Hohenfelde verbindet vorgeschichtliche Spuren, ein hügeliges Quellental und eine Pilgerroute. Im Quellholz liegen prähistorische Großsteingräber; im Glashäger Quellental wachsen seltene Pflanzen. Rad- und Wanderwege führen durch das Dorf, und Pilger passieren es auf der Via Baltica. So treffen mehrere unterschiedliche Gründe aufeinander, Hohenfelde für einen Aufenthalt in Betracht zu ziehen.
Hügelgräber und vorgeschichtliche Spuren
Im Quellholz bei Hohenfelde befinden sich prähistorische Großsteingräber, die als Grabstätten von Menschen aus der Steinzeit gelten. Ebenfalls im Quellholz liegen die drei Hohenfelder Hügelgräber. Sie sind unberührt und Teil eines Gräber-Halbkreises. Bei den Großsteingräbern steht die Deutung als steinzeitliche Grabstätten im Mittelpunkt; der Halbkreis beschreibt die Anordnung der drei Hügelgräber. Damit umfasst Hohenfeldes archäologischer Bezug sowohl eine Einordnung in die Steinzeit als auch eine konkrete Form in der Landschaft.
Das Glashäger Quellental
Das Glashäger Quellental bei Hohenfelde liegt in hügeliger Landschaft. Die Gegend um das Quellental gehört zu Hohenfelde und ist seit vielen Jahrzehnten Naturschutzgebiet. Dort wachsen seltene Pflanzen wie Scharbockskraut, Waldbingelkraut und Waldgoldstern. Im Quellental steht außerdem ein 1908 erbauter Quellentempel. So kommen an diesem Ort Landschaft, benannte Pflanzen und ein historischer Bau zusammen. Der Naturraum lässt sich dadurch aus mehreren Blickwinkeln betrachten: über sein Relief, seine Pflanzen und den Tempel.
Wege durch Hohenfelde und die Wälder
Rad- und Wanderwege führen durch Hohenfelde. Uralte Wälder legen sich wie ein Ring um das Dorf und sind beliebte Ausflugsziele. Das beschreibt zwei verschiedene Aspekte des Aufenthalts: Wege verlaufen durch den Ort, während die Wälder einen eigenen Landschaftsbezug bilden. Wer Hohenfelde nach möglichen Themen auswählt, findet damit neben der Geschichte auch Anknüpfungspunkte für Touren zu Fuß oder mit dem Rad.
Eine besondere Verbindung zum Unterwegssein ist die Via Baltica: Pilger passieren Hohenfelde auf diesem Kreuzweg, einer Etappe des Jakobswegs. Das gibt der Ortsbeschreibung einen anderen Akzent als die Rad- und Wanderwege. Die Via Baltica ordnet Hohenfelde in einen benannten Pilgerweg ein; die Wege durch das Dorf und die Wälder verweisen auf weitere Landschafts- und Bewegungsbezüge.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Rostock
Im übergeordneten Reiseziel Rostock gibt es weitere Natur- und Kulturthemen. Im Wildpark-MV können Besucher den Park selbstständig begehen oder an geführten Wanderungen teilnehmen, darunter Wolfs-, Eulen- und Abendwanderungen. Das bietet die Wahl zwischen eigener Erkundung und thematisch geführten Touren. Der Naturpark Sternberger Seenland setzt ebenfalls auf Wandern und Radfahren; seine Landschaft ist durch tief eingeschnittene Durchbruchstäler an der Warnow, zahlreiche Seen, Hügel und ausgedehnte Wälder geprägt.
Ein anderer Schwerpunkt im übergeordneten Reiseziel Rostock ist das Wolhynier Umsiedlermuseum in Linstow. Führungen für Gruppen und Einzelpersonen vermitteln dort mithilfe ethnografischer Objekte, Fotos und Dokumente die Geschichte der Wolhyniendeutschen: von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu ihrer Ansiedlung in Mecklenburg nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese regionalen Beispiele ergänzen den Blick auf Hohenfelde um eigenständige Natur- und Kulturthemen, ohne den örtlichen Schwerpunkt auf Quellental, Quellholz und Wege durch das Dorf zu verschieben.
Weitere Reiseziele entdecken: Nienhagen, Bartenshagen-Parkentin, Steffenshagen, Retschow, Admannshagen-Bargeshagen, Reddelich, Heiligendamm, Börgerende-Rethwisch.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Bad Doberan-Land.