Eine frühere Fachwerkkirche von 1593, Wappenschilde mit einer ungewöhnlichen früheren Verwendung und eine Badestelle mit mehreren Untergrundarten geben Gorschendorf konkrete Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt. Bei der Planung können Sie Kirchengeschichte und Wassererlebnisse gewichten; für den Moorbauer ist die Anreise von der Wasserseite aus entscheidend.
Kirchengeschichte und ein ungewöhnliches Detail
Die frühere Kirche von Gorschendorf wurde 1593 in Fachwerkbauweise errichtet. Die Kirche in Gorschendorf wurde 1901 neu erbaut und geweiht. Die Weihe fand am 14. Juli 1901 in Gegenwart des Großherzogs Friedrich Franz IV. statt.
Im Inneren befinden sich kleine Wappenschilde der Familien Moltke, Klitzing, Blücher und Wickede. Ursprünglich dienten sie als Zierrat für Särge. Damit stehen neben den gut datierbaren Bauabschnitten auch die frühere Verwendung dieser Wappen im Mittelpunkt der Kirchengeschichte.
Im Jahr 2015 fanden in der neugotischen Dorfkirche Sommergottesdienste, gelegentliche Konzerte und ein Heiligabendgottesdienst statt. Wenn Sie wegen eines Gottesdienstes oder Konzerts nach Gorschendorf reisen möchten, prüfen Sie die aktuellen Termine vorab.
Badestelle und Wasserzugang am Moorbauer
Die Badestelle am Kummerower See auf Höhe Gorschendorfs hat im Badebereich sandigen Untergrund. Zugleich gibt es Wasserpflanzenbewuchs sowie verschlickte oder moorige Bereiche. Wer einen Badestopp einplant, sollte daher nicht von durchgehend sandigem Boden ausgehen.
Das Ausflugslokal Moorbauer liegt in einem Moor am Peenekanal zwischen dem Kummerower See und dem Malchiner See. Für die Planung ist seine Zugangsart besonders wichtig: Der Moorbauer ist nur von der Wasserseite aus erreichbar. Auf der Kanuetappe auf der Peene gibt es beim Moorbauer in einem linken Seitenarm bei Gorschendorf Fähr- und Bootsanleger. Sie können für eine Pause oder zum Ein- und Aussetzen genutzt werden.
Auch ohne eigenes Boot kommen das Fahrgastschiff Forelle oder die betriebseigenen schwanenförmigen Tretboote von der gegenüberliegenden Seite als Möglichkeiten infrage. Solche Transportangebote können saisonal verkehren; prüfen Sie deshalb vorab, ob die gewünschte Option aktuell angeboten wird.
Kultur und Planung im übergeordneten Reiseziel Malchin
Wer auch das übergeordnete Reiseziel Malchin in den Blick nimmt, findet dort weitere eigenständige Kulturthemen. Die St. Johanniskirche in Malchin ist ein typischer Bau der norddeutschen Backsteingotik. Sie besitzt eine Frieseorgel und einen um 1430 entstandenen Marienaltar. Die Friese-III-Orgel ist eine von insgesamt acht großen Friese-III-Orgeln im Land und die einzige davon, die fast vollständig im Original erhalten blieb.
Zu den historischen Bauwerken in Malchin zählen außerdem das Kalensche Tor, eines der vier Tore der ehemaligen Malchiner Wehranlage und das besterhaltene Tor der Stadtbefestigung, sowie der Fangelturm. Dieser sechsgeschossige Wehrturm aus Backstein stammt aus dem 15. Jahrhundert.
Das Heimatmuseum in der Stadtmühle Malchin zeigt eine Dauerausstellung über Siegfried Marcus. Führungen außerhalb der Öffnungszeiten können vereinbart werden; prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Vereinbarungen. Für die Anreise nach Malchin gibt es dort einen Bahnhof an der Bahnstrecke Güstrow–Neubrandenburg. Informieren Sie sich vorab über die aktuellen Fahrpläne.
Auch eine Radtour rund um den Kummerower See lässt sich als eigenes Angebot im übergeordneten Reiseziel Malchin einordnen: Sie beginnt am Bahnhof Malchin und führt von dort durch eines der historischen Stadttore in die Altstadt. Für die aktuelle Wegführung empfiehlt sich ein Blick auf die Angaben des Routenanbieters.
Weitere Reiseziele entdecken: Faulenrost, Basedow, Duckow, Malchin, Neukalen, Kummerow, Gielow.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Malchin Am Kummerower See.