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Glasin liegt in einer Endmoränenlandschaft, deren Relief von Hügeln und Tälern bestimmt wird. Moore, Feuchtlebensräume und Wald ergänzen das Naturprofil. Hinzu kommen eine Wanderlandschaft um Glasin und Babst, eine 40 Kilometer lange Radtour sowie die Dorfkirche Groß Tessin. So lassen sich Natur, Bewegung und Baugeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte der Reise betrachten.

Endmoränen, Niederungen und Lebensräume

Glasins Landschaft wechselt beständig zwischen Tälern und Hügeln. Im Süden erheben sich Hügel, die über 90 bis 100 Meter hoch sind; mit 104 Metern über dem Meeresspiegel ist der Fuchsberg die höchste Erhebung Glasins. Im Osten liegen die Niederungen des Großtessiner Beckens, im Westen erstreckt sich eine sandige Sanderfläche. Damit gehören Höhenzüge, Becken-Niederungen und sandige Flächen gleichermaßen zum Landschaftsbild.

Das Tüzener Moor und das Große Torfmoor östlich von Poischendorf gelten als wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere. In Babst zählen Moore, Gebüsch- und Sumpfwälder, Kleingewässer und Feuchtwiesen zu den geschützten Biotopen. Auch die Züsower Forst enthält Orchideenarten, darunter Grünliche Waldhyazinthe und Zweiblatt. Die benannten Moore, die Biotope in Babst und die Orchideen im Wald setzen jeweils eigene Akzente für Naturinteressen.

Zu Fuß und mit dem Rad

Die abwechslungsreiche Landschaft rund um Glasin und Babst eignet sich für Wanderungen. Wer eine benannte Radstrecke in die Planung aufnehmen möchte, kann die Regionale Radtour 5 „Zwischen Neukloster und Züsower Forst“ berücksichtigen: Sie ist 40 Kilometer lang, schließt Glasin und Babst ein und führt durch ein großes Waldgebiet. Für die Abwägung zwischen Wandern und Radfahren stehen damit unterschiedliche Bezugspunkte bereit: die abwechslungsreiche Landschaft um beide Orte und eine Radtour mit angegebener Länge. Vor der Fahrt sollten Sie die Beschilderung und Streckenbedingungen vor Ort prüfen.

Als weiteres Freizeitangebot im Gebiet Glasin gilt der Badeplatz am Großtessiner See.

Baugeschichte der Dorfkirche Groß Tessin

Ein architektonischer Schwerpunkt ist die Dorfkirche Groß Tessin. Der Backsteinbau umfasst sieben Joche und stammt wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Der Westturm ist als Wehrturm gestaltet; eine Dachinschrift datiert auf 1741. Im Inneren dominiert ein barocker Kanzelaltar aus dem Jahr 1750. Die Zeitangaben haben unterschiedliche Bezüge: Das 14. Jahrhundert bezeichnet die wahrscheinliche Bauzeit, 1741 die Dachinschrift und 1750 den Kanzelaltar.

Die größere Landschaftsperspektive

Im übergeordneten Reiseziel Nordwestmecklenburg wird der Norden dem Landschaftsraum „Nordwestmecklenburgisches Hügelland mit Wismarbucht“ zugeordnet, der Süden der „Westmecklenburgischen Seenlandschaft mit Schweriner See“. Das Landschaftsbild von Nordwestmecklenburg prägen außerdem Endmoränenzüge, flachwellige Grundmoränenplateaus, Steil- und Flachküstenabschnitte, Schmelz- und Abflussrinnen sowie Sanderflächen. Diese regionale Perspektive umfasst damit weitere Landschaftsformen neben den Hügeln, Niederungen und Sanderflächen, die Glasins Ortsprofil bestimmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Warin, Jesendorf, Lübberstorf, Bibow, Passee, Zurow, Züsow

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Neukloster-Warin.

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