Schmatzin verbindet einen klar beschriebenen Routenverlauf mit Bau- und Ortsgeschichte in Schmatzin und im Ortsteil Schlatkow. Die etwa 34 Kilometer lange „Route 3 – Nördlich der Peene“ führt durch Schmatzin; historische Themen reichen von Bauernhäusern und Gutsgeschichte bis zu Kirche und Gutsanlage in Schlatkow. Für die Planung lohnt es sich, die Streckenvariante und die Orte der jeweiligen geschichtlichen Hinweise auseinanderzuhalten.
Route durch Schmatzin
Die Route beginnt in Klein Bünzow, verläuft über Schlatkow, Schmatzin, Ranzin, Gribow, Owstin, Lüssow, Stolpe und Quilow und kehrt nach Klein Bünzow zurück. Die Strecke ist etwa 34 Kilometer lang; mit Abstecher beträgt sie ungefähr 40 Kilometer. Berücksichtigen Sie diese beiden Längen als unterschiedliche Varianten, wenn Sie die Route in Ihren Aufenthalt einordnen. Schlatkow und Schmatzin liegen beide im beschriebenen Streckenverlauf, während die historischen Themen jeweils eigene Schwerpunkte setzen.
Spuren in Schmatzin
An vielen Häusern in Schmatzin erinnert eine Tafel an Hermann Runge, den Erbauer und seit 1890 Besitzer des „Rittergutes Schmatzin“. Ab den 1890er-Jahren wurden in Schmatzin Bauernhäuser in einem einheitlichen Stil errichtet. Im Gutspark liegen die Gräber und Gedenksteine der Familie Runge, die Dorfbewohner dort errichteten. So stehen Hinweise auf Gutsbesitz, ländliche Baugeschichte und Familiengedenken nebeneinander. Der einheitliche Stil der Bauernhäuser ist dabei ein eigener architekturgeschichtlicher Akzent neben den biografischen und familiären Erinnerungszeichen.
Kirche und Gutsanlage in Schlatkow
Schlatkow ist ein Ortsteil der Gemeinde Schmatzin. Die Kirche stammt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Ihr spätgotischer Ostgiebel wurde restauriert; zur Ausstattung gehören Wandmalereien, ein barocker Altar, eine Kanzel und ein Taufengel. Neben der Kirche steht ein freistehender hölzerner Glockenstuhl. Baugeschichte, Giebel und Ausstattung geben unterschiedliche Einblicke in das kirchliche Erbe des Ortes, ohne dass ein einzelnes Merkmal für sich die ganze Geschichte der Kirche erzählt.
Auch die historische Gutsanlage umfasst mehrere Bauphasen. Zu ihr gehören das Gutshaus und zwei Fachwerkhäuser, die 1768 errichtet wurden. Nachdem das Hauptgebäude des Gutshauses im 19. Jahrhundert abgebrannt war, entstand 1870 ein neues Gebäude in spätklassizistischer Form. Damit lassen sich die Fachwerkhäuser und das neu errichtete Gutshaus zeitlich gut unterscheiden. Im teilsanierten Gutshaus befindet sich eine Informationsstätte zur historischen Entwicklung Schwedisch-Pommerns um 1800. Wenn Sie diesen Schwerpunkt in Ihren Besuch einbeziehen möchten, prüfen Sie die aktuellen Zugangsmöglichkeiten vorab.
Schlatkows Geschichte umfasst auch Ereignisse und Einrichtungen jenseits der Baugeschichte. Am 18. April 1807 unterzeichneten schwedische und französische Generäle dort ein Waffenstillstandsabkommen. Von 1934 bis 1945 befand sich in der Gutsanlage die Pommersche Melkerschule, an der Melker ausgebildet wurden. So reicht der zeitliche Bogen von einem Abkommen im frühen 19. Jahrhundert bis zu einer landwirtschaftlichen Ausbildungseinrichtung im 20. Jahrhundert.
Weitere Reiseziele entdecken: Rubkow, Groß Kiesow, Ziethen, Wrangelsburg, Karlsburg, Murchin, Klein Bünzow, Bandelin.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Züssow.