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Holldorf erschließt sich über mehrere historische Motive: Im Ort steht ein alter Gutshof, am Dorfrand wachsen etwa 500 Jahre alte Eichen, und in den Ortsteilen der Gemeinde finden sich weitere Kirchen und eine alte Schmiede. Für die Planung hilft die geografische Unterscheidung: Die genannten Kirchen und die Schmiede liegen in Ballwitz beziehungsweise Rowa, während der Burgenwanderweg sowohl Holldorf als auch Ballwitz durchquert. So lassen sich Ortsgeschichte und Wanderungen auf unterschiedlichen Ebenen in die Reiseplanung einordnen.

Gutshof und Eichen in Holldorf

Der alte Gutshof gilt als sehenswert, wird jedoch privat genutzt. Am Dorfrand stehen Eichen, die etwa 500 Jahre alt sind und ebenfalls als sehenswert gelten. Damit treffen in Holldorf zwei unterschiedliche Motive aufeinander: das privat genutzte Anwesen im Ort und ein alter Baumbestand am Dorfrand. Wer sich für die Ortsgeschichte interessiert, findet hier sowohl ein historisches Gebäude als auch einen Naturbezug, der durch das ungefähre Alter der Eichen besonders auffällt.

Kirchen und Dorfgeschichte in Ballwitz und Rowa

In Ballwitz, einem Ortsteil der Gemeinde Holldorf, wurde die Kirche um 1500 auf älterer Grundlage errichtet. 1870 wurde sie umfassend ausgebaut und erweitert. Sie besitzt außerdem ein Gestühl mit allegorischen Tafelbildern aus dem 18. Jahrhundert. Die drei Zeitangaben setzen unterschiedliche Akzente: auf die Errichtung um 1500, die Bildtafeln des 18. Jahrhunderts und den späteren Ausbau von 1870. Ebenfalls in Ballwitz befindet sich eine alte Dorfschmiede mit Teich und Brunnen. So stehen Kirchenbau und Ausstattung neben einem weiteren Motiv der Dorfgeschichte.

Rowa, ebenfalls ein Ortsteil der Gemeinde Holldorf, hat eine andere hervorgehobene Kirchenarchitektur. Dort steht eine gotische Feldsteinkirche innerhalb einer kreisrunden Umwehrung. Ihr Schnitzaltar stammt aus dem 15. Jahrhundert; der Mittelschrein zeigt die Marienkrönung. Im Vergleich zu Ballwitz treten in Rowa die kreisrunde Umwehrung und das mittelalterliche Altarwerk hervor, während in Ballwitz Baugeschichte und Gestühl eigene Anhaltspunkte bieten. Wer beide Orte betrachtet, kann die Kirchen anhand ihrer konkreten Merkmale unterscheiden, statt sie nur als allgemeine Dorfkirchen zusammenzufassen.

Wanderwege und Orientierung

Der Burgenwanderweg von Burg Stargard zur Alten Burg Penzlin führt durch Holldorf und Ballwitz. Eine weitere Wegbeschreibung betrifft die Etappe Heiligengrabe–Königsberg: Auf ihr führt der Weg auf der Straße in den Ort Holldorf. In Ballwitz verläuft er zur Dorfkirche und anschließend über einen Sandweg in Richtung Wald und Zachow. Die Angaben unterscheiden damit einen größeren Routenverlauf durch beide Orte von konkreten Abschnitten mit Straße und Sandweg. Vor dem Aufbruch empfiehlt sich ein Blick auf den aktuellen Routenverlauf, denn Routenbedingungen können sich ändern.

Die Gemeinde Holldorf ist mit dem Auto über die B 96 erreichbar und an das regionale Radwegenetz angeschlossen. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie zuerst überlegen, ob Ihr Aufenthalt vor allem auf Holldorf selbst, die Kirchen in den Ortsteilen oder eine Wanderetappe ausgerichtet sein soll. Die unterschiedlichen Orts- und Wegbezüge helfen, diese Schwerpunkte auseinanderzuhalten.

Ein größerer Naturrahmen: Mecklenburgische Seenplatte

Im übergeordneten Reiseziel Mecklenburgische Seenplatte ist der Müritz-Nationalpark ein eigener Natur- und Wanderschwerpunkt. Der Park ist von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt in neun Etappen die Landschaftstypen und Besonderheiten des Nationalparks und führt an Seen, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. So stehen die lokalen Bau- und Wanderbezüge Holldorfs einem eigenständigen regionalen Naturthema gegenüber.

Weitere Reiseziele entdecken: Burg Stargard, Cammin, Lindetal, Groß Nemerow, Pragsdorf, Cölpin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Stargarder Land.

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