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Am Bahnhof Lüdersdorf (Meckl) gibt es Fahrradstellplätze und Parkplätze – ein konkreter Anhaltspunkt für Ihre Anreiseplanung. Prüfen Sie diese Ausstattung vor der Reise. In der Gemeinde Lüdersdorf befindet sich außerdem eine Auffahrt zur Autobahn A 20. Für die Wahl einer Unterkunft lohnt es sich, den Ort Lüdersdorf von weiteren Zielen im Gemeindegebiet zu unterscheiden: Die Palinger Heide sowie Herrnburg, Duvennest und Boitin-Resdorf bieten eigene Natur- und Geschichtsthemen. Richten Sie Ihre Standortwahl danach aus, welche dieser Themen Sie in den Mittelpunkt stellen möchten.

Natur in der Palinger Heide

Die Palinger Heide liegt in der Gemeinde Lüdersdorf und gehört zum Landschaftsschutzgebiet „Palinger Heide und Halbinsel Teschow“ sowie zum geschützten Landschaftsraum des Grünen Bandes. Sandböden und Binnendünen prägen die Heide; sie ist größtenteils bewaldet und umfasst Moore und Seen. Dazu zählen das Möwenmoor im Südwesten, das Hoppenmoor im Nordwesten und das Kiebitzmoor. Diese Namen geben dem Landschaftsraum konkrete Orientierungspunkte, während Wald, Dünen und Gewässer seine unterschiedlichen Bestandteile beschreiben.

Die jahrzehntelange Abriegelung während der Sperrgebietszeit begünstigte in der Palinger Heide eine von Menschen unberührte Flora und Fauna. 1992 wurde die Heide unter Naturschutz gestellt. Heute bieten viele Kilometer Radwege und viele Kilometer Wanderwege verschiedene Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden. Kleine, versteckte Waldseen laden im Sommer zum Baden ein. Für Ihre Planung sind Radfahren, Wandern und das saisonale Badeangebot unterschiedliche Schwerpunkte, die sich nicht zu einer festen Route verbinden müssen.

Ein weiterer Landschaftsraum der Gemeinde ist das Duvennester Moor. Es bildet eine isolierte Teilfläche des FFH-Gebiets „Herrnburger Binnendüne und Duvennester Moor“ und liegt in einem Waldgebiet südlich von Herrnburg. Zusammen mit den Dünen, Seen und Mooren der Palinger Heide zeigt es, dass sich die Naturziele im Gemeindegebiet nicht auf eine einzige Landschaftsform beschränken.

Kirche und Geschichte in Herrnburg

In Herrnburg steht eine einschiffige Dorfkirche der Backsteingotik. Ihr ältester Teil ist ein quadratischer Kastenchor mit drei Ostfenstern, der auf die Mitte des 13. Jahrhunderts datiert wird. Urkundlich erstmals belegt wurde die Kirche 1319. Besuche können mit der Kirchengemeinde vereinbart werden. So lässt sich ein Interesse an der Baugeschichte mit einem Blick auf die Ausstattung verbinden, ohne einen spontanen Besuch vorauszusetzen.

Zur Ausstattung gehören verschiedene Werke aus mehreren Jahrhunderten. Der Marienaltar stammt aus der Lübecker Burgkirche und ist das Werk eines Lübecker Meisters. Ein bronzenes Taufbecken aus dem 15. Jahrhundert zeigt spätgotische Ornamentik und ruht auf drei Löwenfüßen. Die Orgel ist ein Werk des Orgelbaumeisters Friedrich Albert Mehmel; 1884 wurde sie zusammen mit Empore und Gestühl in die Kirche gebracht. Die Kanzel von 1675 im sogenannten Ohrmuschelstil stammt vom Lübecker Meister G. Fick. Im Kirchenschiff erinnert außerdem eine Walrippe an die Männer, die zum Walfang aufs Meer fuhren. Architektur, Handwerk und dieser maritime Erinnerungsbezug erzählen damit unterschiedliche Teile der Kirchengeschichte.

Direkt neben der Dorfkirche steht das Alte Zollhaus. Es ist das älteste heute noch stehende Wohnhaus in dem mecklenburgischen Grenzort zur Hansestadt Lübeck. Das heutige Gebäude wurde 1783 auf den Fundamenten der Vorgängerkapelle als zweigeschossiger Fachwerkbau errichtet und zunächst wiederum als Kapelle genutzt. Seine Baugeschichte verbindet den Standort neben der Kirche mit einer früheren Nutzung als Sakralbau.

Historische Spuren in weiteren Gemeindeteilen

Auch außerhalb Herrnburgs liegen markante historische Bezüge. Duvennest liegt am ehemaligen Frachtweg Lübeck–Gadebusch. Palingen war bis 1989 Teil des Sperrgebiets und Standort einer Grenzkompanie. Boitin-Resdorf wurde 1257 als „Rastorpe“ erwähnt und ist ein geschlossenes Rundlingsdorf an der Chaussee Lübeck–Rehna. Die Ortsgeschichte zeigt sich hier in unterschiedlichen Formen: als frühere Handelsverbindung, als Geschichte der Sperrgebietszeit und als überlieferte Siedlungsform. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, wählen Sie die Ziele nach dem jeweiligen Schwerpunkt aus und beachten Sie, dass sie im Gemeindegebiet an verschiedenen Orten liegen.

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