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Die Denkmalsanlage Uhlenhof, der Schaugiebel des Stoffer'schen Hauses und das versetzte Hallenhaus in „Klein Bullerbü“ geben Thandorf einen klaren baugeschichtlichen Schwerpunkt. Für die Reiseplanung kommen konkrete Orientierungspunkte hinzu: die ungefähre Anbindung an die A20 und die regionale Schaalsee-Stulle am Verkaufsautomaten, deren Verfügbarkeit sich ändern kann. So können Sie die Wahl eines Aufenthaltsorts an Baugeschichte, regionalen Details und der Anreise ausrichten.

Historische Bauformen und Details

Die Denkmalsanlage Uhlenhof in Thandorf stammt aus dem Jahr 1793. Am Stoffer'schen Haus, auch Rütterhof genannt, befindet sich über dem Grötdor – dem Eingangstor – ein dreifacher „Bauerntanz“. Der Schaugiebel des Hauses gilt als einer der am reichhaltigsten gestalteten seiner Art in Mecklenburg. Die beiden Baupunkte eröffnen unterschiedliche Perspektiven: Beim Uhlenhof steht das Jahr im Vordergrund, beim Stoffer'schen Haus die besondere Gestaltung von Giebel und Eingang.

Im Ortsteil Schlagsülsdorf der Gemeinde Thandorf befinden sich gut erhaltene Reste der dreiteiligen, festungsartig ausgebauten mittelalterlichen Ritterburg Plönburg mit Turmhügel, breitem Graben und hohem Wall. Die Gesamtform und die einzelnen Elemente lassen sich so auseinanderhalten: „dreiteilig und festungsartig“ beschreibt die Anlage, Turmhügel, Graben und Wall ihre konkreten Bestandteile.

Das Hallenhaus in „Klein Bullerbü“

Das historische Hallenhaus in „Klein Bullerbü“ hat eine eigene Baugeschichte. Es wurde aus dem vier Kilometer entfernten Utecht am Ratzeburger See nach Thandorf versetzt und zwischen 1998 und 2000 wieder aufgebaut. Sein Ständerwerk ist rund 200 Jahre alt. Heute befinden sich in dem Gebäude drei Wohnungen. Für die zeitliche Einordnung sind deshalb drei Angaben auseinanderzuhalten: die Herkunft aus Utecht, der Wiederaufbau von 1998 bis 2000 und das ungefähre Alter des Ständerwerks. Der Ortswechsel, die spätere Rekonstruktion und die erhaltene Bausubstanz beschreiben dabei unterschiedliche Aspekte desselben Hauses.

Anreise und weitere Ortsdetails

Thandorf ist über eine Autobahnanbindung an die A20 in etwa acht Minuten erreichbar. Da Reisezeiten variieren können, bleibt die Angabe eine Orientierung; planen Sie für die Anreise mit etwas Spielraum. Hinter dem Thandorfer Bauernteich wurde im September 2007 ein Beachvolleyballplatz fertiggestellt. Die regionale Schaalsee-Stulle ist in Thandorf an einem Verkaufsautomaten erhältlich. Die lokale Verfügbarkeit kann sich ändern; prüfen Sie sie daher vorab, wenn Sie diesen Stopp in Ihre Planung aufnehmen.

Nordwestmecklenburg als regionaler Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Nordwestmecklenburg unterscheiden sich die Landschaftsräume. Im Norden umfasst der Landkreis den Landschaftsraum „Nordwestmecklenburgisches Hügelland mit Wismarbucht“, im Süden die „Westmecklenburgische Seenlandschaft mit Schweriner See“. Endmoränenzüge, flachwellige Grundmoränenplateaus, Steil- und Flachküstenabschnitte, Schmelz- und Abflussrinnen sowie Sanderflächen prägen das Landschaftsbild von Nordwestmecklenburg. Zum regionalen Kulturerbe in Nordwestmecklenburg gehört auch Schloss Gadebusch in Gadebusch im Landkreis. Das Renaissanceschloss von 1573 gilt als seltenes Beispiel der mecklenburgischen beziehungsweise norddeutschen Backsteinrenaissance und besitzt Reliefs im regionalen Johann-Albrecht-Stil.

Das Landschaftsschutzgebiet „Radegasttal“ erstreckt sich auf etwa 600 Hektar zwischen dem südlichen Ortsrand von Rehna und dem Neddersee bei Gadebusch. Es umfasst den stark mäandrierenden und naturnahen Verlauf der Radegast sowie angrenzende Grünlandbereiche, Röhrichte, Gehölze und Bruchwälder.

Weitere Reiseziele entdecken: Wedendorfersee, Dechow, Schlagsdorf, Vitense, Carlow, Nesow, Königsfeld, Rieps

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Rehna.

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