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Lübstorf liegt am Nordwestufer des Schweriner Außensees. Im Ortsteil Wiligrad verbinden sich Schlossgeschichte, Parklandschaft und Kunst. Das Schloss wird renoviert und ist derzeit geschlossen; der Schlosspark bleibt für Besucher zugänglich. Für die Planung ist dieser Unterschied wichtig: Ein Besuch des Parks ist möglich, der Zugang zum Schloss nicht. Prüfen Sie den Parkzugang vor der Anreise.

Schlossgeschichte und Kunst in Wiligrad

Schloss Wiligrad wurde von 1896 bis 1898 am Steilufer des Schweriner Sees erbaut. Auftraggeber waren Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg und seine Frau. Im Maschinenhaus am Schloss befindet sich eine Ausstellung zur Geschichte des Schlosses, seiner Erbauer, der Gebäude und des denkmalgeschützten Parks. So lässt sich der Besuch auf die Geschichte des Ensembles und seine Parkanlage ausrichten, auch wenn das Schloss selbst geschlossen ist.

Der Kunstverein Wiligrad nutzt das Maschinenhaus als Ausstellungsort unweit des Schlosses. Gezeigt werden Arbeiten von Künstlern aus dem In- und Ausland, in der Galerie, im Foyer und im Schlosspark. Der Kunstverein öffnet dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. An Veranstaltungstagen gelten abweichende Öffnungszeiten. Prüfen Sie die Zeiten vor Ihrem Besuch.

Schlosspark, Steilufer und Landschaft

Der Schlosspark Wiligrad umfasst 19 Hektar und führt über ein Steilufer direkt zum Ufer des Schweriner Sees. Vom Standort des Schlosses besteht ein Blick über den See. Bei der Restaurierung des Parks wurden mehr als 1.000 Rhododendren neu gepflanzt. Diese Details geben dem Park neben seiner Lage am Wasser auch eine eigene gärtnerische Geschichte.

Die Wegeplanung erzählt ebenfalls etwas über die Gestaltung des Landschaftsparks: Vorgesehen waren fünf Kilometer Wege, die zu bestimmten Ausblicken und Kleinarchitekturelementen führen sollten. Diese historische Absicht beschreibt, wie der Park erschlossen werden sollte. Als Wanderangebot in Wiligrad kommt außerdem der Friedrich-Franz-Weg in Betracht; erkundigen Sie sich vor einer Tour nach den aktuellen Bedingungen. Hochwälder und fruchtbare, hügelige Felder prägen die Landschaft von Lübstorf.

Wassererlebnisse am Schweriner Außensee und bei Rugensee

Am kleinen Hafen von Lübstorf ermöglicht die Bootsschuppenanlage Wassersportlern und insbesondere Anglern Erholung am Schweriner Außensee. Wer den Aufenthalt lieber mit Baden verbindet, findet im Ortsteil Rugensee eine saisonale Möglichkeit: Bei warmem Wetter kann man im gleichnamigen See baden. Rugensee liegt im Landschafts- und Naturschutzgebiet Trebbow–Rugensee. So stehen in Lübstorf unterschiedliche Wasserbezüge nebeneinander: der Außensee am Hafen und der Badesee im Ortsteil Rugensee.

Gartenangebote und regionaler Rahmen

Zur Schlossgärtnerei Wiligrad gehören ein Gartencafé, ein Hofladen und Kunsthandwerk. Im Gartencafé werden selbst gebackene Kuchen angeboten. Da der aktuelle Betrieb zu prüfen ist, erkundigen Sie sich vor einem geplanten Besuch nach der Verfügbarkeit des Cafés.

Als übergeordneter Landschaftsrahmen bietet Nordwestmecklenburg eine weitere Einordnung: Im Norden umfasst der Landkreis das „Nordwestmecklenburgische Hügelland mit Wismarbucht“, im Süden die „Westmecklenburgische Seenlandschaft mit Schweriner See“. Zum Landschaftsbild Nordwestmecklenburgs gehören außerdem Endmoränenzüge, flachwellige Grundmoränenplateaus, Steil- und Flachküstenabschnitte, Schmelz- und Abflussrinnen sowie Sanderflächen. In Lübstorf selbst stehen für die Orientierung der Schweriner Außensee, die Parkanlage in Wiligrad und der Rugensee im Mittelpunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Gottesgabe, Pokrent, Perlin, Klein Trebbow, Zickhusen, Pingelshagen, Schildetal, Cramonshagen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Lützow-Lübstorf.

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