Zum Inhalt

Carlow vereint Natur-, Bau- und Handwerksthemen, die unterschiedliche Interessen ansprechen: das Naturschutzgebiet Kuhlrader Moor und Röggeliner See, die Dorfkirche und Keramik Mentz. Für die Reiseplanung ist dabei auch wichtig, ob ein Thema eine Landschaft, Baugeschichte oder eigenes Gestalten in den Mittelpunkt stellt.

Naturschutzgebiet und Moorlandschaft

Das 328 Hektar große Naturschutzgebiet Kuhlrader Moor und Röggeliner See liegt in der Gemeinde Carlow. Es verbindet Feuchtgebiete und Wasserflächen mit feuchtem Grünland, Hecken, Schilfgürteln und kleinen Gewässern. Innerhalb des Gebiets gilt für das Kuhlrader Moor eine klare Grenze: Es hat keine Wege und darf nicht betreten werden. Ein Spaziergang durch das Moor lässt sich deshalb nicht in die Reiseplanung aufnehmen.

Dorfkirche Carlow: Baugeschichte und Details

Die Dorfkirche Carlow ist ein neugotischer Backsteinbau mit Kreuzrippengewölbe, Querhaus und einem weithin sichtbaren Westturm. Der Chor stammt aus der Zeit um 1260; er wurde als Granitquaderbau im Übergang von der Romanik zur Frühgotik errichtet. Architekturinteressierte können hier die Stilbeschreibung des Backsteinbaus von der konkreten Datierung des Chors unterscheiden.

Im Gewölbe des Altarraums befindet sich ein hängender Schlussstein, der in der Gegend als einzigartig gilt. Die Orgel wurde 1888 vom Schweriner Hoforgelbauer Friedrich Friese gebaut. Die Kirche liegt in der Schulstraße 6, 19217 Carlow. Wenn Sie auf Zugang zum Innenraum angewiesen sind, prüfen Sie ihn vor der Anreise örtlich.

Kirchplatz und Keramik

Auf dem Kirchplatz gibt es eine Freilichtbühne, die in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Carlow für Veranstaltungen genutzt wird. Dazu gehören „Rock an der Kirche“ und „SommerAusKlang“.

Keramik Mentz ergänzt den Kulturteil um eigenes Gestalten. In offenen Werkstattzeiten können Besucher ohne Anmeldung eigene Keramikkreationen herstellen. Außerdem gehören Eltern-Kind-Töpfern und Töpfersitzungen für Kindergeburtstage zum Angebot. Die Teilnahme ohne Anmeldung gilt für die offenen Werkstattzeiten; das Angebot kann sich ändern, bestätigen Sie es daher vor Ihrem Besuch.

Nordwestmecklenburg im größeren Maßstab

Im übergeordneten Rahmen umfasst Nordwestmecklenburg im Norden den Landschaftsraum „Nordwestmecklenburgisches Hügelland mit Wismarbucht“ und im Süden die „Westmecklenburgische Seenlandschaft mit Schweriner See“. Endmoränenzüge, flachwellige Grundmoränenplateaus, Steil- und Flachküstenabschnitte, Schmelz- und Abflussrinnen sowie Sanderflächen prägen das Landschaftsbild des Landkreises. Die Nord-Süd-Einteilung bietet damit einen Überblick über unterschiedliche Landschaftsräume auf Kreisebene.

Zum Kulturerbe Nordwestmecklenburgs zählt auch Schloss Gadebusch in Gadebusch. Das Renaissanceschloss stammt aus 1573 und ist ein seltenes Beispiel der mecklenburgischen beziehungsweise norddeutschen Backsteinrenaissance. Zu seinen Merkmalen gehören Reliefs im regionalen Johann-Albrecht-Stil. Im kulturellen Blickwinkel stehen damit die Dorfkirche mit ihrem Chor um 1260 und das Renaissanceschloss von 1573 als zwei unterschiedlich datierte Bauwerke nebeneinander.

Weitere Reiseziele entdecken: Thandorf, Groß Molzahn, Königsfeld, Schlagsdorf, Rieps, Utecht, Dechow, Nesow

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Rehna.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.