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Groß Molzahn bietet zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reise: eine Wanderung entlang der Molzahner Rinne und ein Feldsteinhaus mit langer Baugeschichte. So lässt sich der Ort sowohl über seine Landschaft als auch über seine Gebäude kennenlernen. Für die Planung lohnt es sich, die konkreten Wegabschnitte und die historischen Details getrennt in den Blick zu nehmen.

Wandern entlang der Molzahner Rinne

Die Wanderung entlang der Molzahner Rinne beginnt am Dorfgemeinschaftshaus in Groß Molzahn. Zunächst führt der Weg durch das Feuchtgebiet der Molzahner Rinne, anschließend durch einen Fichtenwald. Wer diese Route einplant, kann sich auf einen Wechsel zwischen Feuchtgebiet und Wald einstellen. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Angaben zum Start.

Auf dem Rundwanderweg entlang der Molzahner Rinne liegt etwa auf halber Strecke eine schmale Holzbrücke. Darunter schlängelt sich ein kleiner Bach in den Lankower See. Von der Brücke fällt der Blick durch die Ufervegetation auf den See. Der Brückenzustand sollte vor Ort geprüft werden.

Weitere Routenbezüge haben jeweils einen anderen räumlichen Zuschnitt: Die „Grenzland-Tour“ führt durch die Umgebung des Lankower Sees. Der Mönch Ernestus Weg verläuft zwischen Ratzeburg und Rehna und führt im Umfeld von Groß Molzahn vorbei. Bei der Orientierung helfen die unterschiedlichen Bezugspunkte: einmal die Gegend um den See, einmal der längere Weg zwischen den beiden Städten.

Feldsteinhaus und Dorfgemeinschaftshaus

Das Feldsteinhaus in der Thurower Straße 49 stammt aus dem 13. Jahrhundert. Seine Wände sind etwa 80 Zentimeter stark; das Haus ist bis heute bewohnt. Die ungefähre Wandstärke macht die Bauweise anschaulich und gibt der historischen Datierung eine greifbare Größenordnung. Baugeschichte zeigt sich hier nicht nur im Alter des Hauses, sondern auch in einem konkreten baulichen Merkmal.

Eine weitere Geschichte erzählt das Dorfgemeinschaftshaus: Ein ehemaliger Domänenstall wurde zu diesem Haus umgebaut, das heute als kulturelles Zentrum dient. Zugleich beginnt dort die Wanderung entlang der Molzahner Rinne. Damit treffen an diesem Gebäude seine frühere Nutzung als Stall, seine heutige kulturelle Funktion und ein Ausgangspunkt für die Wegplanung zusammen.

Nordwestmecklenburg im größeren Maßstab

Als übergeordnetes Reiseziel umfasst Nordwestmecklenburg unterschiedliche Landschaftsräume: Im Norden liegt das „Nordwestmecklenburgische Hügelland mit Wismarbucht“, im Süden die „Westmecklenburgische Seenlandschaft mit Schweriner See“. Endmoränenzüge, flachwellige Grundmoränenplateaus, Steil- und Flachküstenabschnitte, Schmelz- und Abflussrinnen sowie Sanderflächen prägen das Landschaftsbild der Region.

Auch kulturelle und landschaftliche Beispiele aus Nordwestmecklenburg zeigen die Bandbreite des übergeordneten Reiseziels. Schloss Gadebusch in Gadebusch ist ein Renaissanceschloss von 1573 und ein seltenes Beispiel der mecklenburgischen beziehungsweise norddeutschen Backsteinrenaissance. Zu seinen Merkmalen gehören Reliefs im regionalen Johann-Albrecht-Stil.

Zum regionalen Landschaftsbild gehört außerdem das Landschaftsschutzgebiet „Radegasttal“. Es erstreckt sich über etwa 600 Hektar zwischen dem südlichen Ortsrand von Rehna und dem Neddersee bei Gadebusch. Das Gebiet umfasst den stark mäandrierenden, naturnahen Verlauf der Radegast sowie angrenzendes Grünland, Röhrichte, Gehölze und Bruchwälder. Diese Beispiele ergänzen den lokalen Blick auf Groß Molzahn um eigenständige Kultur- und Landschaftsthemen aus Nordwestmecklenburg.

Weitere Reiseziele entdecken: Dechow, Königsfeld, Carlow, Vitense, Thandorf, Wedendorfersee, Nesow, Utecht.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Rehna.

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