Am Rand der Ueckermünder Heide liegt Lübs, umgeben von Wald und Wiesen. Zwei kulturhistorische Motive geben dem Ort ein klares Profil: das Mühlenmuseum mit seinem Weg vom Korn zum Brot und die Dorfkirche mit Bau- und Ausstattungsdetails aus mehreren Jahrhunderten. Zugleich prägt die Heide den größeren Landschaftsraum. Wer Lübs für eine Reise in Betracht zieht, kann sich damit sowohl an der Ortsgeschichte als auch an der umliegenden Landschaft orientieren.
Ueckermünder Heide: Wald, Wiesen und Sandlandschaft
Die Ueckermünder Heide ist überwiegend von nährstoffarmen Sandböden geprägt. Flugsandablagerungen und Binnendünen formen die Landschaft und geben ihr einen anderen Charakter als eine reine Wiesen- oder Waldlandschaft. Lübs liegt am Rand der Heide und ist von Wald und Wiesen umgeben. In der Ueckermünder Heide südlich des Stettiner Haffs gibt es Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und Reiten. Diese regionalen Aktivitäten ergänzen den kulturellen Blick auf den Ort um eine landschaftliche Perspektive.
Vom Korn zum Brot: das Mühlenmuseum
Im Lübs Mühlenmuseum steht der Weg vom Korn zum Brot im Mittelpunkt. Die Ausstellung behandelt außerdem Mahltechnik und die Geschichte des Dorfes. Ein prägnantes technisches Detail ist der Antrieb: Die Ersatzmühle arbeitete elektrisch statt mit Windkraft. Die Lübs Motorenmühle gilt als erste Mühle ihrer Art in der Region. So geht es im Museum nicht nur um das hergestellte Brot, sondern auch um die Technik, mit der das Getreide verarbeitet wurde.
2004 baute die Gemeinde die Mühle zu einem Museum mit Schauwerkstatt aus. Zum Mühlenkomplex gehört ein Müllerhaus, das mehr als 100 Jahre alt ist. Auf dem Gelände steht außerdem ein regelmäßig genutzter holzbefeuerter Ofen. Zusammen geben diese Details dem Mühlenstandort mehrere historische Bezugspunkte: die Verarbeitung von Getreide, die Entwicklung des Mühlenbetriebs und das Leben rund um die Mühle.
Dorfkirche mit mehreren historischen Schichten
Die Lübs Kirche gilt als neugotischer Backsteinbau von 1897. Sie ersetzte eine Fachwerkkirche, die seit dem 16. Jahrhundert im Dorf gestanden hatte. Der Kirchenbau verbindet damit eine jüngere Bauphase mit einer älteren Ortsgeschichte. Auch die Ausstattung verweist auf unterschiedliche Jahrhunderte: Als erhalten gelten ein Kanzelaltar und Gestühl aus dem 18. Jahrhundert sowie geschnitzte Figuren der Anna selbdritt und des Johannes aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.
Für die Einordnung der Kirche sind diese Bau- und Ausstattungsmerkmale gleichermaßen aufschlussreich. Das Backsteingebäude steht für den Neubau des späten 19. Jahrhunderts; Altar, Gestühl und Figuren führen weiter zurück. Wer sich für Dorfgeschichte interessiert, findet hier ein anderes Thema als im Mühlenmuseum: Dort geht es um Technik und Getreideverarbeitung, in der Kirche um Baugeschichte und historische Ausstattung.
Der größere Rahmen: Vorpommern-Greifswald
Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald reicht der Blick über Lübs hinaus auf den Landkreis. Die drei Naturparke dort nehmen fast 40 Prozent der Landkreisfläche ein. Auch für Radreisen gibt es regionale Orientierungspunkte: Vier Fernradwege verlaufen durch Vorpommern-Greifswald. Zu den regionalen Radrouten zählen der Stettiner Haff-Rundweg und die Route der Norddeutschen Romantik; der Ostseeküsten-Radweg, Teil der EuroVelo-Route EV10, führt ebenfalls in den Landkreis.
Diese Angaben helfen, Lübs in einen größeren landschaftlichen und touristischen Zusammenhang einzuordnen, ohne die Ortsgeschichte mit den Angeboten des gesamten Landkreises gleichzusetzen. Für eine konkrete Radplanung sollten Sie den jeweiligen Streckenverlauf und die Beschilderung vorab prüfen. So lassen sich die lokalen Schwerpunkte in Lübs – Mühle, Kirche und Heide – von den möglichen Themen einer weiter gefassten Reise durch Vorpommern-Greifswald unterscheiden.
Weitere Reiseziele entdecken: Torgelow-Holländerei, Grambin, Meiersberg, Altwarp, Luckow, Hintersee, Eggesin, Vogelsang-Warsin
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Am Stettiner Haff.