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Zurow verbindet eine Dorfgeschichte zwischen zwei Seen mit Backsteinarchitektur und historischen Hofanlagen in mehreren Ortsteilen. Für Ihre Reiseplanung lassen sich zwei Perspektiven unterscheiden: die Entstehung als slawische Dorfanlage auf einer sandigen Landzunge und die Baugeschichte der Dorfkirche sowie weiterer Höfe und Gutshofteile.

Zwischen Seen und Landschaftsräumen

Zurow gehört naturräumlich sowohl zum Nordwestmecklenburgischen Hügelland mit der Wismarbucht als auch zur Wariner Mulde innerhalb der Westmecklenburgischen Seenlandschaft. Der Ortsursprung erklärt die Verbindung zum Wasser: Zurow entstand als slawische Dorfanlage auf einer sandigen Landzunge zwischen zwei Seen. Der Selliner See und der Hofsee sind heute noch als Reste des einen Sees vorhanden, zwischen dem die Siedlung entstand. So lassen sich die heutige Seenlandschaft und die frühe Siedlungsform gemeinsam betrachten. Das Landschaftsschutzgebiet Neukloster See–Wariner See umfasst die Zurower Ortsteile Nakenstorf und Klein Warin.

Dorfkirche: Backsteinbau und Wallfahrtsgeschichte

Die Dorfkirche Zurow ist ein Backsteinbau aus der Zeit um 1380, der unter dem Einfluss der Wismarer Pfarrkirchen steht. Damit kommen Bauzeit und architektonische Einordnung an einem Bauwerk zusammen. Auch die Geschichte der Kirche reicht über ihre Bauform hinaus: Bis 1541/42 war sie mit einem berühmten Marienbild Wallfahrtsort. Die Zeitangabe verankert diese Rolle in der Vergangenheit. Wenn Sie die Kirche besuchen möchten, sollten Sie sich vorher anmelden oder bei den Nachbarn nachfragen.

Hofanlagen und geschützte Bauwerke

Auch außerhalb der Dorfkirche sind unterschiedliche Bauwerke und Ensembles Teil des Ortsbilds. Zu den denkmalgeschützten Anlagen an der Hauptstraße in Zurow gehören eine Kirche, ein Friedhof, eine Feldsteinmauer und eine Leichenhalle. Der Schutz umfasst damit mehrere Bestandteile und nicht nur ein einzelnes Gebäude. In Reinstorf gehört ein reetgedeckter niedersächsischer Dreiseitenhof zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde. Ein Dreiseitenhof bezeichnet eine Hofanlage, deren Gebäude drei Seiten eines Hofraums bilden; hier kommen diese Bauform und das Reetdach als konkrete Merkmale zusammen.

In Kahlenberg zählen ehemalige Gutshäuser zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde. In Zurow, in Richtung Fahren, befindet sich ein altes reetgedecktes Haus. Im Ortsteil Fahren befinden sich Teile eines ehemaligen Gutshofes, darunter der Alte Pferdestall. So lassen sich sakrale Architektur, Hofanlagen und Gutshofgeschichte als unterschiedliche Themen der Gemeinde betrachten.

Radroute und Reitwege

Die Radroute Wismar–Zurow bietet eine konkrete Orientierung für die Anreise mit dem Rad: Sie führt am Selliner See vorbei, durch eine Unterführung unter der A20 und anschließend über einen gut befahrbaren Radweg nach Zurow. Die Abfolge der genannten Wegpunkte beschreibt den Streckenverlauf. Da sich Oberflächenbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, diese vor der Fahrt zu prüfen.

Auch für Reitende gibt es einen benannten Bezugspunkt: In Klein Warin wurden in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Reitwege festgelegt und ausgeschildert. Wenn Sie diese Wege in Ihre Planung einbeziehen möchten, empfiehlt sich eine vorherige Prüfung des aktuellen Zustands und der Nutzungsmöglichkeit.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Neukloster-Warin.

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