In Fincken kommen Naturthemen und Baugeschichte zusammen. Landschaftspark und Finckener See setzen andere Akzente als Kirche, Gutshaus und Rundscheune; zugleich finden sich innerhalb einzelner Bauwerke verschiedene historische Zeitschichten. Für die Reiseplanung sind daher konkrete Bauformen ebenso interessant wie ein Wanderziel und das Angeln am Wasser. So können Sie vorab gewichten, ob Ihr Interesse stärker der Architektur, der Landschaft oder einer Aktivität am See gilt.
Landschaftspark und Finckener See
Der Landschaftspark in Fincken wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt und enthält seltene Bäume. Seine Entstehungszeit und der besondere Baumbestand geben der Ortsgeschichte einen landschaftlichen Akzent, der sich von den einzelnen Bauwerken unterscheidet. Das Gutshaus liegt direkt am Finckener See. Dort können Angler Karpfen, Hechte, Zander und Weißfische fangen. Die Fischarten und Bedingungen können sich ändern; prüfen Sie deshalb vor einem Angelausflug die aktuellen Bedingungen.
Kirche, Gutshaus und Rundscheune
Die Kirche in Fincken ist ein verputzter Backsteinbau aus dem 18. Jahrhundert. Ihr Feldsteinchor soll bereits zwischen 1290 und 1310 erbaut worden sein. Damit stehen ein älterer Chor und ein Kirchenbau aus späterer Zeit nebeneinander. Die Kirche ist als Baudenkmal geschützt. Zu den konkreten Ausstattungsdetails zählt ein Altar mit Putten und einer Engelgruppe. Neben der Kirche steht das Mausoleum der Familie von Blücher.
Das Gutshaus in Fincken wurde 1801 errichtet. Zwischen 1850 und 1860 kam ein saalartiger Anbau im Tudorgotik-Stil hinzu. Die Daten markieren zwei unterschiedliche Bauphasen: die Errichtung des Gutshauses und seine spätere Erweiterung. Eine weitere Bauform vertritt die Rundscheune aus dem 18. Jahrhundert, die als in der Region einzigartig gilt. Zusammen zeigen diese Bauwerke unterschiedliche Seiten der Finckener Baugeschichte.
Wanderweg und Aufenthalt in Fincken
Wer eine Wanderung einplanen möchte, kann den Eiskellerberg als Ziel vormerken: Ein Wanderweg führt vom Dorf dorthin in Richtung B 198. Der Weg bietet damit ein konkretes Ziel für eine Unternehmung zu Fuß, während der Finckener See für Angler interessant ist. Diese unterschiedlichen Möglichkeiten lassen sich bei der Planung nach den eigenen Interessen gewichten.
Im Gutshaus in Fincken befinden sich ein Hotel und ein Restaurant. Wenn Sie dort übernachten oder essen möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Öffnungs- und Buchungsmöglichkeiten. Das Gutshaus ist damit ein konkreter Anhaltspunkt für die Suche nach einem Hotel in Fincken; die aktuellen Bedingungen sollten zu Ihrem geplanten Aufenthalt passen.
Ein Natur-Schwerpunkt in der Mecklenburgischen Seenplatte
Auf Ebene des übergeordneten Reiseziels Mecklenburgische Seenplatte liegt ein weiterer Natur-Schwerpunkt im Müritz-Nationalpark. Er ist von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt in neun Etappen die Landschaftstypen und Besonderheiten des Parks: Er führt an Seen, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten dort lehrreiche Touren an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus. Diese regionale Perspektive ergänzt Finckens eigene Bau- und Landschaftsthemen, ohne sie zu vermischen.
Weitere Reiseziele entdecken: Kieve, Wredenhagen, Gotthun, Altenhof, Priborn, Rechlin, Stuer, Lärz
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Röbel-Müritz.