Handgeschöpftes Papier und traditionelle Drucktechnik prägen eine Seite Wrangelsburgs; Herrenhaus, Landschaftspark am Schlosssee und Wege in den Wald eine andere. Für die Reiseplanung ist das eine klare Wahl zwischen Kulturhandwerk und Landschaft: Die Papiermanufaktur, ihre Galerie und die Wanderwege setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
Papier, Druck und Kunst
Der Verein „Papier und Druck“ stellt in der Papiermanufaktur Wrangelsburg handgeschöpfte Pflanzen-, Bütten- und Recyclingpapiere her. Eine integrierte Werkstatt ergänzt die Herstellung: Dort werden traditionelle Holz- und Metalllettern gefertigt und Papiere bedruckt. So gehören Material und Druckhandwerk gleichermaßen zum Thema. Die drei genannten Papierarten stehen dabei nebeneinander; die Werkstatt zeigt, dass es in Wrangelsburg nicht nur um das fertige Papier, sondern auch um seine Herstellung und Bedruckung geht.
Besucher können in den Werkstätten eigenes Papier aus Naturmaterialien schöpfen. Wenn Sie diese Möglichkeit in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchs- und Teilnahmebedingungen. An die Papiermanufaktur ist außerdem eine Galerie angeschlossen, die Papierkunst und Malerei vereint. Damit stehen Werkstatt und Galerie für verschiedene Zugänge zum selben kulturellen Schwerpunkt: hier das Papierschöpfen, die Lettern und der Druck, dort Papierkunst und Malerei. Für einen Besuch sollten Sie auch die aktuellen Möglichkeiten in der Galerie berücksichtigen.
Herrenhaus, Park und Wanderwege
Das heutige Herrenhaus in Wrangelsburg wurde um 1880 errichtet und befindet sich in Privatbesitz. Klären Sie vor einem möglichen Besuch die aktuellen Zugangsmöglichkeiten. So lässt sich das historische Gebäude in die Reiseplanung einbeziehen, ohne einen Zugang vorauszusetzen.
Der Landschaftspark Wrangelsburg erstreckt sich über etwa 3 ha entlang des Südufers des Schlosssees. Vom Herrenhaus und Landschaftspark führen Wanderwege in den Wald. Zusammen ergeben diese Angaben einen anderen Schwerpunkt als die Papiermanufaktur: Im Vordergrund stehen hier Parklandschaft und Wege, dort Papierherstellung, Druck und Kunst. Wenn Sie überlegen, was Ihren Aufenthalt prägen soll, können Sie deshalb zwischen einem kulturellen Schwerpunkt und Zeit in der Landschaft abwägen.
Vorpommern-Greifswald als größerer Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald reicht die Auswahl über die Themen Wrangelsburgs hinaus. Die drei Naturparke im Landkreis nehmen fast 40 % seiner Fläche ein. Auch die Ueckermünder Heide gehört zu den regionalen Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien; sie lädt zum Wandern, Radfahren und Reiten ein. Für Radreisen führt der Ostseeküsten-Radweg, Teil der EuroVelo-Route EV10, in den Landkreis. Der Stettiner Haff-Rundweg und die Route der Norddeutschen Romantik zählen ebenfalls zu den regionalen Radrouten, auf denen sich Vorpommern-Greifswald erkunden lässt.
Weitere kulturelle Schwerpunkte im Landkreis finden Sie etwa in Greifswald und Anklam. Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald zeigt den Croy-Teppich von 1554, ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation. In Anklam widmet sich das Otto-Lilienthal-Museum dem Flugpionier, Maschinenbauingenieur und Humanisten Otto Lilienthal. Diese Themen unterscheiden sich von Wrangelsburgs Papierherstellung, Druck und Malerei und geben Ihnen zusätzliche kulturelle Ansätze für die Auswahl innerhalb des übergeordneten Reiseziels Vorpommern-Greifswald.
Weitere Reiseziele entdecken: Groß Polzin, Rubkow, Karlsburg, Lühmannsdorf, Groß Kiesow, Ziethen, Klein Bünzow, Schmatzin
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Züssow.