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Selmsdorf verbindet die Palinger Heide und Wege am Wasser mit konkreten Spuren von Kirchen- und Grenzgeschichte. So können Sie bei der Reiseplanung unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Landschaft und Bewegung stehen neben historischen Orten und Erinnerungszeichen. Selmsdorf liegt in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland, im weiteren westeuropäischen Raum.

Palinger Heide und Wege am Wasser

Die Palinger Heide ist ein Binnendünengebiet, das seit 1992 geschützt ist und zum Grünen Band gehört. Zahlreiche Wanderwege bieten Blicke in das Grüne Band; dazu zählen auch Abschnitte des historischen Kolonnenwegs. Heide, Landschaftsblick und Kolonnenweg geben einer Wanderung hier einen Natur- und Geschichtsbezug.

Die Haltestelle Selmsdorfer Forstweg kann als Ausgangspunkt für Wanderungen am Selmsdorfer Traveufer dienen. Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchten, prüfen Sie die aktuellen Verbindungen vor der Fahrt. Auch Wegbedingungen können sich ändern.

Teschow und die Verbindungen zwischen Ufer und See

Teschow ist ein dreieckiges historisches Dorf auf einer Halbinsel zwischen Trave, Pötenitzer Wiek und Dassower See. Von einem Aussichtspunkt auf der Halbinsel geht der Blick in Richtung Travemünder Fährhafen, Trave und Dassower See. Ausgebaute Wege zum Wandern und Radfahren verbinden Traveufer, Dassower See und Teschow. Damit stehen sowohl ein Aussichtspunkt als auch mehrere benannte Landschaftsräume im Mittelpunkt der Orientierung.

Eine Lübeck–Grevesmühlen-Radtour führt über einen Radweg durch die Randbereiche Selmsdorfs in Richtung Ortszentrum. Das ist ein weiterer Radfahr-Bezug zum Ort, neben den Wegen, die Traveufer, Dassower See und Teschow verbinden. Vor einer Tour lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Wegebedingungen.

Kirche und Erinnerungsgeschichte

In der St.-Marien-Kirche steht eine Orgel aus dem Jahr 1869, ein Werk des Stettiner Orgelbauers Barnim Grüneberg. Ebenfalls erhalten ist ein hölzernes Epitaph aus dem Jahr 1658, das aus der Vorgängerkirche stammt. Damit begegnen in der Kirche Zeugnisse aus zwei unterschiedlichen Jahrhunderten.

Das regionale Projekt „Grenzenlos von Lübeck nach Boltenhagen“ nutzt Gedenkstelen und Informationstafeln, um an die Teilung der Region und ihre frühere Geschichte zu erinnern. Eine Übersicht vom Dezember 2020 nennt fünf Stationen im Selmsdorfer Umfeld: An der Grenze Lübeck-Schlutup, Alte Grenzstraße, Ehemalige Kaserne, Teschow und Zarnewenz.

Auch die frühere Verkehrsgeschichte lässt sich einordnen: Die historische Transitroute vom Übergang Selmsdorf–Schlutup verlief über die ehemaligen Straßen F104 und F105 in Richtung der Fährverbindungen nach Gedser und Trelleborg. Das beschreibt eine frühere Route, keine aktuelle Fahrplanauskunft.

Nordwestmecklenburg als größerer Landschaftsrahmen

Im übergeordneten Reiseziel Nordwestmecklenburg ordnet die Landschaftsgliederung den Norden dem „Nordwestmecklenburgischen Hügelland mit Wismarbucht“ und den Süden der „Westmecklenburgischen Seenlandschaft mit Schweriner See“ zu. Über das Kreisgebiet hinweg prägen Endmoränenzüge, flachwellige Grundmoränenplateaus, Steil- und Flachküstenabschnitte, Schmelz- und Abflussrinnen sowie Sanderflächen das Landschaftsbild. Diese regionale Einordnung beschreibt Nordwestmecklenburg als Ganzes; Selmsdorfs konkret benannte Reisebezüge sind die Heide, die Uferwege, Teschow und die Erinnerungsorte.

Weitere Reiseziele entdecken: Groß Siemz, Papenhusen, Lockwisch, Menzendorf, Roduchelstorf, Lüdersdorf, Niendorf, Dassow.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Schönberger Land.

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