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Barnekows Ortsgeschichte spannt einen weiten Bogen: von der ersten Dokumentation im Jahr 1230 über Burg und Gut bis zu Veränderungen des Ortsbildes im 20. Jahrhundert. Auch das Kirchspiel und ein ausgewiesenes Naturdenkmal ergänzen diesen historischen Schwerpunkt. Für Ihre Reiseentscheidung bietet Barnekow damit mehrere unterschiedliche Themen, die sich zeitlich einordnen lassen.

Burg, Gut und Ortsgeschichte

Von 1359 bis etwa 1600 waren die Plessen-Ritter auf einer Burg in Barnekow ansässig. Ein heute noch erkennbarer Doppelhügel repräsentiert die vermutete Zwillingsburg. Die Rittergeschichte ist mit einem Zeitraum verbunden; die Zuordnung des Hügels zu einer Zwillingsburg bleibt dagegen ausdrücklich eine Vermutung.

1717 wurde in Barnekow ein als „Außenland“ bekannter Hof eingerichtet. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort wiederholt geplündert; im März 1718 war er beinahe vollständig zerstört. Spätere Kapitel betreffen das Gut: Es gehörte von 1789 bis 1864 der Familie von Ladiges und von 1888 bis 1945 der Familie von Behr-Negendanck. Die beiden Besitzzeiträume liegen auseinander und beschreiben keine durchgehende Besitzfolge der beiden Familien.

Auch Veränderungen am Ortsbild lassen sich zeitlich unterscheiden. Das frühere Gutshaus wurde 1989 durch Sprengung abgerissen; an seinem Standort entstand eine Grünfläche. Zuvor war die alte Schmiede 1987–1988 abgerissen worden. Danach entstand an ihrer Stelle ein Gebäude mit einem Restaurant.

Kirchspiel und Baugeschichte

Barnekow gehört zum evangelisch-lutherischen Kirchspiel Gressow-Friedrichshagen, zu dem die Kirchen in Gressow und Friedrichshagen zählen. Eine typische Backsteinkirche des Kirchspiels wird in ihrer heutigen Form in die Mitte des 14. Jahrhunderts datiert. Für eine Kirche des Kirchspiels sind außerdem Ausstattungsstücke aus dem 18. Jahrhundert und eine Winzer-Orgel beschrieben. Die Baugeschichte bietet so einen weiteren historischen Blickwinkel neben Burg und Gutsbesitz.

Eine Backsteinkirche im Kirchspiel ist von Ostern bis zum Reformationstag täglich von 08:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Prüfen Sie die Öffnung vor Ihrem Besuch, da sich saisonale Besuchsregelungen ändern können.

Naturdenkmal und Radverbindung

Eine Stieleiche in Barnekow ist durch eine Kreisverordnung vom 5. Mai 2021 als Naturdenkmal ausgewiesen. Wenn Sie den Baum aufsuchen möchten, prüfen Sie vorab den Zugang am Standort.

Ein 5,8 Kilometer langer Radweg verbindet Barnekow mit Wismar. Vor einer Fahrt sollten Sie den aktuellen Fertigstellungsstand und die Bedingungen prüfen.

Nordwestmecklenburg im größeren Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Nordwestmecklenburg umfasst der Norden den Landschaftsraum „Nordwestmecklenburgisches Hügelland mit Wismarbucht“, während der Süden zur „Westmecklenburgischen Seenlandschaft mit Schweriner See“ gehört. Das Landschaftsbild des Landkreises prägen Endmoränenzüge, flachwellige Grundmoränenplateaus, Steil- und Flachküstenabschnitte, Schmelz- und Abflussrinnen sowie Sanderflächen. Die beiden benannten Landschaftsräume setzen unterschiedliche räumliche Akzente innerhalb des Landkreises.

Ein weiteres Beispiel der regionalen Baugeschichte ist Schloss Gadebusch in Gadebusch. Das 1573 errichtete Renaissanceschloss gilt als seltenes Beispiel der mecklenburgischen beziehungsweise norddeutschen Backsteinrenaissance und besitzt Reliefs im regionalen Johann-Albrecht-Stil. Es ergänzt die Ortsgeschichte Barnekows um ein eigenständiges architektonisches Thema im übergeordneten Reiseziel.

Das Landschaftsschutzgebiet „Radegasttal“ bildet einen anderen regionalen Schwerpunkt. Es erstreckt sich auf etwa 600 Hektar zwischen dem südlichen Ortsrand von Rehna und dem Neddersee bei Gadebusch. Zum Gebiet gehören der stark mäandrierende, naturnahe Verlauf der Radegast sowie angrenzende Grünlandbereiche, Röhrichte, Gehölze und Bruchwälder.

Weitere Reiseziele entdecken: Ventschow, Lübow, Bad Kleinen, Bobitz, Groß Stieten, Metelsdorf, Hohen Viecheln

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen.

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