße Malchin–Waren erreichbar. So lässt sich der Ort anhand von Malchin einordnen, während die Landstraße einen konkreten Bezug für die Anreise bietet.

Weitere Reiseziele entdecken: Faulenrost, Kummerow, Duckow, Malchin, Gorschendorf, Basedow, Neukalen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Malchin Am Kummerower See.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.